Star ohne Allüren:

Michael Hirte ist der »Mann mit der Mundharmonika«

Einbeck. Michael Hirte, der »Mann mit der Mundharmonika«, war kürzlich zu Gast im Wilhelm-Bendow-Theater in Einbeck. In seinem über 2,5-stündigen Programm zeigte der Gewinner der Fernsehshow »Das Supertalent« seine enormen Fähigkeiten am Instrument.

Hirte arbeitete vor seiner Musikkarriere als Lkw-Fahrer, bevor er bei einem schweren Unfall auf dem rechten Auge erblindete und ein steifes Bein bekam. Nun steht er auf Deutschlands Bühnen und begeistert die Zuschauer mit seinem fühlsamen und dennoch kraftvollen Mundharmonikaspiel. Mit einem fast schüchtern ins Mikrofon gehauchten »N’Abend« stellt er sich vor, und man merkt, dass er trotz seines Erfolges noch immer bodenständig geblieben ist. Bereits vor dem Konzert ließ er sich mit seinen Fans fotografieren und schrieb eifrig Autogramme. Sobald er jedoch das Instrument an die Lippen führt, ist er Profi: Jeder Ton sitzt.

Teilweise wechselt er dreimal pro Lied blitzschnell die Mundharmonika, um eine andere Tonlage zu spielen. Unterstützt wird er bei seinem großartigen Auftritt von seinem Orchester, bestehend aus Paul, Roland, Michael und Mario.

Zwischen den einzelnen Liedern wird es immer witzig, wenn Hirte in seiner unbekümmerten Art etwa erzählt, dass er sich so schlecht Namen merken könne. »Heute geht es, mein ehemaliger Nachbar hieß auch Einbeck«, schmunzelt er. Über den virtuosen Violinisten Frantisek Lamac, der zu Hirtes »Entlastung« immer wieder die Bühne betritt und das Publikum mit der Wucht seines Spiels beinahe aus den Sitzen fegt, sagt er: »Er ist wie ein Geist: Kommt auf die Bühne, spielt, und verschwindet wieder. Das macht er schon die ganze Tour«. Auch Schlagersänger Hans-Jürgen Gröschner tritt auf und animiert das Publikum zum Mitsingen. Standing ovations gibt es zum Abschluss, als Hirte sich artig beim Publikum bedankt. Wenn es einen Star ohne Allüren gibt, dann ist er in Einbeck angekommen.tc

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