Kundgebung abgesagt, trotzdem Streik

Einbeck. Eigentlich sollte gestern eine große Kundgebung in Einbeck stattfinden – die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wollte im Rahmen der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst auf ihre Forderungen und Erwartungen aufmerksam machen. Da aber der Landkreis Northeim mittlerweile als Corona-Hotspot eingestuft ist, wurde die Kundgebung kurzfristig abgesagt. Der Streik fand aber statt.

Die Beschäftigten wurden angehalten zu Hause zu bleiben und dort die Arbeit niederzulegen. Beschäftigte der Rathäuser, von Landkreiseinrichtungen wie Entsorgungsbetrieben, Sparkassen und städtische Kindergärten waren aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Sie trugen sich morgens auf dem Marktplatz in die Streiklisten ein. ver.di fordert für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte ­sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sowie der Sparkassen werden an einem eigenen Tisch im Rahmen der Tarifrunde besprochen.sts

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