Ruhe und stabiles WLAN

Bungalows am Einbecker Sonnenberg als Homeoffice nutzen

Einen ruhigen Arbeitsplatz mit schönem Ausblick in weiträumiger Anlage und mit minimalen Kontakten: Katrin Bäumler arbeitet derzeit in einem Bungalow am Einbecker Sonnenberg. Markus Beckel hatte die Idee, die kleinen Häuschen als Homeoffice anzubieten.

Negenborn. Nur zehn Minuten von Einbeck entfernt befindet sich das Seminar- und Gästehaus Einbecker Sonnenberg – inmitten von Hügeln, Wiesen und Feldern, mit herrlichem Panoramablick in das Leinetal – ab­geschieden und doch schnell erreichbar. Eigentlich werden hier einzelne Gäste und Gruppen bis etwa 60 Personen beherbergt – in Zeiten der Corona-Pandemie ist das untersagt, seit Dezember wurden keine Gäste mehr begrüßt. Betreiber der Anlage ist die gemeinnützige Einbecker Sonnenberg GmbH, und Markus Beckel hat nun die Idee, die Bungalows als Homeoffice anzubieten.

Die großzügige Anlage funktioniert eigentlich wie ein kleines Dorf. Sie besteht aus mehreren Gebäuden mit drei Seminarräumen und 14 Bungalows für zwei bis vier Personen. In den Gemeinschafts- und Seminarräumen treffen sich eigentlich Gruppen zum Tagen, gleichzeitig hat jeder Gast eine Rückzugsmöglichkeit in seinem separat gelegenen Bungalow.

Mit Hilfe der staatlichen Unterstützung in Corona-Zeiten komme man über die Runden, berichtet Beckel, allerdings machte er sich doch Gedanken, schließlich sei es nicht schön, dass alles leer stehe. Jeder Bungalow verfügt über WLAN und einen Festnetzanschluss. ­Eigentlich, denkt er, seien die kleinen Häuschen damit idealer Rückzugsort fürs Homeoffice – und ein grandioser Ausblick ist inklusive.

Katrin Bäumler nutzt derzeit einen Bungalow als Homeoffice. Angestellt bei International Youth Community Services, arbeitet sie derzeit nicht in Hannover, sondern am Laptop vor Ort. Sie freut sich, dass sie hier am Sonnenberg in Ruhe und konzentriert arbeiten kann. Die Kontaktreduzierung kann sie hier prima einhalten. »Das ist ein Homeoffice de luxe« sagt sie, denn jeder Bungalow hat auch eine kleine Mini-Küche, in der man sich einen Kaffee ­kochen oder zwischendurch den Hunger stillen kann.

2015 entdeckte Markus Beckel den Einbecker Sonnenberg. Da er bereits einige Jahre Erfahrung mit einem Seminarhaus und Inklusionsbetrieb in Bad Gandersheim hatte, entwickelte er das Nutzungskonzept für den Sonnenberg weiter. Das Konzept überzeugte nicht nur das Integrationsamt, sondern auch den Eigentümer Karl-Heinz Rehkopf, der die gesamte ­Immobilie an die neu entstandene gemeinnützige GmbH spendete. Dank seiner Unterstützung und der vielen langjährigen Gäste, die sich dem Seminarhaus verbunden fühlen, sind zehn Arbeitsplätze vorhanden, darunter fünf für Menschen mit Behinderung.

Der Sonnenberg ist eigentlich vor allem ein Inklusionsbetrieb, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Parallel zum ersten Arbeitsmarkt gibt die gemeinnützige GmbH Menschen mit einem sozialen, psychischen, geistigen oder körperlichen Handicap berufliche Beschäftigung und Entwicklungsperspektiven.

Das Ziel am Einbecker Sonnenberg ist die alltägliche Inklusion der Lebenswelten von Behinderten und nicht Behinderten.
Wer in der Corona-Pandemie einen ruhigen Arbeitsplatz sucht, kann sich an Markus Beckel wenden unter der Telefonnummer 05561/7950 oder kontakt@einbecker-sonnenberg.de – alles »ab drei Tage ist denkbar«. Beckel geht es nicht in erster Linie darum, damit Geld zu verdienen, vielmehr möchte er, dass die Anlage nicht stillsteht. Und vielleicht brauche jemand ja einen ruhigen Arbeitsplatz.sts

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