Ein großer Strauß an Aufgaben für Joachim Mertens

Seit Jahresbeginn ist er neuer Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen im Neuen Rathaus

Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hieß den neuen Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bauen, Joachim Mertens, im Neuen Rathaus willkommen.

Hannover, Braunschweig, Goslar und der Harz, Peine, die freie Wirtschaft und verschiedene Dienststellen der öffentlichen Verwaltung: Joachim Mertens bringt einiges an Erfahrung mit in sein neues Amt. Seit Jahresanfang ist er der neue Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bauen bei der Stadtverwaltung Einbeck. Am 2. Januar hat er seinen Dienst im Neuen Rathaus angetreten, und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek ist »froh und zufrieden«, dass die seit dem Weggang von Frithjof Look ab August vakante Stelle neu besetzt werden konnte.

Einbeck. Der 53-jährige Joachim Mertens, in Hannover geboren und in Bielefeld aufgewachsen, hat in Hannover und Braunschweig Architektur studiert und das Studium 1993 mit dem Diplom beendet. Zwei Jahre hat er in der freien Wirtschaft gearbeitet, danach ein Referendariat bei der Oberfinanzdirektion in Hannover absolviert.

Die meiste Zeit seines weiteren beruflichen Lebens hat er anschließend im Harz verbracht: 16 Jahre lang war er im Staatlichen Baumanagement Niedersachsen als Baugruppenleiter tätig. Unter anderem hat er dabei die Technische Universität in Clausthal-Zellerfeld und das Oberbergamt betreut, aber auch den weiteren »Gemischtwarenladen« der Landesliegenschaften kennengelernt.

Zweieinhalb Jahre war er in Göttingen, wo er für die Universitätsklinik zuständig war, ebenso lange in Osnabrück, wo militärisches Bauen seine Arbeit bestimmte. Die letzten vier Jahre war er Leiter des Fachdienstes Bau- und Raumordnung beim Landkreis Peine. Dort wurde der Beamte im vergangenen April zum Baudirektor ernannt.

»Immer nur Baugenehmigungen«, schmunzelte er, das sei ihm auf die Dauer aber doch zu eintönig geworden, und auf den Tipp einer Kollegin hin, dass Einbeck einen Fachbereichsleiter Bauen suche, habe er sich hier beworben. Er liebe Kleinstädte, sagte Mertens. Er ist in Goslar zuhause, kann sich aber auf Sicht auch einen Umzug vorstellen. Einbeck sei eine gemütliche Stadt, und sie biete dabei vielfältige Aufgaben: Zu seinem Fachbereich gehört nicht nur alles, was mit dem Bauen zusammenhängt, sondern auch Wirtschaftsförderung, und die Stadtforst ist ebenfalls dabei: Das sei schon spannend.

Sie freue sich, jemand gefunden zu haben, der mit Engagement bei der Sache sei, stellte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek fest: Die Stadt sei noch Genehmigungsbehörde, Denkmalschutz sei ein großer Bereich, Hoch- und Tiefbau fielen in die Zuständigkeit des Fachbereichs, Stadtplanung ebenso wie weitere Zukunftsthemen. »Das ist ein großer Strauß.« »Man kann überall zurechtkommen«, das hätten ihn die bisherigen beruflichen Stationen gelehrt, berichtete Joachim Mertens.

Er weiß, dass hier viele große Projekte auf ihn zukommen, etwa die Änderung des Flächennutzungsplanes für Windenergie oder das Wissensquartier. Dazu will er sich schnell informieren – idealerweise bei Kollegen, die sich damit beschäftigen. Er sei jemand, der eher das Gespräch suche als nur die Protokolle lese, erläuterte er. Wissensquartier, Ausbau der Hullerser Landstraße, Bebauungsplan Weinberg II oder das Sanierungsgebiet, das sind die Themen, mit denen er sich in den ersten Tagen schon beschäftigt hat – Projekte, so die Bürgermeisterin, mit deren weiterer Umsetzung man starten werde, sobald der Landkreis Northeim den städtischen Haushalt 2019 genehmigt habe.

Einbeck kannte er schon »ein bisschen«, räumte er ein. Bereits vor vier Jahren hat er sich auf die Stelle beworben, damals hat man sich aber für Frithjof Look entschieden. Jetzt bringt er die Kommunalerfahrung aus Peine mit, und nun hat es gepasst mit der Bewerbung. Sie sei, so Dr. Michalek, sehr froh gewesen, dass er zur Verfügung stand, nachdem die ursprünglich vorgesehene Kandidatin Mitte Oktober dann doch nicht kam. Es sei sehr gut für den Fachbereich, dass die Leitungsstelle wieder besetzt sei und man tatkräftige Unterstützung nach der unerwartet langen Vakanz habe.

Der Privatmann Joachim Mertens interessiert sich für Kunst und insbesondere Alte Malerei. Er malt auch selbst in Acryl, und er fotografiert gern. Außerdem kann er Didgeridoo spielen; das traditionelle australische Instrument hat ihn mal in der Fußgängerzone in Hannover so begeistert, dass er das gelernt hat.
In den nächsten Tagen und Wochen will  sich Mertens an seiner neuen Wirkungsstätte intensiv umsehen und vieles und viele kennenlernen.  Die erste Zusammenarbeit mit der Politik wird es in der übernächsten Woche im Verwaltungsausschuss geben und dann ab Mitte Februar bei den Sitzungen der Fachausschüsse.ek

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