Die Natur als Lehrmeister

Landfrauen installieren Hochbeete an Schulen, in KiTas und Altenheimen

Das Hochbeet an der Grundschule »Auf dem Berge« wurde von den Kindern der AG mit Baum- und Strauchschnitt, Kompost und Erde befüllt.

Einbeck. »Vom Beet in den Mund« heißt es zukünftig in der Grundschule in Wenzen. Die Schüler dürfen sich über ein neues Hochbeet freuen. Zu verdanken haben sie das dem Einsatz der Landfrauen im Altkreis Einbeck. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung sagte der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen 9.960 Euro für ein Projekt zu, das Kinder und Senioren dazu bewegt, eigene Lebensmittel anzubauen und Pflanzen mit einem besonderen Wert für Insekten anzupflanzen.

Gemeinsam mit dem Einbecker und Northeimer Landfrauen bietet das LEB-Regionalbüro Südniedersachsen (LEB) Kindertagesstätten und Einrichtungen der Altenpflege Hochbeete an. Viele ältere Menschen, die das Gärtnern noch aus früheren Tagen kennen, werden Spaß am Bepflanzen der Hochbeete, dem Ernten und der Zubereitung frischer Speisen haben. Auch Kinder mögen es, zu säen und zu pflanzen und durch die eigene Arbeit erkennen sie den Wert der Nahrungsmittel und lernen die Zubereitung gesunder Lebensmittel aus dem selbst angebauten Gemüse.

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten liegen im Trend, obwohl die Nutzgärten rückläufig sind. Eine Alternative ist das Hochbeet, um auf kleinstem Raum Gemüse anzubauen und zu ernten. Wie Ingeborg Cramm, Vorsitzende des Kreisverbandes des Landfrauenvereins Einbeck, erklärte, werden in den nächsten Wochen 40 solcher Hochbeete im Einbecker und Northeimer Bereich - 22 davon im Einbecker Gebiet - installiert.

Natur ist der beste Lehrmeister, und so sollen die Kinder mit dem Hochbeet ans Gärtnern herangeführt werden. Die Hochbeete werden von der Harz-Weser-Werkstatt in Dassel gebaut. In den nächsten Wochen werden die Hochbeete mit Unterstützung der Landfrauen aufgebaut, die das Projekt weiterhin begleiten mit ihrem Wissen über Anbau, Pflege und Zubereitung der angebauten Nutzpflanzen.

Irene Strohmeyer, zweite Vorsitzende vom Kreisverband, hat für den Transport des Hochbeets nach Wenzen gesorgt. Die Landfrauen freuen sich auch über die Nachhaltigkeit des Projektes, die Harz-Weser-Werkstätten über Nachfolgeaufträge. Den Landfrauen sei es wichtig, im ländlichen Raum alle Interessensgruppen zu vertreten, so Cramm weiter. Eine Fortbildung zum Thema »Hochbeet« hat Christina Helmke bereits absolviert.

Sie weiß, wie es befüllt wird und welche Pflanzen sich am besten eignen. Im Rahmen ihrer AG-Gruppe im Ganztagsbereich wird sie sich mit den Schülern um das zwei mal einen Meter große Hochbeet kümmern. Erste Pflanzen wie Radieschen, Möhren, Tomaten, Erbsen oder Kohlrabi wurden bereits vorgezogen. Das Beet wurde mit Stöckern, Kompost und guter Erde befüllt, und nun können die Pflanzen gesetzt werden.

Schulleiterin Margarete Voges freute sich, dass das geerntete Gemüse dann auch in der Koch-AG verwertet werden kann. Und die Bingo-Umweltstiftung misst dem Projekt einen besonderen Wert zu, weil das Wissen über den Anbau von Nutzpflanzen im eigenen Garten damit nicht verloren geht, ebenso wie die Kenntnisse über die heimischen Pflanzenarten, die als Lebensgrundlage für die heimischen Tiere dienen.sts

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