Neue Beratungsstellen für Senioren in Einbeck eröffnet

Pflegestützpunkt und Seniorenservicebüro geben Tipps für Ältere / Seniorenrat unterstützt Hilfs- und Informationsprojekte

Christine Hanelt vom Pflegestützpunkt Einbeck und Silvia Schöne vom Seniorenservicebüro des DRK stellten sich kürzlich beim Einbecker Seniorenrat vor. Sie erläuterten die Angebote der Einrichtungen und berichteten über ihre Tätigkeitsfelder.

Einbeck. »Wir haben bereits Kontakt zu Einbecker und Dasseler Senioren- und Pflegeeinrichtungen aufgenommen«, so Hanelt. Weitere Institutionen würden demnächst angesprochen, außerdem werde eine Kooperation mit dem Seniorenservicebüro angestrebt. Der Pflegestützpunkt berate neutral und kostenlos. Der Seniorenrat ist von dem Angebot sehr angetan: »Wenn ein Pflegefall eintritt, sollte man sich zuerst beim Pflegestützpunkt informieren und beraten lassen«, betonte Wolfgang Keunecke. Dort erhalte man auch Tipps und Hinweise zur häuslichen Pflege.Stolz sei der Seniorenrat darauf, dass man es geschafft habe, den Stützpunkt ins Erdgeschoss des Neuen Rathauses zu verlegen und die Öffnungszeiten seniorenfreundlicher zu gestalten, so der erste Vorsitzende, Hein-Peter Balshüsemann. Die Anlaufstelle für alle Fragen zur Pflege im Neuen Rathaus, Zimmer 19, ist mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr geöffnet und telefonisch unter der Nummer 05561/916419 erreichbar.

Anschließend stellte Büroleiterin Silvia Schöne das Seniorenservicebüro des DRK vor, das sich zurzeit im Aufbau befindet. Angestrebt werde ein Marktplatz von Informations-, Beratungs- und Hilfsmitteln für Senioren. Wer eine neutrale und kostenfreie Beratung oder Weitervermittlung suche, könne sich melden. Ein Erfahrungs- und Informationsaustausch finde  neben der Beratung beim Seniorenservicebüro ebenfalls statt.

»Zusätzlich hat das Büro einen Lehrauftrag«, betonte Schöne. So sollen ehrenamtliche Alltagshelfer ausgebildet werden, »jedoch keine Pflegekräfte.« Im Unterricht werde unter anderem der Umgang mit Erkrankungen, Patienten und älteren Menschen geschult. Die Ehrenamtlichen würden immer wichtiger für die Gesellschaft, da »das Bürokratische  leider manchmal Vorrang vor dem Menschlichen hat.« Auch ein Freiwilliges Jahr für Senioren stehe auf dem Plan. Hier werden nicht mehr berufstätige Personen gesucht, die sich verpflichten, ehrenamtlich mehrere Stunden pro Woche im sozialen oder kulturellen Bereich tätig zu sein.

Wegen der Wohnberatung kooperiere man mit der Einbecker Wohnungsbaugesellschaft, da es in dieser Sparte »unendlich viele Themen gibt, die man erörtern könne«.  Das Seniorenservicebüroprojekt in Niedersachsen sei einmalig und werde ständig ausgebaut, berichtete Schöne. Geplant ist, ein solches Büro in jedem Landkreis einzurichten. Die Eröffnung beim DRK in Einbeck soll noch dieses Jahr erfolgen, das Büro gilt dann für den gesamten Landkreis Northeim.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Vergabe des Seniorenpreises 2010. Am Donnerstag, 9. Dezember, wird diese im Alten Rathaus vorgenommen. Vorschläge für die Mitglieder der Jury, die letztendlich den Preisträger wählt, legte Paul Traupe dem Seniorenrat vor. Musikalisch umrahmt wird die Verleihung von der Flötengruppe St. Nicolai unter der Leitung von Karin Salzer.

Auch die Krankenhausfahrten am Wochenende wurden besprochen, da sonnabends und sonntags ab 14 Uhr kein Bus mehr dorthin fahre. Jürgen Sott hatte sich mit den Einbecker Taxiunternehmen in Verbindung gesetzt, um die Einrichtung eines Sammeltaxis zu festen Zeiten am Wochenende vorzuschlagen. Die Unternehmen seien nicht abgeneigt gewesen, eine endgültige Entscheidung stehe jedoch noch aus.

Abschließend wies Balshüsemann noch darauf hin, dass es im »Garten der Generationen« wieder mehrere Fälle von Vandalismus gegeben habe. So wurde eines der Trainingsgeräte »angekokelt und die Bänke mit Graffiti beschmiert«. »Ich bin stinksauer darüber«, echauffierte sich der Vorsitzende. Es müssten gezielte Gespräche mit verschiedenen Institutionen geführt werden, um solche Beschädigungen zu vermeiden.tc

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