Nach 25 Jahren endet Zivildienst-Ära

Im Haus des Jugendrotkreuzes haben mehr als 100 junge Männer Dienst geleistet

Eine wichtige und sinnvolle Ära geht zu Ende: Vor fast genau 25 Jahren trat der erste Zivildienstleistende im Haus des Jugendrotkreuzes in Einbeck seinen Zivildienst an. Kurz darauf wurde die Anzahl der Stellen auf drei erweitert. In den letzten 25 Jahren konnten über 100 junge Männer ihren Zivildienst im Haus des Jugendrotkreuzes, der Jugendbildungsstätte des Jugendrotkreuzes im DRK Landesverband Niedersachsen, absolvieren.

Einbeck. Viele dieser jungen Männer nutzten die Dienstzeit von 18 Monaten, die zwischenzeitlich sogar kurz auf 24 Monate angehoben wurde und zum Schluss immer weiter bis auf sechs Monate reduziert wurde, um sich beruflich zu orientieren und Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen zu sammeln. Besonders wichtig war dabei der Umgang mit den Jugendlichen, aber auch zum Teil älteren Menschen. Ebenso konnten Erfahrungen verschiedenster handwerklicher Tätigkeiten, der Landschaftspflege und der Organisation einer Jugendeinrichtung erworben werden.Im Haus des Jugendrotkreuzes finden die gesamte Bildungsarbeit des JRK-Jugendverbandes sowie die Seminare des Freiwilligen Sozialen Jahres aus dem Bereich des DRK statt. Mehrere Kinderfreizeiten der DRK-Kreisverbände werden in den Ferien durchgeführt. Daneben wird das Haus von vielen Schulklassen für ihre Klassenfahrten genutzt.

Kirchliche Gruppen mit Konfirmanden- und Firmfreizeiten, Sportvereine mit Trainingsfreizeiten und verschiedene andere Gruppen nutzen das Angebot, dass das Haus im Borntal für sie bereithält. Leider geht diese aus Sicht der Heimleitung und das DRK- Verbandes sehr sinnvolle Zeit des Zivildienstes nun zu Ende. Zum 1. Juli wird die Wehrpflicht und damit auch der Zivildienst ausgesetzt. Dafür soll der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingeführt werden.

Generell ist diese Kompensierung des Zivildienstes durch den BFD eine gute Sache. Der BFD steht allen Männern und Frauen jeden Alters ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht offen. Er ist grundsätzlich in Vollzeit zu leisten (40 Wochenstunden). Wer älter als 27 Jahre ist, kann seinen Freiwilligendienst auch in Teilzeit von mehr als 20 Wochenstunden leisten. Die Möglichkeit, einen BFD zu absolvieren besteht ab dem 1. Juli.

Wer im Bundesfreiwilligendienst arbeitet ist über den Träger der Einsatzstelle sozialversichert  und erhält ein Taschengeld, das frei ausgehandelt wird. Die Einsatzstellen sorgen für Unterkunft und Verpflegung. Werden diese nicht in Anspruch genommen, so kann das Verpflegungsgeld ausgezahlt werden.

Eine weitere Möglichkeit, eine sinnvolle Tätigkeit im sozialen Bereich auszuüben, bietet das Haus des Jugendrotkreuzes durch die Einrichtung von Stellen im bereits bestehenden Freiwilligen Sozialen Jahr.Das Haus des Jugendrotkreuzes bietet allen Interessenten sowohl für den Bundesfreiwilligendienst als auch für das Freiwillige Soziale Jahr die Möglichkeit, sich zu bewerben und ab dem 1. Juli dieses Jahres den Dienst aufzunehmen.oh

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