Erhebliche Behinderungen zu erwarten

Zwei Kundgebungen und Demonstrationszüge in Einbeck

Thomas Papenberg, Niklas Fuchs und Thomas Eggers (von links) weisen auf Verkehrsbeschränkungen im Zusammenhang mit den beiden Kundgebungen am kommenden Sonnabend, 14. September, hin.

Einbeck. Zwei größere Kundgebungen finden am Sonnabend, 14. September, zwischen 13 und 18 Uhr in Einbeck statt, beide jeweils in Verbindung mit einer Demonstration. Ab 13 Uhr startet das Bündnis »Einbeck ist bunt« vor dem Neuen Rathaus. Für 14 Uhr sind eine Kundgebung und ein Aufzug, die dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet werden, von einer Privatperson angemeldet worden. Polizei und Ordnungsbehörden bereiten sich auf die Einsätze vor, und sie machen bereits im Vorfeld auf umfangreiche Behinderungen und Straßensperrungen aufmerksam.

Durch die beiden Kundgebungen werde es zu nicht unerheblichen Beeinträchtigungen der Verkehrsabläufe in Einbeck kommen, hieß es dazu. Das gelte sowohl für den Straßenverkehr, aber auch fußläufige Verbindungen werden unterbrochen und für viele Stellen Haltverbote angeordnet. Diverse Straßen, so Thomas Eggers, Sachgebietsleiter Sicherheit und Ordnung, werde man schließen.

Betroffen sind Altendorfer Straße, Bäckerwall, Ball-Ricco-Straße, Dr.-Friedrich-Uhde-Straße, Hullerser Straße, Köppenweg, Lange Brücke, Langer Wall, Marktplatz, Marktstraße, Maschenstraße, Möncheplatz, Neuer Markt, Ostertor, Rabbethgestraße, Rosental, ­Teichenweg, Tiedexer Straße und Tiedexer Tor. Haltverbote gibt es ab 12 Uhr auf dem Möncheplatz, ab 13 Uhr auf dem Rosental, ab 13 Uhr in der Altendorfer und der Hullerser Straße und ab 11 Uhr am Tiedexer Tor.

Bereits ab Sonnabendvormittag wird der Parkplatz gegenüber des Neuen Rathauses gesperrt; der Park-and-Ride-Platz Richtung Bahnhof soll schon ab Freitagmorgen nicht mehr zugänglich sein. Auch die Einbecker Orts­durchfahrt wird davon betroffen, es erfolgt eine innerörtliche Umleitung zwischen Walkemühlenweg und Bismarckstraße/Altendorfer Tor. Im Busverkehr werden ebenfalls Störungen auf­treten.

Im Rahmen der Vorbereitungen des Einsatzes macht die Polizei darauf aufmerksam, dass schon ab 10.30 Uhr Straßen nicht oder nur noch beschränkt passierbar sind. Niklas Fuchs, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Northeim und am Sonnabend auch der Einsatzleiter, stellt fest, dass das Grundrecht auf ­Versammlungsfreiheit für beide Aufzüge gelte. Die Polizeiinspektion bereite sich intensiv vor, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Sie werde »in angemessener Stärke« vor Ort präsent sein, und er rechne damit, dass der Einsatz auch bis in die späten Nachmittags­stunden dauern wird.

Beide Züge werden sich durch die Stadt bewegen. Dass die Innenstadt betroffen sei, stelle logistisch und taktisch eine große Herausforderung dar, so Niklas Fuchs. Die Einsatzkräfte kommen aus der Polizeiinspektion Northeim, aus der Landesbereitschaftspolizei und von der Zentralen Polizeidirektion. Zusätzlich wird es wieder Experten für Konfliktma­nagement geben, die besonders gekennzeichnet sind. Bei der ­Demonstration von »Einbeck ist bunt« im Mai habe man damit gute Erfahrungen gemacht.

Bei einer Prognose zu den Teilnehmerzahlen gehen Niklas Fuchs und Thomas Papenberg, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes beim Polizeikommissariat Einbeck, davon aus, dass es bei »Einbeck ist bunt«, wie vor einigen Monaten, wieder 500 bis 600 werden könnten.

Sie weisen weiter darauf hin, dass die Polizei Straftaten während der Demonstration ver­folgen müsse. Entsprechend hoffen sie, dass es friedlich und im Rahmen der gesetzlichen Grenzen zugehen wird.

Für die Einbecker haben Polizei und Ordnungsdienst den Tipp, Besorgungen möglichst schon am frühen Sonnabendvormittag oder bereits am Freitag zu erledigen – ab Sonnabendmittag könnte es wegen der Straßensperrungen schwierig werden, ans Ziel zu kommen.ek

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