Ein Schaufenster für Einbeck öffnen

Messe Einbeck vom 6. bis 8. April am Köppenweg/Neues Rathaus | Nicht Verkaufsschau, sondern themenbezogen

Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Messe-Organisator Detlef Fuhrmann (auf dem roten Sofa) freuen sich auf die Veranstaltung vom 6. bis 8. April am Köppenweg. Zum Team, das die Messe Einbeck begleitet, gehören (stehend, von rechts) Markus Hammann, Mitarbeiter bei Hannig & Fuhrmann, Joyce Beismann, Auszubildende bei der Stadt Einbeck, Frithjof Look, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen,  Siegfried Kappey, Vorsitzender des Erzeugerverbandes »Kostbares Südniedersachsen«, Ines Naleppa und Frank Seeger vom Sachgebiet Wirtschaftsförderung der Stadt Einbeck sowie Kurt Meyer und Henning Stolte, Alfelder Sicherheitsdienst.

Einbeck. Ein Treffpunkt, bei dem die Fragen der Zeit aufgegriffen und beantwortet werden: Die Messe Einbeck, die vom 6. bis 8. April stattfindet, ist innerhalb eines halben Jahres geplant worden. In den kommenden Tagen beginnt bereits der Aufbau auf dem hinteren Rathaus-Parkplatz am Köppenweg.

Zum aktuellen Stand haben die Beteiligten jetzt Bilanz gezogen. »Wir sind auf der Zielgeraden«, stellte Frithjof Look, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, fest. Die Messe sei auch ein Ergebnis von Gesprächen der Wirtschaftsförderung bei ihren Unternehmensbesuchen in Einbeck: Viele Firmen wünschten sich eine solche Plattform. »Ab der nächsten Woche werden die Zelte aufgebaut«, kündigte Detlef Fuhrmann an.

Sein Unternehmen Hannig & Fuhrmann mit Sitz im bayerischen Maisach hat die Messe geplant und organisiert sie. »Das Wichtigste steht«, betonte er. Genau ein halbes Jahr habe er sich damit beschäftigt: Am 19. September habe ihm Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek die Zusage zur Messeorganisation gegeben, und mit viel Mut sei er die Aufgabe angegangen. »Was wir gemacht haben, ist bleibend«, ist Detlef Fuhrmann überzeugt.

Die Inhalte seien »von innen her« entstanden, und so solle es auch sein. Bei schönem Wetter, da ist er zuversichtlich, werde man am Wochenende nach Ostern die Veranstaltung präsentieren können. Mit »Bauen und Wohnen«, »Lebenswertes Alter« und »Sport und Freizeit« seien die Themen, die man aufgreifen wolle und die die Menschen bewegten, »so was von getroffen«.

Es gehe ihm nicht um eine Mustermesse mit Produkten, nicht um eine Verkaufsschau für Fenster oder Haushaltsartikel, sondern eine Messe müsste sich heute mit Inhalten beschäftigen, sie müsse eine Erlebnisstadt innerhalb einer Stadt sein - die Besucher wollten ihre Fragen beantwortet wissen. Da sei es gut, dass beispielsweise auch der soziale Bereich stark vertreten sei im Forum mit nicht-kommerziellen Angeboten.

Das werde zu einer familiären Atmosphäre beitragen. Ob Handwerk, Senioren, Gesang, Kultur oder Gemütlichkeit: »Es geht uns um eine lokale Präsentation der Atmosphäre in Einbeck«, erläuterte Detlef Fuhrmann. Den Besuchern aus der Region wolle man nachhaltige Kontakte ermöglichen. Das bedeute für Unternehmen beispielsweise, dass sie die Chance hätten, für ihre Ausbildung zu werben oder Mitarbeiter zu finden und dass sie zugleich auf Dienstleistungen aufmerksam machen, die sie für die Region bringen können.

Die Messe, berichtete der Organisator, werde in modernen Hallen beziehungsweise Zelten stattfinden. Hier freue man sich, die Gäste zu empfangen. Der Stadt Einbeck dankte er für die Zusammenarbeit: der Verwaltung allgemein, aber insbesondere der Wirtschaftsförderung und dem Ordnungsamt. Auch der Erzeugerverband »Kostbares Südniedersachsen« mit dem Vorsitzenden Siegfried Kappey habe sich als wichtiger Partner erwiesen: Er übernimmt die Verpflegung der Besucher. Er finde diese Messeidee sehr unterstützenswert, betonte Siegfried Kappey.

Man verstehe sich als Region, und da sei es gelungen, dass man nicht »irgendwelche« Anbieter habe, sondern regionale Vertreter mit ihren Produkten, beispielsweise beim Messe-Café oder beim Imbiss. Der Standort der Messe, der hintere Bereich des Parkplatzes am Neuen Rathaus, sei zwar nicht ideal, es gebe gewisse logistische Probleme, räumte Detlef Fuhrmann ein. »Aber es geht, wir meistern das.«

Es mache ihm Spaß, die unterschiedlichen Bereiche zusammenzubringen, einen »Stadt in der Stadt« zu bauen. Einige wenige Stände seien noch frei - er würde sich nicht wundern, dass dann, wenn die ersten Zelte aufgebaut seien und weiß in der Sonne leuchteten, tatsächlich noch Interessierte kämen, um in diesem »Wohnzimmer der Wirtschaft« dabei zu sein. Andere wollten gern mitmachen, hätten aber zurzeit die personellen Kapazitäten nicht, um sich angemessen zu präsentieren.

»Das wird wachsen«, zeigte er sich zuversichtlich, was die weitere Zukunft einer Messe Einbeck angeht. Er sehe eine gute Basis zum Weitermachen. Bislang sind 80 Teilnehmer dabei. »Wir sind zufrieden mit dem, was wir präsentieren können.« Die ersten, die sich gemeldet hätten, seien Handwerksunternehmen gewesen, die die Chance ergreifen wollten, sich und ihren Service darzustellen: »Das sind Ansprechpartner, bei denen man mit Handschlag Geschäfte machen kann.«

Sie seien bereit, die Messethemen aufzugreifen. »Eine reine Aussteller-Messe ist out«, bestätigte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Deshalb habe man sich auch für Detlef Fuhrmann und sein Konzept entschieden: Er wolle Produkte präsentieren und die Region voranbringen. Sie sehe Möglichkeiten der Begegnungen - die Besucher würden eine schön Zeit verbringen. Für den ersten Aufschlag sei das eine gute Messe.

Sie sei dankbar für die professionelle Begleitung; aus eigener Kraft hätte die Stadt das so nicht geschafft. Sie wünsche sich, dass viele Besucher die Möglichkeit nutzten, sich über örtliche Anbieter zu informieren, über ehrenamtliche Tätigkeit und über regionale Produkte; diese Mischung sei das Salz in der Gruppe.

Die Bürgermeisterin selbst wird ebenfalls dabei sein: Am Stand der Stadt Einbeck wird sie auf dem roten Sofa Fragen von Bürgern beantworten. »Ein Schaufenster für Einbeck zu öffnen, das ist unser Job«, umriss Detlef Fuhrmann seine Aufgabe. Die Rückmeldungen zeigten, dass Bedarf da sei für eine Messe, die sich mit dem Standort Einbeck und mit Zukunftsfragen beschäftige. »Sie sollte weiter Bestandteil bleiben in einer tollen Stadt wie Einbeck.«ek

»Eher Musterschüler als hoffnungslose Fälle«

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