Politiker beziehen Stellung

Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten an der Goetheschule

Lukas Jacobs, Die Linke, Marcus Seidel, SPD, Viola von Cramon-Taubadel, Grüne, Dr. Roy Kühne für die CDU, und Nicole Langer, FDP, standen den Goetheschülern Rede und Antwort. Jens Kestner, AfD, blieb der Diskussion fern.

Einbeck. Bildung und Digitalisierung, Diesel-Gate, Außenpolitik, Rüstungs-Exporte und Tierwohl – der elfte und zwölfte Jahrgang der Goetheschule löcherte bei einer Podiumsdiskussion in der Aula die Kandidaten für die Bundestagswahl mit Fragen. Geduldig antworteten Dr. Roy Kühne für die CDU, Marcus Seidel, SPD, Viola von Cramon-Taubadel, Grüne, Lukas Jacobs, Die Linke, und Nicole Langer, FDP. Der für die AfD kandidierende Jens Kestner blieb trotz Einladung der Diskussion fern.

Die Politiker auf dem Podium bewerben sich bei der Bundestagswahl am 24. September um das Direktmandat im Wahlkreis 52. Knapp 1,5 Stunden stellten sie sich den Fragen der Goetheschüler und mühten sich, ihr Profil herauszuarbeiten.

Mit einem kurzem Statement zu ihrer Person und ihrer Partei stellten sich Langer, Kühne, von Cramon, Seidel und Jacobs vor und nannten ihre persönliche Motivation, zu kandidieren. Während Nicole Langer den Stimmenzuwachs der AfD nicht hinnehmen wollte, trieben Roy Kühne Probleme mit der Gesundheitspolitik dazu, sich zu engagieren. Marcus Seidel ist der festen Überzeugung, dass Deutschland gerechter werden muss, Viola von Cramon treibt der Wille zu Veränderung an, und Lukas Jacobs möchte an der Zukunft mitarbeiten.

Moderiert von den Schülern Louisa Sölter und Tim Heitmüller mussten die Politiker zunächst Stellung beziehen, die Redezeit war für alle begrenzt. Im Bereich Bildung beziehungsweise Digitalisierung waren sich die Kandidaten einig, dass Deutschland hier nachbessern müsse. Eine bessere Ausstattung der Schulen und Glasfaserkabel für alle seien unerlässlich. Die Frage nach einer einheitlichen Bildungspolitik für Deutschland wurde unterschiedlich beantwortet. So sprach Kühne sich für einheitliche Rahmenbedingungen aus, wollte aber auch Länderspezifikationen zulassen. Für Jacobs ist wichtig, dass die Abschlüsse vergleichbar seien. Ähnlich argumentierte Langer, die Schwierigkeiten beim länderübergreifenden Schulwechsel beenden möchte.

Wenig Unterschiede gab es auch in Bezug auf die Gleichstellung von Mann und Frau. Viola von Cramon verwies darauf, dass die Grünen in ihren Reihen auf Quote setzen. Bei Löhnen und Gehältern favorisieren die Grünen Transparenz. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sah Kühne in diesem Zusammenhang als bedeutsam an.

Ähnlich beim Abgasskandal: Dass der Steuerzahler die Zeche zahle, wollte keiner der Politiker unterschreiben. Zu bedenken gegeben wurden von Langer allerdings die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie. Viola von Cramon sprach sich für neue Antriebsarten und für Car-Sharing aus. Auf neue Mobilitätskonzepte setzt auch Lukas Jacobs.

Dass aus dem verlässlichen Partner USA ein Unsicherheitsfaktor geworden sei, machte Marcus Seidel deutlich. Die Welt werde unsicherer, aber man müsse auf den Dialog setzen. Dr. Kühne erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Deutschland eine Exportnation sei und es eine Zeit nach Trump geben werde.

Eine stärkere Konzentration auf andere europäische Länder sah von Cramon als gangbaren Weg an. Die Diskussion wurde für die Schüler geöffnet, und sie stellten ihre Fragen kritisch: Zu Rüstungs-Exporten, Tierwohl, Jagdrecht oder den Unterschieden in den politischen Standpunkten sollten die Politiker Rede und Antwort stehen.

Am Ende durften die Politiker deutlich sagen, warum man ihnen ihre Stimme geben sollte. Der Linke setzt auf Solidarität, damit die Stärkeren Lasten tragen, um die Schwächeren zu entlasten. Für visionäre Lösungen im Bereich der Energie und der Antriebstechnik steht Viola von Cramon, fürs Umdenken im Kopf Nicole Langer. Dr. Roy Kühne appellierte an die Schüler, sich zu engagieren, und Marcus Seidel rief die Jugendlichen auf, zur Wahl zu gehen – damit nicht die »Extremisten der AfD« in den Bundestag gelangten.sts



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