Investitionen strecken

Lehrschwimmbecken der Geschwister-Scholl-Schule: Förderverein gründen

Einbeck. Das 1964 gebaute Bad ist in die Jahre gekommen. Notwendig sei sicherlich die Erneuerung von Fenstern, Filter-, Umluft- und Sanitäranlagen sowie Umkleiden, hieß es.

Das Lehrschwimmbecken sei aufgrund seiner Größe und durch den Hubboden für das Erlernen des Schwimmens besonders gut geeignet, da sind sich Lehrer, Eltern und Vereinsvertreter einig. Anja Sehlen, Fachlehrerin an der Geschwister-Scholl-Schule, erklärte, dass mindestens 95 Prozent der Schüler die Schule mit dem Schwimmabzeichen in Bronze verlassen würden. Gerade auf für Kinder mit Migrationshintergrund sei es möglich, im frühen Kindesalter das Schwimmen hier zu erlernen, ergänzte Schulleiterin Petra Bayer. Nicht zuletzt ist die Scholl-Schule bis 2018 auch Schwerpunktschule für Inklusion. Im Rahmen der Ganztagsbetreuung eröffne das Becken den Kindern zudem die Möglichkeit, schwimmen zu gehen. Und wenn Kinder im Schulbetrieb das Schwimmen erlernten, sei das zugleich familienfreundlich, weil es die ­Familien damit entlaste, führte die Schulleiterin an.

Als Vereinsvertreter machte Arne Radtke-Delacor für den SC »Hellas« darauf aufmerksam, dass hier auch Kinder mit Handicap eine gute Trainingsstätte hätten. Frank Thiemann erklärte für die DLRG, dass das Becken gut für Erwachsene genutzt werden könnte, die in diesem kleinen Rahmen leichter das Schwimmen lernen könnten. Im Hallenbad sei das schwieriger.

Die Eltern führten zudem noch an, dass das ­Becken vor Ort sei, Transportwege damit nicht anfallen würden. Das Lehrschwimmbecken sei einfach »optimal«, das Hallenbad keine Alter­native.

Vertreter von FDP, CDU und Grünen hörten sich die Argumente an und suchten gemeinsam mit den Verfechtern des Bades nach einer Lösung. Die Gründung eines Fördervereins für das ­Lehrschwimmbecken wäre ein gutes Signal, meinten sie. Nachdenken könne man auch über ­Eintrittsgebühren oder einen mehrstufigen Sanierungsplan, der die Investitionskosten auf mehrere Jahre streckt. Man wolle sich stark machen, dass das Schwimmbad erhalten bleibe, fasste Christian Grascha, FDP, zusammen. Allerdings haben CDU, FDP und Grüne im Rat der Stadt Einbeck keine Mehrheit. Nun gilt es, einen gangbaren Weg für das Bad zu finden und weitere Politiker davon zu überzeugen.sts

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