»Peter ist ein Vorbild für aktive ehrenamtliche Arbeit«

Stadtjugendring vergibt Jugendpreis an Peter Oestreich / Langjähriger Trainer des Einbecker Judo-Clubs und aktiv in weiteren Bereichen

Mit dem Jugendpreis hat der Stadtjugendring Einbeck am Sonnabend einen Einbecker geehrt, der sich in besonderer Weise für die Belange der Jugend einsetzt: Peter Oestreich, zweiter Vorsitzender des Einbecker Judo-Clubs und langjähriger Jugendtrainer, aber auch in vielen anderen Bereichen engagiert für Jugendarbeit und Sport.

Einbeck. Jens Kromer, Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings, stellte fest, dass die Forderung, das Ehrenamt zu stärken, in aller Munde sei. Gerade soziale Projekte seien auf freiwillige Helfer angewiesen, die Zeit und nicht selten auch Geld mitbrächten, um wichtige Aufgaben zu erfüllen. Die öffentliche Hand müsse die Voraussetzungen schaffen, diese Einsatzfreude zu unterstützen, statt Hilfe zu streichen. Vereine seien oft der Rahmen für Ehrenamtlichkeit. Man sei der Stadt Einbeck sehr dankbar, dass es nach wie vor Zuschüsse für Sachanschaffungen sowie für Fahrten und Lager gebe und dass das Haus der Jugend gehalten werde. Das sei nicht selbstverständlich. Ohne Ehrenamt wäre aber vieles nicht mehr möglich. Beispielhaft würdige der Jugendpreis diesmal einen Ehrenamtlichen, der sich als Trainer im Verein und in vielen weiteren Bereichen eingebracht habe: Peter Oestreich vom Einbecker Judo-Club.

Der Vorsitzende des Vereins, Hand Radke, bestätigte, dass der Preisträger das Ehrenamt mit Leib und Seele ausfülle. Er habe mit seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen große Verdienste erworben. Der Einbecker Judo-Club freue sich sehr, dass der Jugendtrainer und zweite Vorsitzende nun geehrt werde. Seine sportliche Karriere begann Peter Oestreich im damaligen Turnclub Einbeck in der Judo-Abteilung. Später wechselte er in den Einbecker Judo-Club, wo er Anfang der 80er Jahre das Training für Kinder und Jugendliche übernahm. Bis zu dreimal pro Woche stand er auf der Matte, und er sei auch weiterhin da gewesen, als er das Training in jüngere Hände gelegt habe. Wenn es Probleme gegeben habe, habe er stets versucht, sie zu lösen. Peter Oestreich sei beliebt, und viele ehemalige Judoka würden inzwischen ihre eigenen Kinder zum Training bringen. Für den Sport habe er sich auch auf Kreis- und Bezirksebene eingesetzt. Durch seine erfolgreiche Teilnahme an Meisterschaften sei er ein großes Vorbild. 17 Eulen-Turniere für Kinder und Jugendliche habe er anlässlich der Einbecker Stadtfest ausgerichtet.

Als zweiter und auch erster Vorsitzender des Vereins war er aktives Mitglied des Stadtjugend-rings. Er beteiligte sich an der Vorbereitung und Gestaltung des Turmfestes in den Wallanlagen, und auch in die Freizeitanlage in Rotenkirchen habe er viel Arbeit besteckt. Der Einbecker Judo-Club sei Pate des Bolzplatzes in der Königsberger Straße, auch hier setze er sich ein. Peter Oestreich war lange Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Die Städtepartnerschaft mit Thiais begleite er seit 40 Jahren, viele Feste seien in seinem Garten gefeiert worden, und für seine Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft wurde er 1993 mit der Partnerschaftsmedaille geehrt. Er sei Jugendschöffe beim Amtsgericht. Auf Landes- und Bezirksebene sei er Jugendobmann beim Fachverband, und im Kreisfachverband Judo führe er die Kasse.

»Peter ist ein Vorbild für aktive ehrenamtliche Arbeit«, fasste Hans Radke zusammen. Er habe viel Zeit dafür geopfert und auch Erwachsene begeistern können. Eine Entlohnung habe er nie verlangt - wenn die Kinder Freude am Sport hatten, sei ihm das Belohnung genug. Nachdem er vor einigen Jahren angekündigte habe, etwas kürzer zu treten, sei er doch zurück: mit einem Judokurs in Hilwartshausen mit 20 bis 25 begeisterten Teilnehmern. Der Einbecker Judo-Club habe ihn als Preisträger vorgeschlagen. Er freue sich, dass der Stadtjugendring dem Vorschlag gefolgt sei und damit jahrzehntelange Arbeit auszeichne.

»Hans hat eigentlich alles gesagt.« Erfreut, aber zurückhaltend und bescheiden nahm Peter Oestreich den Preis entgegen. »An vielen Projekten habe ich auch mitgewirkt«, stellte er mit einem Blick auf die mit kleinen Metallschildern verewigten Vorgänger fest. Auf die Frage aus der Besucherrunde »Machst Du weiter?« gab es eine knappe, eindeutige Antwort: »Na klar!«

Gespräche und Musik von Rapper Mr. ME, begleitet von Daniel Schubert an der Gitarre, bildeten den Rahmen für die Preisverleihung.ek

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