GfE: Nicht übereilt Fakten schaffen
Investor zeigt Interesse, aber Ratsmehrheit will Neustädter Kirchplatz umgestalten
Einbeck. Hintergrund der Kritik der Wählergemeinschaft ist das aktuelle Interesse eines Investors am Neustädter Kirchplatz. Anfang Mai hatte die SEPA Projekt- und Entwicklungsgesellschaft mbH auf Einladung der Werbegemeinschaft im »Panorama« ein Entwicklungsprojekt zur Ansiedlung weiterer Einzelhandelsbetriebe in der Innenstadt vorgestellt. Die Gesellschaft hatte sich auf Drängen von Stadt und Ratsmehrheit bislang ausschließlich auf den Möncheplatz konzentriert. Projektentwickler Matthias Feldick machte aber im Lauf des Abends deutlich, dass ein derartiges Projekt auf dem Neustädter Kirchplatz wesentlich besser zu realisieren beziehungsweise zu vermarkten sei: Die Anbindung an eine Durchgangsstraße bringe eine höhere Aufmerksamkeit mit sich, und die Parkplatz- und Verkehrssituation stelle sich ebenfalls besser dar. Die gut zwei Dutzend Anwesenden befürworteten spontan ein Projekt auf dem Neustädter Kirchplatz, woraufhin sich die SEPA in der Sache nochmals offiziell an die Stadt wandte.
Zurzeit arbeiten die Fachgruppen der GfE intensiv am Wahlprogramm der Wählergemeinschaft für die Kommunalwahl am Sonntag, 11. September. Die GfE-Fachgruppe Stadtentwicklung & Bau hat sich eingehend mit dem Thema befasst und empfiehlt dem Rat und der Stadt, dringend von dem geplanten Vorhaben Abstand zu nehmen und zuvor die Ansiedlungsüberlegungen der Firma SEPA auf dem Neustädter Kirchplatz umfassend zu prüfen sowie die Öffentlichkeit über das Ergebnis der Prüfung zu unterrichten.
Fachgruppe und GfE-Vorstand unterstützen das Vorhaben der SEPA auf dem Neustädter Kirchplatz ausdrücklich. Das anliegende Parkhaus, das heute kaum ausgelastet sei, sollte in das Konzept einbezogen werden. Möglicherweise sei der Eigentümer des Parkhauses, die Stadtwerke Einbeck, daran interessiert, dieses an den Investor zu veräußern. Der Erlös könnte in geeignete Maßnahmen zur Förderung der Innenstadt fließen, ebenso wie die nicht benötigten Mittel für die Umgestaltung des Platzes, die man im Haushalt zurückstellen könnte.
Auf keinen Fall sollte gegenwärtig Geld aufgenommen werden, um eine Maßnahme zu finanzieren, die morgen schon wieder abgerissen werden müsste, weil ein Investor bauen wolle, heißt es von Seiten der GfE.oh