Photovoltaik in den Fokus

Umweltminister Olaf Lies informiert sich bei den Stadtwerken

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (Zweiter von links) besuchte mit dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Dirk Heitmüller (Vierter von rechts) die Stadtwerke Einbeck, mit dabei der Bad Gandersheimer Landtagsabgeordnete Uwe Schwarz (links), Geschäftsführer Bernd Cranen (Dritter von rechts) und die Aufsichtsratsmitglieder Ulrich Minkner (Dritter von links), Albert Thormann (Zweiter von rechts) und Rolf Hojnatzki (rechts).

Einbeck. Wahlkampf mit prominenter Unterstützung: Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, besuchte jetzt die Stadtwerke Einbeck. Der Diplom-Ingenieur ist langjähriger Kommunalpolitiker und seit 2008 Landtagsabgeordneter. Mit seinem Besuch leistete er Schützenhilfe für Dirk Heitmüller, der am 1. November zur Bürgermeisterwahl in Einbeck antritt. Heitmüller ist derzeit Vorsitzender des Betriebsausschusses Stadtentwässerung.
Bernd Cranen, Geschäftsführer der Stadtwerke, freute sich über den ministeriellen Besuch, schließlich habe man nicht jeden Tag einen ranghohen Politiker zu Gast. Er stellte die Stadtwerke vor. Der Energieversorger betreibt die Einbecker Bäder, und zum 100-jährigen Bestehen wurde das Einbecker Brauwasser aufgelegt – »eine tolle Idee«, wie Minister Lies fand.

Cranen sprach die fünf Windräder der Stadtwerke an, von denen drei aus der Förderung fallen und die nicht repowered werden können. Allerdings räumte der Umweltminister ein, dass Windkrafträder auch in Wäldern zugelassen werden sollen. Schließlich sei die Windkraft ein tragender Pfeiler der Energiewende, dafür brauche man Standorte, so Lies.

Im Bereich der E-Mobilität haben die Stadtwerke zwei Ladestationen installiert und sind damit Dienstleister. Lies meint, dass in der batteriebetrieben E-Mobilität die Zukunft liegt. »Wir müssen so schnell wie möglich raus aus den fossilen Brennstoffen.«

Cranen sprach zudem die Wasserentnahme-Gebühr an. Seit 1992 wird in Niedersachsen eine Wasserentnahmegebühr erhoben. Aus den Einnahmen der Wasserentnahmegebühr werden verschiedene Umweltschutzmaßnahmen gefördert. Das Geld wird für Maßnahmen zum Schutz der Gewässer und des Wasserhaushalts, für sonstige Maßnahmen der Wasserwirtschaft und für Maßnahmen des Naturschutzes verwendet. Damit werde unter anderem der »Niedersächsische Weg« finanziert, räumte Lies ein. »Alle werden sich beteiligen müssen.« Zentrale Themen der Zukunft werden der Klimaschutz und Erneuerbare Energien sein, war sich der Politiker sicher. »An weiterem Ausbau der Windenergie führt kein Weg vorbei.« Zur Akzeptanzförderung von neuen Windanlagen sollen die Kommunen zwei Prozent des Umsatzes oder 10.000 Euro pro Anlage erhalten. »Auch die Photovoltaik müsse stärker in den Fokus gerückt werden.« Seit Beginn des Jahres ist die steuerliche Förderung bestimmter energetischer Maßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum möglich. Förderfähig sind Einzelmaßnahmen, die auch in bestehenden Programmen der Gebäudeförderung des Bundes als förderfähig eingestuft sind, zum Beispiel Wärmedämmung, Erneuerung von Fenstern, Außentüren oder einer Heizungsanlage. Photovoltaik samt Speicher soll gefördert werden, »da muss eine Menge passieren«.

Lies sprach sich dafür aus, Strukturen zu ­sichern. Denn die Frage sei, welchen Stellenwert den Stadtwerken zukomme bei sich verändernden Anforderungen. »Wir werden mehr Strom brauchen« und so werde den Stadtwerken eine größere Bedeutung zukommen – zumal man sich dann auch weniger abhängig von den vier großen Stromversorgern mache. »Wir werden intelligentere Netze haben mit mehr Speichern.«sts

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