Geschichten vom Meer und anderswo

Folke Lindenblatt erzählt in ihren Bildern und Holzskulpturen Geschichten vom Meer und von Reisen zu anderen Orten.

Einbeck. Wogende Wellen, sich im Wasser spiegelnde Häuser und durchs Bild hüpfende Kängurus - Folke Lindenblatt erzählt in ihren Bildern und Holzskulpturen Geschichten vom Meer und von Reisen zu anderen Orten. Es gibt in Streifen angelegte Bilder, die wie Reisetagebücher wirken, farbige Notizen vom Spülsaum der Meere, die der Faszination des Details gewidmet sind, immer wieder unterbrochen und strukturiert durch geheimnisvolle Zeichen und Muster.

In kräftigen, klaren Farben lädt uns die Künstlerin aus Bösinghausen ein die Welt durch ihre Augen zu sehen: »Bewusstes Sehen öffnet das Tor zur Welt der Farben und Formen, seit ich dieses Tor durchschritten habe, bin ich eine glückliche Gefangene jener Welt: Ich muss malen.«

In der Serie »Reisetagebücher« setzt die Malerin Impressionen und Gefühle, die ein Land oder ein Ort bei ihr hinterlassen haben in Aquarell-Mischtechnik auf Papier und Leinwand künstlerisch um. Geschichten werden unter anderem aus Norwegen, Australien, Neuseeland, Schottland, Island oder Shanghai erzählt. Besonders ist, dass die einzelnen Sequenzen untereinander angeordnet sind, fast wie in kleinen Filmstreifen.

Strukturiert werden sie durch landestypisch vorhandene Muster und Zeichen, aber auch durch Formen, die sie selbst erarbeitet, bei der Betrachtung von Dächern, Siedlungen, Steinen, den Wellen oder der Natur. Das Folke Lindenblatt seit langen Jahren als naturwissenschaftliche Illustratorin arbeitet, kann man unschwer in ihren Bilder von Quallen und anderen Meeresbewohnern erkennen.

Vor einem dunklen Hintergrund arbeitet sie die Ästhetik der Unterwasserkreaturen in brillanten Farben heraus. In dem gleichen Farbraum sind auch Bilder von sich brechende Wellen angelegt. Die Leinwandfläche ist aber nicht ausreichend, um die Kreativität und Schaffenskraft von Folke Lindenblatt zu genügen. In weiteren Arbeiten verlässt sie die klassische Tafelbildebene und erobert den dreidimensionalen Raum.

Holzhohlkörper, die im Raum hängen korrespondieren mit den Bildern aus der Serie »Reisetagebücher« und kleine bemalte Holzskulpturen aus Lindenholz vertiefen die »Geschichten vom Meer«. In ihren Arbeiten bedient sich die Künstlerin versiert aus der Klaviatur künstlerischer Techniken: Aquarell, Graphit, Ölkreide, Linoldruckfarbe, chinesische Tusche, Pigmentpulver, Vergolderwachs, Kohle, Guache usw.

Folke Lindenblatt ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (BBK Göttingen), Vorstandsmitglied von KulturRad e.V. und Organisatorin der »Offenen Ateliers im Göttinger Land«. Zu der Ausstellungseröffnung am Sonnabend, 16. Februar, ab 11 Uhr sind interessierte Besucher willkommen. Im Gespräch wird die Künstlerin Gabriele Schaffartzik versuchen einzelne Aspekte der Bilder-und Gedankenwelt von Folke Lindenblatt zu vertiefen.

Die Ausstellung ist bis zum 23. März in den Ausstellungsräumen in der Knochenhauerstraße 7 zu sehen. Geöffnet ist jeden Freitag von 16 bis 18 sowie jeden Sonnabend von11 bis 13 Uhr. Die Künstlerin wird am Freitag 8. März, am Sonnabend, 9. März und am Sonnabend, 23. März, anwesend sein. Am Sonntag, 17. März, bietet das Kunsthaus im Rahmen der »Kunst am Sonntag« eine Sonderöffnung in der Zeit von 15 bis 17 Uhr an.oh

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