450 Freiwillige putzen

68 Säcke voller Müll bei diesjähriger »Einbeck putzt sich«-Aktion gesammelt

Einbeck. Die Stadt ist wieder ein bisschen sauberer geworden. Bei der diesjährigen »Einbeck putzt sich«-Aktion haben etwa 450 freiwillige Helfer 68 Säcke voller Müll gesammelt. Mit dabei waren BBS, Pestalozzischule, Löns-Realschule, IGS, die Goetheschule, Geschwister-Scholl-Schule, Waldkindergarten sowie das Ehepaar Wünsche und Werner Haase-Wessel als privat Engagierte.

Trotz des regnerischen Wetters waren die einzelnen Gruppen unermüdlich im Einsatz. Die Waldzwerge des Kindergartens Pusteblume hatten dabei eine besonders »schwere« Aufgabe: »Die ganzen Flaschen, die wir gesammelt haben, wiegen schon einiges«, sagt Erzieherin Melanie Effenberger. Mehr als 50 Wodka- und Sektflaschen, ein Kochtopf, Schläuche, Plastiktüten und anderer Unrat wurde von den tüchtigen Helfern auf der Hube gesammelt.

Die Ilmeschule vom Pädagogisch-Therapeutischen Förderzentrum in Einbeck war im Nahbereich der Schule, im Stukenbrok-Park und auf dem Messeparkplatz am Köppenweg aktiv. »Wir haben ganz viel Zigarettenschnipsel gefunden, aber auch richtig eklige Sachen wie vermodertes Brot«, berichtet Jutta Krügel von der Tagesbildungsstätte.

Bereits am Mittwoch haben Schüler der Berufsbildenden Schulen Einbeck (BBS) zu Müllzange, Eimern und Plastiksäcken gegriffen und weite Teile des Stadtgebiets von Abfall befreit. Etwa 30 Teilnehmer – aus einer Pflegeklasse und aus einer Klasse für kaufmännische Assistenten – haben zusammen rund 20 Müllsäcke gefüllt. Ein großer Koffer war ebenso unter den »Fundstücken« wie eine Radkappe, unzählige Flaschen, Papier oder sonstige Abfälle.

»Wo die Leute überall Müll hinschmeißen ...«, wunderten sich die Jugendlichen beim Abschlusstreffen mit Lehrer Peter Ermoneit und dem Organisator von »Einbeck putzt sich«, Klaus Weinreis. Anschließend wurden die Säcke vom Kommunalen Bauhof entsorgt.

Fast vier Stunden waren die Jugendlichen zuvor mit FSJler Florian Knust unterwegs. Vor allem die Ränder der Kernstadt haben sie sich dabei vorgenommen, aber auch einige Parkanlagen. Auffällig war hier: Viele der orangefarbenen »Hundetüten« landen nicht in, sondern neben den Papierkörben. Richtig fündig geworden sind die Kleingruppen auch an den Hängen in der Nähe des Krankenhauses sowie am Ortsausgang Einbeck Richtung Rotenkirchen und Pinkler. »Man merkt übrigens, dass die Aktion im vergangenen Herbst ausgefallen ist«, stellte Peter Ermoneit fest, da habe sich eine Menge Müll angesammelt. Das Dankeschön des Organisators, Fassbrause für alle, wird bei einem gemeinsamen Grillen getrunken.

Unterm Strich war die Ladefläche des Fahrzeugs vom Kommunalen Bauhof mit blauen Säcken gefüllt, dessen Inhalt nun dank der Helfer nicht mehr das Stadtbild verschandelt. Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek zeigte sich indes begeistert vom Engagement der Unterstützer und freut sich, dass auch in diesem Jahr die Aktion ein voller Erfolg war.ek/kw

Bei Wind und Wetter

Schutz der Einsatzkräfte verbessern

190 Jahre Brillen-Schwerin