Praktische Erfahrungen sind wichtig

Berufsvorbereitendes Soziales Jahr im PTZ Einbeck / Chance zur Lebenserfahrung

Die Schule ist gerade abgeschlossen, was kommt nun? Diese Frage stellen sich viele junge Menschen nach dem Schulabschluss, so auch Hanna Lange und Isabell Rittgerott. Die Entscheidung, welcher Weg in die Berufswahl der richtige ist, fällt oft schwer. Einblicke in den Berufsalltag und praktische Erfahrungen können dann ausgesprochen hilfreich sein.

Einbeck. Aus diesem Grund entschlossen sich die beiden Einbeckerinnen, nach ihrem Schulabschluss ein BSJ im Pädagogisch-Therapeutischen Förderzentrum (PTZ) in Einbeck zu absolvieren. Das Berufsvorbereitende Soziale Jahr soll Orientierungsjahr zwischen Schule, Ausbildung und Beruf sein und unter anderem die so wichtigen sozialen Kompetenzen vermitteln. Die monatliche Vergütung beträgt 465 Euro brutto in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. PTZ und Lebenshilfe wollen damit auch ein Stück sozialpolitische Verantwortung übernehmen und junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf unterstützen und ihnen die Chance zu wertvoller Lebenserfahrung geben.

Nachdem Hanna und Isabell nun mehr als ein halbes Jahr tätig sind, resümieren sie, dass sie sich von Anfang an gut in die Gruppen integriert gefühlt haben. Die Zeit sei wie im Flug vergangen. »Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und wir haben Einblicke in verschiedene Berufsfelder bekommen.

Neben den pädagogischen Berufen konnten wir auch Einblick in unterschiedliche therapeutische Berufe nehmen, indem wir zum Beispiel bei Therapie-Stunden hospitierten.« So war ein besonderer Höhepunkt für Hanna an einem Vormittag in der Tiergestützten Therapie zu hospitieren. Die Arbeit mit der speziell zum Therapiehund ausgebildeten »Caro« hat sie sehr beeindruckt. Zu sehen, welche Fortschritte ein behindertes Kind durch gute Betreuung und Förderung machen kann, gehöre sicherlich für junge Menschen, die in pädagogische oder therapeutische Berufe drängen, zu den schönsten Erlebnissen.

Während Hanna im Bereich der staatlich anerkannten Tagesbildungsstätte »Ilmeschule« eingesetzt ist, arbeitet Isabell im Heilpädagogischen Kindergarten Kunterbunt des PTZ mit. Bei beiden BSJlern hat das BSJ das bewirkt, was es im allgemeinen auch bewirken soll, nämlich bei der Berufsfindung zu unterstützen. Hanna beabsichtigt, im Herbst ein Studium für Sonderpädagogik aufzunehmen. Isabell hingegen orientiert sich mehr in Richtung der therapeutischen Berufe und möchte nach dem BSJ gern eine Ausbildung in der Ergotherapie beginnen. Voraussichtlich zum 11. August werden im PTZ erneut »BSJ-Stellen« zu besetzen sein. Auch in der Kinderkrippe der Lebenshilfe Einbeck  steht eine solche Stelle für Bewerber, die in diesem Einsatzbereich aber bereits über die Qualifikation zum Sozialassistenten verfügen müssen, bereit.

Zusammen mit den beiden BSJlern sind noch viele andere junge Menschen beim PTZ undin der Kinderkrippe der Lebenshilfe aktiv. Sie leisten hier ihren Zivildienst ab, sammeln in Praktika weitere berufliche Erfahrung und erweitern ihre Kenntnisse.

Leider ist mit der Aussetzung der Wehrpflicht auch die Pflicht zur Ableistung des Zivildienstes ausgesetzt worden. Christoph Heß und Philip Lange sind somit bis auf Weiteren die beiden letzten Zivildienstleistenden, die im Pädagogisch-Therapeutischen Förderzentrum eingesetzt sind.

Allerdings besteht auch künftig die Möglichkeit, im PTZ einen sogenannten Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren. Da dieser Dienst sich erst noch in der Einführung befindet, sind Details wie Bezahlung, Dauer, »Einstellungsformalitäten« noch nicht endgültig geklärt. Bewerbungen werden im PTZ dennoch bereits gern entgegengenommen, hieß es abschließend.oh

Erhalt der Schulstandorte

Regressansprüche mehrheitlich abgelehnt

Nichts für Feingeister

Ganz viel »Goldene Gans«