»Einbecker Zehner« startet

Gemeinsame regionale Einkaufswährung | Offizieller Beginn am Montag

Über die Einführung des »Einbecker Zehners«, der besonderen Regionalwährung für die Bier- und Fachwerkstadt, freut sich Einbeck Marketing mit den Kooperationspartnern, aber auch auf den offiziellen Start am Montag, 19. März.

Einbeck. Am Montag, 19. März, erfolgt der offizielle Start für Einbecks eigene Regionalwährung, für den »Einbecker Zehner«. Kurz vor Beginn stellte Florian Geldmacher, Geschäftsführer von Einbeck Marketing, Kooperationspartnern und Interessierten die gemeinsame Einkaufswährung vor.

Der »Einbecker Zehner« sei begehrt, mehr als 60 Unternehmen beteiligen sich schon daran, rund 300 Personen sicherten sich ihre Wunschnummern angelehnt an Geburtstage oder Glückszahlen; mehr als 1.000 »Zehner« im Wert von zehn Euro wurden schon verkauft.

Bei einem Einkauf oder bei der Bezahlung von Dienstleistungen kann der Schein wie Bargeld eingesetzt werden, eine Barauszahlung ist allerdings nicht möglich. Regulär sind die »Zehner«, bei der Sparkasse Einbeck, bei der Volksbank eG in Einbeck, in der Tourist-Information/Kulturring sowie im PS.SPEICHER erhältlich.
Die gemeinsame Regionalwährung eigne sich gut als Geschenk zu allen Feierlichkeiten wie Geburtstagen, Hochzeiten, Firmenjubiläen, Ehrungen oder zu Ostern und Weihnachten, so Geldmacher. Der »Zehner« sei aber auch für Bürger und die regionale Wirtschaft als Mitarbeitergeschenk interessant, denn die Einlösung sei nicht auf bestimmte Sortimente beschränkt.

Viele besondere Aktionen könne man mit der Regionalwerbung durchführen. Zum Beispiel schenke das Hotel Freigeist jedem Übernachtungsgast, der eines der Arrangements buche, ein Exemplar.

Der »Einbecker Zehner« soll als lokale Währung Kunden und Kaufkraft in Einbeck binden und das Standortbewusstsein fördern, erklärte Geldmacher. Als Vorreiter diene der »Wieselburger 10er«. Die Einbecker berieten sich mit Vertretern der österreichischen Partnerstadt und entwickelten ihre Version. Dort wurde der »Zehner« 2011 eingeführt, 90.000 Exemplare wurden schon ausgegeben.

Sicherheitsaspekte spielten ebenfalls eine Rolle, erläuterte der Geschäftsführer von Einbeck Marketing. Neben einem Silberstreifen – wie ihn auch das Wieselburger Pendant habe – verfüge der »Einbecker Zehner« zudem über Wasserzeichen und die drei Einbecker Türme in UV-Druck. Damit sei er fälschungssicher. Die »Zehner« zeigen zudem das Einbecker Rathaus und den Eulenspiegel-Brunnen und seien in markanter roter Farbe gehalten. In den kommenden Jahren will man 20.000 Exemplare verkaufen, Gültigkeit habe die erste Version der Regionalwährung bis 2021. Bei Erfolg – von dem man ausgehe – sollen weitere Editionen folgen.

Begleitet wird die Einführung von Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK). Sie geben Tipps, Anregungen und Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung.

Bei jeder teilnehmenden Annahmestelle, gekennzeichnet mit Aufklebern, könne man den »Zehner« gegen Produkte oder Dienstleistungen eintauschen. Die Handhabung erfolge wie mit einem normalen Euro-Geldschein. Es sei lediglich darauf zu achten, so Geldmacher, dass die Regionalwährung nicht beschädigt werde. Die Seriennummer müsse klar erkennbar bleiben, da sonst eine Einlösung bei der Sparkasse Einbeck oder bei der Volksbank eG Einbeck nicht mehr möglich sei.

Der »Zehner« stelle eine gute Möglichkeit dar, Kaufkraft in der Stadt zu binden und Einbeck weiter zu stärken, sagte Stefan Beumer von der Sparkasse Einbeck. Ziel sei, die Regionalwährung als gängiges Zahlungsmittel zu etablieren. Michael Pankalla von der Volksbank Einbeck sagte, dass man mit dem »Zehner« die Kaufkraftausrichtung regionalisieren könnte, dass sei gut für Einbeck und die Region. Zusammen mit Matthias Henne von der Sparkasse hat er die Aus- und Rückgabeprozesse gestaltet, die leicht, aber sich handhabar seien.

Heidrun Hoffmann-Taufall lobte die Einführung der Regionalwährung, die nicht nur Kaufkraft stärke und binde, sondern auch überregionale Werbung für Einbeck bringe. Die schnelle Realisierung des Projektes lobte Frithjof Look, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung bei der Stadt Einbeck, wie auch Walter Schmalzried, der vom Erfolg des neuen Einbecker Gutscheinsystems samt kommunikativer und werblicher Aspekte überzeugt war.

Auf den Beginn am Montag, 19. März, freuen sich alle Beteiligten, wenn der »Einbecker Zehner«, die Regionalwährung für die Bier- und Fachwerkstadt, startet.mru

Schüler politisch weiter einbinden