Einbecker sind begeistertes Schlager-Publikum

Sängerin als Stargast am Sonntagmittag | Bekannte Hits und Neues von ihrer »Tabu«-CD

Michelle holte für ihren Auftritt auf dem Marktplatz Kinder auf die Bühne, die sie begleiten durften.

Einbeck. Diesmal war sie da – und wie! Im sportlichem Outfit stürmte sie gestern Mittag vom Alten Rathaus durch die von der Security freigehaltene Gasse auf die Eulenfest-Bühne auf dem Marktplatz, und ihr Publikum hatte sie sofort im Griff: Michelle. Deutscher Schlager hat in Einbeck und darüber hinaus eine breite Fan-Basis, und so sorgte die Sängerin als Gaststar und zugleich einer der Höhepunkte des 44. Einbecker Eulenfestes für ein glückliches Publikum. Engagiert und mit viel Freude sang sie einige ihrer großen Hits.

Die zierliche Künstlerin ist seit Anfang der 1990er Jahre im Geschäft, hat Höhen und Tiefen erlebt, und im Moment ist die Beliebtheitskurve ganz oben. Mit »Tabu« gibt es eine CD mit vielen neuen Titeln, dazu steht auch eine entsprechende Tour an. »Große Liebe« und »Herzstillstand«, damit gelang ihr von den ersten Takten weg eine mitreißende Bühnenshow, und herzlich holte sie schon beim zweiten Stück Kinder auf die Bühne, die sie für den Rest des Auftritts als Tänzer im Hintergrund begleiten durften und die sie auch mal auf charmante Weise in den Mittelpunkt rückte.

Vom »Sommer des Lebens« sang sie vor dem bestens gefüllten Einbecker Marktplatz: »Wir feiern das Leben.« »So schön ist die Zeit«, damit ließ sie die Scatman-Sequenz aus den 90ern wieder auferstehen.

Einer von Michelles Klassikern ist »Wer Liebe lebt«, und auch das durfte natürlich in der Open-Air-Show bei allerbestem Wetter nicht fehlen. Paris, Wien, New York, Berlin, Rio, Venedig, Athen: Bei »In 80 Küssen um die Welt« unternahm sie eine Weltreise mit den Zuschauern, das ist ein Titel aus »Tabu«, und mit dem Inhalt der CD beschäftigte sie sich genauer: Jeder, das sei ihr Anliegen, sollte so leben könne wie er das wolle, »Jeder hat genug zu kehren vor seiner eigenen Tür«, sagte die engagierte Schwarzwälderin unter Beifall des Publikums.

Eine Weltstadt hat es ihr besonders angetan, »Paris«, und mit diesem Lied wollte sie sich auch verabschieden: »Wär’n wir eine Stadt, wüsst’ ich, wie sie hieß, dann wär’n wir zwei Paris.« Aber damit ließen die Fans sie natürlich nicht ziehen, und so holte sie sich zur Zugabe einen mutigen und textsicheren Herrn aus dem Publikum auf die Bühne.

Mutig war Ralf im Helene- Fischer-T-Shirt, textsicher eher nicht, aber da konnte das Publikum nachhelfen, und so gab es »Du Idiot«, im Original ein Duett mit Matthias Reim, bevor sie sich bei den Einbeckern bedankte und sich mit guten Wünschen verabschiedete: »Bleibt gesund.«

In der Rathaushalle stand sie anschließend noch sehr lange für Autogramme zur Verfügung – die Schlange dabei wollte kaum ein Ende nehmen.ek

Auch Salzderhelden auf dem Weg in die digitale Zukunft

Sicherheit praktisch schulen

Resolution zum Netzausbau