»Original kommt aus Einbeck«

Zum 12. Mal »1.000 Euro für 0,0 Promille« beim Eulenfest

Mit den ausgelosten Gewinnern Timo Müller (links), Gilda Bode (Zweite von links) und Fabian Verwohlt (rechts) freuten sich (hinten, von links) Dirk Johanning, Annette Junge-Schweigl, Jörg Mönnig, Steffen Polenz, Stefan Jagonak, Gitta Kunzi und Henrik Probst.

Gewinner sind sie alle, die erfolgreich auf Nüchternheit getesteten 241 Jugendlichen beim Eulenfest, denn sie behielten einen klaren Kopf und bewiesen, dass man auch ohne Alkohol feiern kann. Am Präventionsstand der Aktion »1.000 Euro für 0,0 Promille« konnten junge Leute zwischen 16 und 22 Jahren ab
23 Uhr am Eulenfest-Freitag und Sonnabend in den Alkomaten pusten und bei Null-Promille-Erfolg an einer Verlosung teilnehmen.

Einbeck. Drei Sieger wurden jetzt ausgelost und erhielten im Haus der Jugend »dicke« Umschläge: Timo Müller aus Einbeck freute sich über den ersten Preis, 500 Euro. Der 17-Jährige, der eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik in einem Nachbarort macht, kann den Betrag gut für den Führerschein nutzen. Sponsor des Preises ist der Präventionsverein FIPS. Dessen Vorsitzende Annette Junge-Schweigl überreichte das Geld. Vom Bündnis für Familie gratulierte Steffen Polenz dem 21-jährigen Stadtoldendorfer Fabian Verwohlt zum zweiten Preis, 300 Euro. Dieser absolviert gerade ein Duales Studium zum Polizeikommissar – große Freude in der Runde. Der dritte Umschlag, 200 Euro, ging an die Goetheschülerin Gilda Bode aus Hullersen. Sie feiert in Kürze ihren 18. Geburtstag. Auch da kommt der Betrag gerade richtig. Ihr Preis wurde von der Stadt aus dem Budget der Jugendpflege gestiftet und ausgehändigt von Stadtjugendpfleger Henrik Probst.

Nun schon zum zwölften Mal fand die Aktion statt, freute sich Probst. Andere Kommunen übernahmen die Idee, doch »das Original kommt aus Einbeck«. Die Aktion wird initiiert und getragen von zahlreichen Projektpartnern, von Haupt- und Ehrenamtlichen, einem »Teamplayer-Netzwerk«. Mit dabei sind neben FIPS, dem Bündnis und der Stadt, Stefan ­Jagonak vom Lukas-Werk Suchthilfe, Polizeioberkommissar Dirk Johanning vom Präven­tionsteam der Polizei, Jörg Mönnig, Sachgebietsleiter Jugend und Soziales und Gitta Kunzi vom Sozialausschuss. Auf dem Plakat wurde noch die Jugendkirche »marie« genannt. Die Aktion zeige, »wie Präventionsarbeit vor Ort funktioniert«, stellte Jagonak fest. Das Haus der Jugend ist auch immer dabei und bot zum Eulenfest eine »Fruit-Bar« an, mit alkoholfreien Cocktails und Makkaroni-Nudeln als Trinkhalmen.

Die Zahl der erfolgreichen Null-Promille-Teilnehmer habe sich über die Jahre etwa konstant gehalten, stellte Probst fest und berichtete von erfreulichen Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Der »normale« Alkoholkonsum, also einmal die Woche, bei Zwölf- bis 17-Jährigen sei binnen 14 Jahren um 12,7 Prozent auf 8,7 zurückgegangen, Anders verhalte es sich beim Rauschtrinken. Aber, dass heute mehr Sensibilität für dieses Thema bestehe, das sei spürbar, fügte Jagonak an. Und Johanning ergänzte, dass bei solchen Anlässen wie dem Eulenfest Fahrgemeinschaften bei jungen Leuten immer häufiger seien.des

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