Werkschau präsentiert Vielfalt der Kunst

Ausstellungseröffnung am kommenden Sonnabend ab 11 Uhr im Kunsthaus Einbeck

»Frau Vogel« ist eine Collage von Christiane Borsdorf.

Einbeck. Was verbinden »Frau Vogel«, »scharfe Nase«, »Nach dem Sturm« und »Versuchung«? Es sind alles Titel von Werken, mit denen sich die Mitglieder des Kunsthaus Einbeck an der alljährlich wiederkehrenden Werkschau-Ausstellung beteiligen. Die Titel spiegeln die Bandbreite der Techniken wider, die auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz gekommen sind.

22 Künstlerinnen und Künstlerinnen und Künstler des Vereins beteiligen sich, mit je einem von ihnen selbst ausgewählten Exponat, an der Jahresausstellung. Bedingung ist, dass das Werk in 2018 entstanden ist. Mit Cornelia Slawinski, Gisela Gebler und Imke Weichert gibt es drei Künstlerinnen, die erstmalig an der Werkschau teilnehmen. »Frau Vogel« ist eine Collage, die Christiane Borsdorf aus Dassel für die Mitgliederausstellung ausgewählt hat.

Die »scharfe Nase« stammt von ihrem Ehemann, Jochen Borsdorf , der eine Skulptur aus italienischem Marmor in klassischer Bildhauertechnik aus dem Stein freigelegt hat. In gleicher Technik und mit »Kopf«, einem korrespondierenden Titel ist eine Arbeit von Thomas Schmalz entstanden. Der von ihm verwendete Stein ist ein Nero Impala Granit.

Die Fotografin Christel Pagel zeigt mit der Arbeit »Nach dem Sturm«, aus ihrem umfangreichen, dokumentarischen Fundus, eine realistische Landschaftsaufnahme, die den einen oder anderen Betrachter sicherlich an eigenen Erfahrungen aus diesem Jahr teilhaben lässt. Gritta Meierkord wählt für ihre Fotoarbeit »Sonne und Mond vereinen« einen völlig anderen Ansatz.

Die Fotografin gestaltet ihre Motive aktiv und komponiert aus unterschiedlichen Fotografien ein vollkommen neues Oeuvre. In Grenzbereichen bewegen sich Roswitha Bohmann, Almut Meyer und Frank Thiele mit ihren Techniken. »Frieden schaffen« ist eine Mixed Media-Collage von Roswitha Bohmann auf einer mit Acryl-Farbe unterlegten Leinwand. Almut Meyer, Textilkünstlerin aus Delligsen, hat den Ausschnitt eines eigenes Fotos mit textilen Ergänzungen versehen.

»In der Tiefe der Farbsphären« heißt das Farbobjekt aus Acrylgel auf Pappwebplatte, dass Frank Thiele zu der Ausstellung beisteuert. Die meisten Mitglieder arbeiten jedoch mit Pinsel und Farbe. Auch innerhalb der Malerei ist die Bandbreite der eingesetzten Techniken vielfältig. Mit den besonderen Gouachefarben hat Barbara Carius ihr Bild gestaltet, das sie mit »Licht« betitelt hat.

Die Einbecker Aquarellistin Gisela Gebler hat mit der anspruchsvollen Technik der Wasserfarben eine »Versuchung« gemalt. Rosemarie Böhlke bringt Acryl auf Spachtelmasse für ihren Beitrag zum Einsatz, der ohne einen Titel, den Blick auf das Werk lenkt. »Zwischen Himmel und Erde« heißt das in Öl auf Leinwand entstandene Bild von Cornelia Slawinski. In klassischer Technik ist das Ölbild »Mädchen mit dem Perlenohrring nach Jan Vermeer« von Rolf-Dieter Spann entstanden, dessen Motiv ein bekanntes Gemälde des holländischen Malers darstellt.

Ebenfalls mit Ölfarben malt Imke Weichert, die mit »Krebsfischer« ihre Serie an Bildern rund um das Thema Wasser fortsetzt. Zu den Befürwortern der Ölfarbe gehört auch Adolf Leschonski, der in der werkschau 2018 mit dem Bild »Ruhelos« vertreten ist. Die langsam trocknende Ölfarbe ist eine traditionelle Malfarbe, die aufgrund ihre Farbbrillanz und Konsistenz von vielen Malern geschätzt wird und gern bei Lasuren zum Einsatz kommt.

Acrylfarben sind in den 1950er Jahren entwickelt worden und können geruchsneutral mit Wasser vermalt werden. Sie trocknen sehr schnell und können mit vielen interessanten Zusätzen kombiniert werden, so dass sich der künstlerische Freiraum erweitert. Mit in Acrlytechnik entstandenen Werken beteiligen sich folgende Malerinnen und Maler: Kornelia Benders Bild »Flammen« ist eine farbintensive, abstrakte Arbeit.

Jürgen Bunzel thematisiert mit »ausgegrenzt – eingegrenzt (ein Stillleben)« ein zeitpolitisches Problem. Auch Monika Marié setzt mit ihrer Arbeit »2018««eine künstlerische Position zur aktuellen Lage im Jahr. Volker Nemitz führt mit »Meditation über die Schöpfung« seinen Dante-Zyklus in Richtung der Paradiesvorstellung von Dante fort. Anne Neumanns »Saigon« lässt die Eindrücke aus ihren Reisen bildhaft wieder aufleben.

Ingeburg Schulze, die man sonst eher mit leuchtenden Farben verbindet, ist dieses Mal mit »Vision«, einem monochrom gehaltenen Acrylbild beteiligt. Regina Warneckes Motiv »Herbst« interpretiert die Stimmung eines Naturerlebnisses für den Betrachter. Die »Werkschau Ausstellungsreihe« ist ganz bewusst offen gehalten, ohne ein vorgegebenes, einengendes Thema.

Durch die einzelnen Beiträge der Vereinsmitglieder entsteht ein Gesamtbild des aktuellen künstlerischen Schaffens und der künstlerischen Vielfalt. Mit viel Eigen-Engagement und Herzblut ist es auch in diesem Jahr wieder möglich geworden, einen kleinen Katalog begleitend zu der Ausstellung herauszugeben, den es bei der Eröffnung erhältlich sein wird.

Zu der Vernissage der Gruppenausstellung amSonnabend, 10.November, ab 11 Uhr sind Interessierte eingeladen. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Dezember in den Ausstellungsräumen in der Knochenhauerstraße 7. Geöffnet ist jeweils am Sonnabend von 11 bis 13 Uhr und am Freitag von 16 bis 18 Uhr.oh

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