Mit ersten Arbeiten beginnen

Mitgliederversammlung vom Förderverein Kaiser-Friedrich-Turm

Einbeck. Bei der achten Mitgliederversammlung vom Förderverein Kaiser-Friedrich-Turm begrüßte Vorsitzender Joachim Dörge zahlreiche der rund 100 Mitglieder. Neben Berichten des Vorstands gab es Wahlen. Das leitenden Gremium wurde fast vollständig wiedergewählt. Nur Kassenwart Christian Gabriel stand nicht mehr zur Verfügung. Ihm folgt Ulrich Meiser. Einen Ausblick gab es auf Sanierungsmaßnahmen und Finanzierung. Mit den ersten Arbeiten will man im kommenden Frühjahr beginnen.

Zu Beginn der Versammlung berichtete Dörge, dass das bei vielen als Aussichtsturm bekannte Denkmal vor einigen Jahren wegen baulicher Mängel geschlossen wurde, die Wiederöffnung strebe man an. Eine Bewilligung hatte der Verein über eine LEADER-Förderung, doch war die mit vielen schwierigen Regularien und Anforderungen verbunden. Bis März 2021 sollten alle Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen und abgerechnet sein. Akquirierte man Spenden, reduzierte dies die Fördersumme. Wegen des extrem engen Zeitrahmens, der Kostensteigerung im Baugewerbe und der Minimierung der Zuwendung bei finanzieller Unterstützung sah der Verein schon im vergangenen Jahr von der LEADER-Förderung ab.

2020 kam noch die Pandemie hinzu. Sie machte den Planungen von Veranstaltungen und Aktivitäten einen »Strich durch die Rechnung«, so Dörge, die Vorstandsarbeit ruhte geraume Zeit. Die Förderer wie die Stadt Einbeck, die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises und die Bingo-Siftung wurden über die aktuelle Situation informiert. Zusagen liegen von ihnen zur weiteren Unterstützung vor.

Der Vorstand arbeite ein neues Sanierungs- und Finanzierungskonzept aus so Dörge. Weiter sei man in Gesprächen mit Förderern und Spendern. Kontinuierlich gehe man die Sanierung an, erklärte Stefan Blohm, stellvertretender Vorsitzender, erfolgen soll sie schrittweise.

Im ersten Bauabschnitt ab Frühjahr 2021 will man – sofern es Corona zulässt – die temporäre Begehbarkeit herstellen. Die Maßnahmen umfassen zahlreiche Arbeiten, einiges werde verbaut, verschlossen, abgesichert und erneuert. Zudem erfolge die Installierung von Befestigungsmaterial für eine Höhenrettung. Zu ertüchtigen sei auch der Turmvorplatz. Gute Gespräche gab es mit der Stadt Einbeck, teilte Blohm mit.

Gewünscht werde die Hilfe der Mitglieder bei einigen Maßnahmen. Ziel sei, dass der Turm vorläufig wieder begehbar sei. Geführte Turmführungen mit geschultem Personal könnten dann stattfinden. Sei der Turm nach vielen Jahren temporär wieder begehbar, rücke das ihn wieder vermehrt ins Interesse der Bürger. Veranstaltungen und Aktivitäten seien ebenfalls geplant wie Turmfest, »Aussicht auf Pilze« oder Infostände.

Im zweiten und dritten Bauabschnitt folgen Gerüstbau und Außensanierung bis 2024 sowie im vierten Abschnitt Maßnahmen im Innern des Turms. Angeleitet könnten Mitglieder sich da gut einbringen, so Blohm. Auf tatkräftige Unterstützung hofft der Vorstand.

Der Bericht von Schatzmeister Christian ­Gabriel wies eine gute Kassenlage auf. Die Revisoren Hans Radke und Ulrich Meiser bescheinigten ihm eine gute Kassenführung. Der Vorstand erhielt Entlastung. Christian Gabriel stand bei den Wahlen als Schatzmeister nicht mehr zur Verfügung, Nachfolger wurde Ulrich Meiser. Zum leitenden Gremium gehören weiter Jo­achim Dörge (Vorsitzender), Stefan Blohm (Stellvertreter), Rudi Zalustowski (Schriftführer) sowie die Beisitzer Rolf Hojnatzki, Ulrich Mink­ner und Joachim Grahl. Revisoren sind Hans Radke und Dirk Heitmüller, ihr Ersatz Jürgen Herbst und Eberhard Tiemann.
Joachim Dörge dankte zum Abschluss für das Vertrauen sowie das große Engagement in Vorstand und Verein. Gemeinsam arbeite man auf die Sanierung und Wiedereröffnung des Ein­becker Kaiser-Friedrich-Turms hin. Darauf ­freuen sich alle.mru

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