Richtfest bei KWS: Mehr Platz für Forschung

Einbeck. KWS wächst, die Forschung braucht mehr Platz, und so ist jetzt der nächste Meilenstein für ein großes Bauprojekt gesetzt worden: Der Richtkranz flattert über dem zweiten Biotechnikum (BIT) auf dem Firmengelände in Einbeck. »Ohne Aussaat keine Ernte«, stellte Polier Sven Gärtner in seinem Richtspruch fest, und ohne gute Saat sei das Leben hart.

Die neuen Räume seien gedacht für alle, die mit Herz und Hand am Saatgut arbeiteten. Nach einem dreifachen Hoch ließ er das Glas traditionell zerschellen, auf dass dieser alte Brauch Bauherren und künftigen Nutzern Glück bringe. »BIT ist besser als BER«, stellte KWS-Vorstand Léon Broers, zuständig für Forschung, augenzwinkernd fest: Immerhin liege man hier ganz im Zeitplan mit der neuen Heimat für Forschung und Entwicklung, in der künftig Sorten entwickelt würden.

Das benachbarte erste BIT sei 20 Jahre alt, und aus diesem Gebäude habe man für den Neubau viel gelernt. So werde er von innen nach außen aufgebaut, man komme ästhetischen und funktionellen Aspekten nach. Wenn das Unternehmen 200 Millionen Euro pro Jahr, etwa 19 Prozent vom Umsatz, in Forschung und Entwicklung investiere, sei damit Wachstum verbunden, für das man mehr Mitarbeiter und entsprechenden Platz benötige – der werde nämlich langsam knapp.

Das neue BIT biete Freiraum dafür, auch langfristig. Es sei ebenfalls, betonte Léon Broers, ein Bekenntnis zum Standort Einbeck: »Das ist und bleibt unsere Heimat.« Das Unternehmen investiert rund 20 Millionen Euro in das neue Laborgebäude. Das Projekt soll im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein. Das drei­stöckige Labor- und Bürogebäude mit Staffelgeschoss als Technikzentrale entsteht an der Stelle ehemaliger Gewächshäuser. Dabei werden zusätzliche 2.350 Quadratmeter Laborfläche und Raum für etwa 170 Arbeitsplätze entstehen.

Die Gesamtfläche umfasst mehr als einen halben Hektar, rund 5.370 Quadratmeter. Es werden unter anderem Arbeitsgruppen der Zellbiologie, der Laborchemie und der molekularbiologischen Forschung einziehen. Das Gebäude ist besonders energieeffizient und erfüllt die Norm deutlich über den gesetzlichen Anforderungen: Es werden nur 55 Prozent der Energie eines Referenzbaus benötigt.ek

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