Neue Anlaufstelle für Senioren in Einbeck

Pflegestützpunkt im Neuen Rathaus als Beratungsstelle für die Pflege eröffnet

Bei der Sitzung des Einbecker Seniorenrates ging es um den in Einbeck eingerichteten Pflegestütz­punkt. Sozialpädagogin Yasmin Rehms, die die Be­ratung in Einbeck vornimmt, stellte die Ein­richtung vor. Außerdem ist der zweite Bauab­schnitt im »Garten der Generationen« fast abgeschlossen, die neuen Geräte sind eingebaut.

Einbeck. Die Außenstelle des Pflegestützpunkts im Neuen Rathaus sei bereits im Mai eröffnet worden, erläuterte Rehms. Beratung rund um die Pflege sei ihre Aufgabe, über Pflegestufen und barrierefreie Wohnraumgestaltung werde unter anderem informiert. Eine neutrale Beratung sei gewährleistet, versicherte Rehms. Zudem solle noch eine Karte erstellt werden, auf der alle Pflegeangebote in der Region dargestellt sind.

Der Raum 237, in dem sich der Pflegestützpunkt befindet, sei allerdings sehr ungünstig und schwer zu finden, fügte die Sozialpädagogin hinzu, auch die Öffnungszeiten mittwochs von 11 bis 15 Uhr seien unglücklich, da das Rathaus bereits um 13 Uhr schließe. Es empfiehlt sich, den Eingang Ostseite/Teichenweg zu nutzen und dann in den zweiten Stock hochzufahren. Eine Verlegung auf einen anderen Wochentag sei je­doch aufgrund anderer Termine der Pflegefachkräfte nicht möglich, es solle allerdings geprüft werden, ob sich nicht die Öffnungszeit  von 9 bis 13 Uhr einrichten lasse.

Der Seniorenrat stimmte mit Rehms in ihren Kritikpunkten überein: »Die Situation ist natürlich so nicht befriedigend«, sagte der Vorsitzende, Hein-Peter Balshüsemann. Auch Paul Traupe kritisierte, dass »der Standort ins Erd­geschoss« müsse, Ilka Dirnberger betonte, dass »die momentanen Öffnungszeiten für Senioren ungünstig« seien.Bei Fragen und Schwierigkeiten könne man Rehms jedoch anrufen, auch Hausbesuche seien nach Voranmeldung kein Problem. Die Außenstelle in Einbeck ist unter der Telefonnummer 05561/916237, und die Hauptstelle in Northeim unter den Nummern 05551/708-123, -124 und -379 erreichbar. Die telefonische und persön­liche Beratung ist kostenlos. »Uns schwebt vor, dass ein geeigneter, barrierefreier Raum und vernünftige Öffnungszeiten für die Beratungsstelle gefunden werden«, so Balshüsemann.

Zudem werde die Sozialpädagogin zukünftig Einladungen des Seniorenrats erhalten, um ständig über die aktuelle Situation der Senioren in Einbeck informiert zu sein. Der Pflegestützpunkt plane außerdem, einen »Pool« von Eh­renamtlichen aufzumachen, die älteren Menschen Hilfe bieten und vermitteln, so Rehms. »Der Pflegestützpunkt soll eine neue Anlaufstelle für Senioren in Einbeck sein.«

Auch über die Entwicklung im »Garten der Generationen« wurde gesprochen. Die Sozial- und Sportstiftung des Landkreises Northeim und die Volksbank-Stiftung hätten bereits je­weils eine Spende von 5.000 Euro für den dritten Bauabschnitt zugesagt, so Balshüsemann. Somit sei eine finanziell gute Ausgangslage bereits ge­schaffen, eine endgültige Besprechung über das Vorhaben solle noch innerhalb der zuständigen Arbeitsgruppe erfolgen.Die im zweiten Bauabschnitt gekauften Ge­räte sind eingebaut, der Bauzaun soll auch bald verschwinden. Zusätzlich sind Gebrauchs- und Wirkungshinweisschilder vor den Geräten an­gebracht. Stadtjugendpfleger Henrik Probst sagte, dass ein Gerät schon mutwillig ramponiert worden sei. »Der Bauzaun wurde eingerissen und ein Edelstahlteller am Rückentrainer be­schädigt.« Eine Anzeige sei bereits gestellt, auch die Kosten einer Versicherung gegen Vandalismus würden nun geprüft.

Weiterhin beschäftigen die Situationen der öffentlichen Toiletten und der Passantenstopper den Seniorenrat. »In bestimmten Bereichen muss etwas geändert werden«, sagte Paul Traupe bezugnehmend auf die Werbeaufsteller. Ab-schließend sagte der Vorsitzende, dass er an einer Sitzung des Northeimer Seniorenrats teilgenommen und dort von der Arbeit der Einbecker berichtet habe. Die Northeimer hätten seine Ausführungen sehr interessiert aufgenommen, so Balshüsemann. Außerdem wird am 4. September ein Seniorentag in Northeim veranstaltet. Der Einbecker Seniorenrat möchte dort vom »Garten der Generationen« berichten.tc