»Junge Bühnenstürmer« spielten Krösus-Sage nach

Einbeck. Gold allein macht nicht glücklich: Diese Botschaft vermittelten die »Jungen Bühnenstürmer« bei ihrer Aufführung von »Krösus oder The golden King« im »Rheinischen Hof« in Einbeck. Diese Erkenntnis will die Figur Piet allerdings nicht teilen und blickt neidisch auf seine Mitschüler, die sich die neuesten Handys und Kleider kaufen können. Von seinen Klassenkameraden ausgegrenzt, wünscht er sich, so reich zu sein wie der sagenhafte König Krösus, in dessen Geschichte er hineintaucht. Darin gelingt es dem König die Gunst des Weingottes Dionysos zu erlangen, der ihm im Gegenzug einen Wunsch gewährt.

So entscheidet er sich dafür, dass alles was er anfasst, zu Gold verwandelt werden soll. Schnell zeigt sich allerdings die Kehrseite seines Wunsches: mittlerweile kann er nicht mal mehr von der Hand in den Mund leben – alles wird zu Gold. Selbst seine Frau Lydia und die hübsche Göttin Aphrodite verwandelt er in das glänzende Edelmetall. Da spöttelt selbst das Volk über Krösus: »Da sind wir lieber arm und leben bescheiden.« Gebeutelt und einsichtig wendet er sich an Dionysos, der ihm die Chance gibt, sich in einem Fluss reinzuwaschen.

In ihrem zweiten Projekt überzeugten die zehn- bis 15-jährigen Schauspieler mit viel Witz und einer angenehmen Leichtigkeit. Das Stück wurde vom achtköpfigen Ensemble im Rahmen eines Theaterkurses entwickelt und unter Leitung von Bernd Klaus Jerofke und Conny Anders auf die Bühne gebracht. Mitgespielt haben Daniela Armbrecht, Lars Bothe, Dariana Hausmann, Jessy Kasper, Lena Möller, Juliane Panknin, Hannah Raatz und Amelie Seidel. thp

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