Hegering räumt nach Vatertag in der Natur auf

Einbeck. Eigentlich ist Christi Himmelfahrt dazu da, die Arbeit ruhen zu lassen. Landläufig aber hat sich der Feiertag zum »Vatertag« oder »Männertag« gewandelt. Überall im Land ziehen dann Männer mit Bollerwagen, Bier und Spirituosen über Feld- und Waldwege und lassen es sich gut gehen. Die Nachwirkungen des Männertages sieht man dieser Tage in den Jagdrevieren: Dosen und Verpackungen sind achtlos weggeworfen oder Flaschen zerschlagen.

»Müll an Feld- und Waldwegen verschandelt nicht nur die Landschaft, sondern birgt auch Gefahren für Tiere und Umwelt.« Darauf macht der Hegering III der Jägerschaft Einbeck aufmerksam. »Zerschlagene Flaschen bergen nicht nur für Wildtiere ein großes Verletzungsrisiko, auch Hunde können sich beim Spaziergang die Pfoten aufschneiden«, warnt Hegeringleiter Hartmut Henne.

Um Abhilfe zu schaffen, haben Jäger des Hegerings und deren Familien in vielen Revieren den von Vatertags-Wanderern liegen gelassenen Müll eingesammelt. »Welche Gefahren der Müll für Tiere bedeutet, ist den meisten Menschen gar nicht bewusst«, meint Hartmut Henne, und er weist darauf hin, dass selbst einfache Plastikfolie zur tödlichen Falle werden kann: »Wenn Vögel sie als Nistmaterial verwenden, staut die wasserdichte Folie Regenwasser im Nest, so dass die Küken nass werden und an Unterkühlung sterben oder ertrinken.«

Selbst vergleichsweise harmlos erscheinende Tetra-Packs aus Pappe können fatale Folgen haben, denn die darin befindlichen Getränkereste werden für viele Kleinlebewesen zur Todesfalle – sie gehen buchstäblich in den Behältern unter. Wichtig sei es deshalb Verständnis zu wecken. »Wenn wir Erholungssuchende beim Picknick oder an einem Waldrand treffen, suchen wir das Gespräch«, berichtet der Hegeringleiter. »In der Regel reagieren die meisten Menschen dann mit Verständnis, und der Abfall wird mit­genommen statt in die Natur geworfen.«oh

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