Gemeinsam etwas fürs Weihnachtsdorf tun

Einbeck Marketing startet Crowdfunding für Laser- und Beamshow am ersten Advent | Spenden im August

Bei der Lasershow 2012 (Hintergrundbild) ging es zum Nordpol. Für dieses Jahr versprechen Florian Geldmacher und Freya Pietsch von Einbeck Marketing ein noch spektakuläreres Programm am ersten Adventssonntag - finanziert über Crowdfunding.

Einbeck. Einbeck Marketing möchte im Weihnachtsdorf in diesem Jahr etwas Neues bieten beziehungsweise eine ältere Idee neu beleben: Am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, soll auf dem Marktplatz eine Laser- und Beamshow gezeigt werden. Dazu geht Einbeck Marketing bei der Finanzierung neue Wege: Auf der Basis von Crowdfunding soll die erforderliche Summe gesammelt werden. Unterstützung gibt es für die Plattform startnext.com über den »Ideenbeweger« der Privaten Fachhochschule Göttingen (PFH). Start ist am 1. August.

Noch ist es hochsommerlich, aber Weihnachten kommt bestimmt – und damit sind Überlegungen, wie man die Adventszeit in Einbeck gestalten könnte, keineswegs zu früh. »Wir wollen die Idee Crowdfunding auch in Einbeck nutzen«, kündigt Einbeck-Marketing-Geschäftsführer Flo­rian Geldmacher an. Sie soll eingesetzt werden für ein Extra beim Einbecker Weihnachtsdorf: eine Laser- und Beamshow. Sie soll am ersten Adventssonntag ein Höhepunkt des Programms im Weihnachtsdorf sein, das vom 27. November bis zum 29. Dezember geöffnet ist.

»Ideenbeweger« ist die Crowdfunding-Plattform zur alternativen Finanzierung von innovativen, kreativen und sozialen Projektvorhaben in Südniedersachsen. Betrieben wird sie vom ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH Göttingen. Es gibt eine enge Verknüpfung zur kostenlosen Crowdfunding-Beratung des Süd­niedersachsen-Innovations-Campus (SNIC) und zu weiteren Angeboten. Auf www.startnext.com/einbeck kann man das Projekt kennenlernen.

Eine Lasershow habe es im Weihnachtsdorf vor einigen Jahren schon einmal gegeben, erinnern Florian Geldmacher und Freya Pietsch, Referentin für Unternehmenskommunikation bei Einbeck Marketing. Inzwischen sei die Technik aber deutlich weiter, so dass ein noch spektakulärerer Auftritt zu erwarten sei. Auf der Suche nach Neuem für Einbeck sowie nach Sponsoren sei man zur Überzeugung gelangt, dass Crowdfunding auch regional funktionieren könne. Dabei seien nicht nur Unternehmen als Unterstützer gefragt, sondern jeder könne sich beteiligen. Die »Ideenbeweger« setzen in diesem Jahr einen kulturellen Schwerpunkt.

Die Aktion läuft vom 1. bis 31. August, und es gilt das Motto »Alles oder nichts«. Entweder, so Florian Geldmacher, bekomme man die benötigte Summe zusammen - oder eben nicht, und dann könne man auch die Lasershow nicht zeigen. Sollte das finanzielle Ziel dagegen vorzeitig erreicht werden, könnte man noch Unterstützung für ein zweites Ziel einwerben.

Der finanzielle Rahmen liegt bei 6.900 Euro für die Show und für das Dankeschön, das die Spender, abhängig von ihren Zuwendungen, erwarten können: Mit Spenden ab fünf Euro ist man dabei. Zunächst wird dafür »gutes Karma« in Aussicht gestellt. Je nach Höhe der Spende gibt es Freibier, Handwärmer, Eulenfest-T-Shirts oder -Hoodies, eine Stunde auf der Stockbahn und in der Einkehrhütte auf dem Weihnachtsmarkt, eine Einbecker Kiste, ein Selfie mit dem Weihnachtsmann, Schlemmergutscheine, eine Glühweinführung oder sogar den eigenen Namen auf der Bühne im Weihnachtsdorf. Das Ziel muss bis zum 30. August um 23.59 Uhr erreicht sein. – dann kann die Laser- und Beamshow am 1. Dezember zwischen 17 und 20 Uhr starten. Sie soll zehn bis zwölf Minuten lang sein und während des Abends mehrfach präsentiert werden. Einbinden will man auch lokale Musikgruppen.

»Einen Plan B gibt es noch nicht, sollte das Vorhaben nicht zustande kommen«, berichten Florian Geldmacher und Freyer Pietsch. Die Spender seien auf der sicheren Seite, betonen sie, denn der Beitrag wird erst eingezogen, wenn das Projekt tatsächlich laufen kann. Wichtig bei Crowdfunding sei, dass man dafür richtig »trommeln« müsse, aber Einbeck Marketing habe die Kapazitäten dafür. Es sei zwar derzeit noch eine Aktion mit offenem Ausgang, aber man wolle das einmal ausprobieren, berichtet Freya Pietsch.

Öffentliche Veranstaltungen würden immer teurer, etwa durch steigende Sicherheitsanforderungen. Steigende Kosten könnten weniger durch Finanzsponsoring und Standgelder ausgeglichen werden – somit müsse deshalb bei besonderen Attraktionen eingespart werden.

Die Besucher könnten sich auf einen schöne Show freuen, die den gesamten Marktplatz ausfüllen werde, und sie hätten Gelegenheit, sich an »ihrem« Weihnachtsdorf zu beteiligen. Die Geschenke, sind beide überzeugt, seien möglicherweise ein zusätzlicher Anreiz, sich zu beteiligen, wobei man in der Spendensumme frei sei.ek