»Mobilo« mit 5.000 Euro gewürdigt

Viel Anerkennung für Projekt »Straßensozialarbeit im Brennpunkt« im Lindeneck

Die Anerkennung war groß: Für das Einbecker Kinder- und Familienservicebüro hat Marion Dierkes das Projekt »Mobilo – Straßensozialarbeit im Brennpunkt« aufgebaut. Das Projekt sicherte sich beim diesjährigen Pro-Regio-Preis den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz. Den Scheck überreichte Thomas Nevermann, Geschäftsführer der E.on Avacon Vertrieb GmbH, gemeinsam mit Bernd Cranen und Horst Diercks, Geschäftsführer der Stadtwerke Einbeck. Bürgermeister Ulrich Minkner und die Mitglieder des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien würdigten ebenso die Bedeutung des Projektes: Momentan steht der Bauwagen, in dem gespielt und gebastelt wird, am Spielplatz an der Bodelschwinghstraße. Damit die Arbeit auch im Winter fortgesetzt werden kann, hat die Einbecker Wohnungsbaugesellschaft dankenswerter Weise eine Wohnung im »Lindeneck« zur Verfügung gestellt.

Einbeck. Unter dem Motto »Energie für soziale Wärme« rief E.on Avacon bereits zum vierten Mal kooperierende Stadtwerke in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf, förderungswürdige Initiativen und Projekte aus ihrer Region zu benennen. »Gesucht wurden in diesem Jahr Initiativen, die das soziale Miteinander abseits der üblichen ethischen oder generationsbedingten Grenzen fördern und sich auf zeitgemäße Weise für die Gemeinschaft einsetzen«, erläuterte Nevermann.

Die Stadtwerke Einbeck beteiligten sich an dem Wettbewerb und schlugen das Projekt »Mobilo – Straßensozialarbeit im Brennpunkt« für den Pro-Regio-Preis vor. »Wir freuen uns, dass wir bei dem überregional ausgeschriebenen Wettbewerb für Einbeck punkten und zusammen mit den Projektverantwortlichen den ersten Platz belegen konnten«, ergänzte Stadtwerke-Geschäftsführer Horst Diercks. Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund kreative Betätigungsfelder zu bieten. Dabei können die Kinder eigene Ideen zur Verschönerung ihrer Umgebung, die der Gemeinschaft zugute kommen, entwickeln.

Den zweiten Preis in Höhe von 3.000 Euro gewann das Projekt »Kindertrauerarbeit« der Hospiz-Initiative Salzgitter, den dritten Preis mit 1.000 Euro das Projekt »Familienwerkstatt« im Haldenslebener Brennpunkt Süpplinger Berg. Viele anerkennenswerte soziale Initiativen und Projekte nahmen über ihre Stadtwerke an dem Wettbewerb teil, berichtete E.on Avacon. Als Ansporn erhielten alle Teilnehmer 500 Euro.

Marion Dierkes als Projektverantwortliche erklärte, dass der Bauwagen mit den verschiedenen Bastelmaterialien in 2009 erst im Bereich der Geschwister-Scholl-Schule stand. Dort habe man – vielleicht auch wegen des Ganztagsschulbetriebes – aber nicht den erwarteten Zulauf gehabt. Jetzt nutzen den Bauwagen und im Winter die Wohnung 20 bis 30 Kinder. Schnell habe man Kontakt bekommen, berichtete sie. Die Mütter kämen vorbei, um hier Deutsch zu lernen. Dierkes geht nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit den Müttern zum Schwimmen, was für einige eine völlig neue Erfahrung sei. Zusammen mit einer BBS-Klasse habe man den angrenzenden Spielplatz verschönert, im nächsten Frühjahr wird eine Mädchen-Fußballmannschaft gegründet.

Nachmittags kämen die Kinder zum Spielen, Basteln oder Kickern vorbei. In der Vorweihnachtszeit will man nun auch backen. Abends werden Klönabende organisiert. Geturnt wird in der Pestalozzi-Halle. »Die Arbeit macht viel Spaß«, stellte Dierkes fest. Man könne viel geben, aber auch vom Umfeld lernen, hob sie hervor. Für ihre Arbeit erhielt sie Lob und Anerkennung von den Mitgliedern des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie.sts

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