Rat Einbeck

Mit lila und orangen Punkten: Was ist wichtig?

Rat und Verwaltung: Gelegenheit zur erneuten Bewertung von Zielen der Gesamtstrategie

Ralf Günther (vorn links) erläuterte die Bewertungen, die Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter zuvor mit Klebepunkten zu den strategischen Oberzielen abgegeben hatten.

Einbeck. Der Streit ist beigelegt, zwischen den Fraktionen ist zu diesem Thema wieder Einmütigkeit eingekehrt: Die Gesamtstrategie war Thema der jüngsten Ratssitzung, und nach erheblichen Meinungsverschiedenheiten im Vorfeld hatten sich die Fronten doch noch aufgelöst (»EM« berichtete). Jetzt ging es im Rat darum, die Strategie zu verabschieden. Zuvor hatten Rat und Verwaltung Gelegenheit, die Ziele innerhalb der einzelnen Handlungsfelder zu gewichten, und dabei ergaben sich durchaus andere Schwerpunkte als die bisher in der Diskussion verfolgten.

Jeder Teilnehmer durfte acht Punkte kleben, wobei nur eine Doppelung erlaubt war und die Priorisierung unabhängig durch jeden Einzelnen erfolgen sollte. Auf Platz 1 setzten sie die Mitwirkenden die Weiterentwicklung der familienfreundlichen Angebote – ein Ziel, das in der ursprünglichen Auflistung eher unter »ferner liefen« zu finden war mit der Begründung, Einbeck sei bereits sehr familienfreundlich.

Auf Platz 2 lag die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Platz 3 nahm die bedarfsgerechte Bereitstellung der sozialen und Bildungsinfrastruktur ein. Auf Platz 4 wurde der Schuldenabbau im »Konzern Stadt« gesetzt.

Platz 5 wurde den Zielen »Attraktiven Wohnraum zeitnah entwickeln« und einem adäquaten Kultur- Sport- und Freizeitangebot sowie der Förderung einer offenen, wertschätzenden und kooperativen Zusammenarbeit aller Akteure gleich mehrfach zugeordnet. Die Stärkung des Ehrenamts wurde auf Platz 6 gesetzt.

Platz 7 wurde mit der Vorhaltung zeitgemäßer technischer Infrastruktur und der Erwirtschaftung von ausreichenden Überschüssen im Ergebnishaushalt doppelt belegt. Auf Platz 8 wurde die zielorientierte Steuerung der Stadt gesetzt.
Auf Platz 9 setzten Politik und Verwaltung die Gestaltung eines ansprechenden Stadt- und Landschaftsbildes. Platz 10 ging an die Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung. Platz 11 nahm die Steigerung der Kundenorientierung durch Digitalisierung und Effizienzsteigerung ein. Platz 12 wurde das Ziel, Einbeck zum herausragenden Botschafter Niedersachsens zu entwickeln.

Auf Platz 13 setzten die Bewerter die Stadt als attraktiven Arbeitgeber, zusammen mit dem Ziel, Leistungserweiterungen durch Mehrerträge oder Minderaufwendungen auszugleichen. Platz 14 nahm das Ziel ein Leistungserweiterungen durch Mehrerträge oder Minderaufwendungen auszugleichen, ranggleich mit der Schaffung eines positiven Images für Einbeck. Platz 15 war die Schaffung von Synergieeffekten durch verstärkte Zusammenarbeit lokaler und regionaler Akteure.

Ohne weitere Diskussion wurde nach den Erläuterungen durch Ralf Günther das Gesamtkonzept mit der Priorisierung bei Enthaltung von Ulrich Minkner, SPD; beschlossen; der Verwaltungsausschuss wird über die Zuordnung der einzelnen Ziele entscheiden.ek

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