Maibaum-Sieger Holtensen, Portenhagen, Odagsen

Hohe Beteiligung bei Abstimmung: 1.382 gültige Stimmen | Teams mit großer Kreativität im Wettbewerb

Mit Urkunden wurden nicht nur die Gewinner geehrt, sondern alle Teilnehmer des neunten Maibaumwettbewerbs von Einbecker Morgenpost, Einbecker Brauhaus und Einbeck Marketing.

Einbeck. Zwei haben schon einmal auf dem Treppchen gestanden, der Dritte ist neu dazu gekommen, und nur vier Stimmen betrug der Abstand zu Platz 4: Die Sieger des Maibaumwettbewerbs von Einbecker Morgenpost, Einbecker Brauhaus und Einbeck Marketing sind jetzt im Alten Rathaus bekanntgegeben und ausgezeichnet worden, und die Entscheidung war erneut spannend. Gewonnen hat Holtensen vor Portenhagen und Odagsen.
13 Maibäume haben sich den Lesern der Einbecker Morgenpost zur Wahl gestellt, hinzu kamen mit Oldendorf, Dassel/Lessingstraße und Edemissen die Vorjahressieger als Paten.

Die Maibaumtradition reiche weit zurück, erläuterte Moderator Eberhard Schmah vor zahlreichen Vertretern der Aufsteller-Teams, bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Heute seien es häufig die Feuerwehren vor Ort, die diese Tradition weiter pflegten. Und wenn auch nicht mehr unterm Baum getanzt werde, so werde doch häufig gesungen, wie eine Umfrage unter den Gästen ergab: Immerhin ist der Maibaum auch ein Zeichen des Frühlings.

Schöner geht’s nicht mehr, das habe sie vor einigen Jahren gedacht – und es sei doch immer wieder neue Kreativität zu sehen, die die Bäume noch schöner mache, freute sich Kristiane Rüttgerodt, Verlegerin der Einbecker Morgenpost, über viele sehenswert umgesetzte Ideen. Sie sprach ihren Respekt allen aus, die wieder so wunderbare Bäume gestaltet hätten, verbunden mit einem Dank an alle, die künstlerisch oder beim Aufbau mitgewirkt hätten. So waren unter den Vorschlägen diesmal besonders ausgeschmückte Bäume ebenso zu sehen wie bewusst zurückgenommene Exemplare. Einige waren gezielt schlicht, andere hätten etwas über den Ort erzählt mit seinen Vereinen und Betrieben. Und auch die Spitzen seien diesmal stärker herausgearbeitet worden, unter anderem wurde dabei das Storchen-Thema aufgegriffen.

Die Maibaum-Favoriten von Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek als Schirmherrin des Wettbewerbs sind traditionell gestaltet: So kennt sie es aus ihrer bayerischen Heimat – mit Zunftzeichen und blau-weißen Bändern geschmückt, aufgestellt unter Einsatz von langen Stangen und Lederbändern. Schön seien stets die Feste, die in diesem Zusammenhang gefeiert würden. Außerdem, verriet sie schmunzelnd, gebe es eine weitere Tradition: Bis zum 30. April darf ein Maibaum von einer Nachbargemeinde gestohlen werden. Er muss dann ausgelöst werden – oder er wird zersägt.

Kreativ und individuell gestaltet – das sei das Besondere an den heimischen Maibäumen, und das mache Spaß beim Betrachten, sagte Dassels Bürgermeister Gerhard Melching, ebenfalls Schirmherr der Aktion.

Dass zum Mai nicht nur die spezielle Zierde der dörflichen Plätze, sondern auch der Mai-Ur-Bock als besonderes Bier gehört, hob Carina Henne als Vertreterin des Einbecker Brauhauses hervor. Beides passe einfach gut zusammen – und über Mai-Ur-Bock-Gewinne konnten sich auch die Preisträger freuen.

Florian Geldmacher, Geschäftsführer von Einbeck Marketing, lobte die Verbindung von Tradition und Moderne, die sich hier zeige. Im kommenden Jahr, schaute er voraus, finde der Wettbewerb zum zehnten Mal statt. Das wäre sicher ein Anlass, über einen besonderen Rahmen nachzudenken. Mit den Coupons haben 1.419 »EM«-Leser beim Wettbewerb abgestimmt, das war die zweithöchste Teilnehmerzahl der vergangenen Jahre. 1.382 Stimmen waren gültig. Einige Einsender, berichtete Kristiane Rüttgerodt, hätten aus liebgewordener Gewohnheit die Paten gewählt, obwohl die gar nicht zur Wahl standen, andere hätten die Adresse vergessen, wieder andere hatten gar keinen Maibaum benannt.

Mit 323 Stimmen siegte Holtensen. Die Holtenser haben bereits 2012 gewonnen. Platz 2 belegte Portenhagen mit 187 Stimmen. Der Ort ist seit 2013 dabei, und schon 2014 konnte er zusammen mit Voldagsen den dritten Platz belegen. Auf Platz 3 kam Odagsen mit 156 Stimmen, erstmals auf dem Siegertreppchen. Mit nur vier Stimmen weniger musste sich Voldagsen mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Weiter haben mitgemacht Avendshausen, Dassensen, Eimen, Einbeck/Deinerlinde, Hullersen, Iber, Immensen, Mackensen und Strodthagen.

Das Holtenser Team erhält als ersten Preis ein 50-Liter-Fass Maibock, Platz 2 und 3 werden jeweils mit einem 30-Liter-Fass belohnt. Unter allen Einsendern, die sich an der Abstimmung mit einem Coupon beteiligt haben, werden zehn Gewinner ausgelost, die – mit Begleitung – an einer Führung durch das Einbecker Brauhaus teilnehmen können mit rustikalem Abschluss im Ur-Bock-Keller. Deren Namen werden in der morgigen »EM« bekanntgegeben.ek

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