Hingucker für Einbecker und Touristen

Weitere Stromkästen im Stadtgebiet mit historischen Motiven verschönert

Das Café Schick an der Ecke Knochenhauerstraße/Hallenplan ist auf dem Stromkasten zu sehen, den hier Manfred Thiele, jetzt zuständig für die Verschönerung der Kästen, Dietlind und Helmut Ostermann als Paten, der Vorsitzende der Bürgerinitiative »Sch(l)aufenster«, Hans-Jürgen Kettler, und Malermeister Peter Zieseniß (von links) vorstellen.

Sie verschönern die Stadt, sind ein Hingucker und zugleich eine historische Erin­nerung: die mit alten Einbeck-Ansichten beklebten Stromkästen. Zwei neue sind jetzt dazu gekommen. Zugleich ändert sich etwas in der Zuständigkeit innerhalb der Bürgerinitiative »Sch(l)aufenster«.

Einbeck. Hans-Jürgen Kettler hat sich als Vorsitzender der »Sch(l)aufenster« mit weiteren Helfern bislang auch um die Verschönerung der Stromkästen gekümmert; nun hat Manfred Thiele diese Aufgabe als Ansprechpartner übernommen. Kettler wird ihn aber weiterhin unterstützen. Es kam ihm jedoch darauf an, diese Aufgabe auf mehr Schultern zu verteilen.

In der Knochenhauerstraße steht einer der beiden neu beklebten Kästen, direkt vor dem Haus der Familie Ostermann. Helmut und Dietlind Ostermann haben die Patenschaft übernommen, und sie haben auch das Foto zur Verfügung gestellt. Zu sehen ist das Café Schick an der Ecke Hallenplan/Knochenhauerstraße.

Seit Anfang der 50er Jahre wurden an der Ecke, wo sich heute das Einbecker Kinder- und Familienservicebüro befindet, in der Eiskonditorei Kaffee, Kuchen und Eis serviert. Obwohl schwarz-weiß, lässt das Bild erahnen, wie schön der Blumenschmuck an der Fassade und insbesondere an der kleinen Einfassung ausgesehen haben mag. Als Kind, erinnert sich Dietlind Ostermann, gab es für sie dort auch ein Eis: eine Kugel in der Waffel, vermutlich für einen Groschen. Rechts daneben, dort ist heute »Time & Design«, ist ein Schaufenster von Hermann Griebe mit Textilien zu erkennen.

Der andere neue Kasten befindet sich an der Ecke Schützenstraße/Schotteliusstraße. Die Patenschaft soll hier nicht genannt werden; Manfred Thiele betont aber, dass er sich über sehr hilfsbereite Unterstützung freuen konnte. Hier ist die Goetheschule auf einem Luftbild von etwa 1965 zu sehen. Aufgenommen wurde es vom Hamburger Aero Lloyd. Es stammt aus dem Archiv des Stadtmuseums. Die Perspektive zeigt Portal und Südseite des Gymnasiums, den davor liegenden, heute etwas umgestalteten Kreuzungsbereich und die angrenzende Bebauung.

Insgesamt 34 Stromkästen sind bereits mit historischen Einbecker Ansichten beklebt und somit verschönert worden. »Das kommt hervorragend an«, berichtet Hans-Jürgen Kettler. »Sowohl die Einbecker Bürger als auch Touristen finden das richtig gut.« In diesem Zusammenhang dankt er sowohl den Stadtwerken für die Unterstützung und Vorarbeit als auch Malermeister Peter Zieseniß und der Firma Grass Lack und Schrift. Während der Malerfachbetrieb die Kästen vorbereitet und einheitlich gestrichen hat, war Sandra Grass mit ihrem Team für die Herstellung der Fotos beziehungsweise Beklebung der Kästen zuständig. Das sei, schwärmen Manfred Thiele und Hans-Jürgen Kettler, in beiden Fällen sehr gut gelungen, einschließlich der dezenten Platzierung der Verschlüsse der Kästen. Erledigt werde das, und dafür gab es ein weiteres Lob, zum Selbstkostenpreis.

Zwei weitere Kästen sind bereits vorbereitet, insgesamt zehn für dieses Jahr genehmigt, erläutert Manfred Thiele. Sie stehen unter anderem in Salzderhelden und Kreiensen. Wichtig, da ist er mit Hans-Jürgen Kettler einig, sei es immer, die passenden Fotos zu finden, die einen Bezug zur unmittelbaren Umgebung hätten – das mache die Dekoration authentisch. Gesucht sind deshalb sowohl entsprechende Foto-Schätze, die noch in Einbecker Alben schlummern, als auch Unterstützer dieser Aktion.ek

Comic-Zeichner Seehagen spendet für Tafel

Gesundheit vs. Gesundheit