Rund 15 Millionen Schritte für mehr Gesundheit

Erfolgsprojekt seit zwei Jahren | 100 Durchführungen mit durchschnittlich 40 Teilnehmern und 4.000 Schritten

Gemeinsam und mit Freude etwas für die Gesundheit leisten. Die seit zwei Jahren bestehende Initiative »3.000 Schritte« erfreut sich immer größerer Beliebtheit, worüber sich der Lions Club mit seinen Kooperationspartnern freut.

Einbeck. Seit der ersten Durchführung vor zwei Jahren hat sich das Projekt »3.000 Schritte für mehr Gesundheit« zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, erklärten Lutz Voss und Siegfried Sander vom Lions Club Einbeck. Tägliche Spaziergänge haben einen positiven Einfluss, besonders auf die geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter hinein. Mit Kooperationspartnern werden regelmäßige Touren angeboten und Mitbürger mobilisiert. »Jeder Schritt sei einer in die richtige Richtung«, betonte Voss.

Start war am 19. April 2017. 100 Mal wurden seitdem durchschnittlich 4.000 Schritte von 40 Teilnehmern zurückgelegt – immer mittwochs ab 15 Uhr. Damit wurden rund 15 Millionen Schritte oder 10.000 Kilometer für die Gesundheit geleistet, pro Teilnehmer bedeutet das, dass bei konsequenter Teilnahme jeweils 250 Kilometer oder 400.000 Schritte zurückgelegt wurden, rechnete Voss. Ständig wachse die Gruppe an, zum zweijährigen Bestehen nahmen 66 Personen teil.

Beliebt war die Wallroute mit dem Garten der Generationen, es ging auch oft durch die Stadt oder an Schrebergärten vorbei. Erfrischend im Hochsommer 2018 waren die Aufenthalte im Kneipp-Becken.

Schüler der Altenpflegeklasse II der BBS, die zu Bewegungsbegleitern ausgebildet werden, begleiteten die Senioren oft. Dieses Projekt stufte Lehrerin Britta Grastorf als Herausforderung für die Schüler ein, denn sie würden oft mit dem Bereich der ambulanten oder stationären Pflege konfrontiert. Hier aber trafen sie auf »geistig fitte Senioren, die ihren eigenen Willen haben«. Die Schüler bekommen einen anderen Blick für Senioren und haben sie lieb gewonnen. Voller Hochachtung sprechen sie von den Teilnehmern des Projekts.

»Alt hilft Jung und Jung hilft Alt«, fasste Voss zusammen. Vertraute Personen, keine Vereinsbindung, keine Kontrolle, keine Kosten – das alles seien Argumente für die Initiative, so Voss. Die Lions sehen die 3.000 Schritte ergänzend zum Angebot der Sportvereine, nicht als Konkurrenz.

Sander und Voss warben auch für die Teilnahme am Einbecker Bierstadtlauf am 11. Mai wie im vergangenen Jahr. Am gleichen Tag findet im BBS-Forum eine Lions-Zusammenkunft statt, bei der Teilnehmer aus ganz Deutschland anreisen, um das Erfolgsprojekt »Lions-Renner«, die »3.000 Schritte«, kennenzulernen und hinterher durch die Einbecker Innenstadt mitzugehen.

Manfred Linner, »Meister vom Stuhl« der Einbecker Freimaurerloge »Georg zu den drei Säulen«, war angetan von dem hohen Zuspruch und wie viele etwas für ihre Gesundheit leisten. Ähnlich sah es Ingeborg Cramm von den Landfrauen. Es sei schön, wenn sich verschiedene Gruppen vernetzen, gemeinsam sich einsetzen und sich für das Wohl der Bürger engagieren. Die »3.000 Schritte« seien ein gutes soziales Netzwerk – neben der Bewegung tausche man sich vielfältig aus. Jeder sei mittendrin.

Seit 67 Jahren widme sich der Kneipp-Verein der Gesundheitspflege, sagte Vorsitzende Sigrid Sievers, sie freute sich, beim Einbecker Erfolgsprojekt dabei zu sein. 2019 plane man wieder Besuche am Tretbecken. Vor allem im Hochsommer war der Storchengang im kühlen Nass beliebt. Seit Bestehen habe sich das Wassertretbecken zu einem beliebten Treffpunkt für gesundheitsbewusste Bürger entwickelt.

Eine Erfolgsgeschichte sei das Projekt »3.000 Schritte«, lobte Jürgen Herbst, Vorsitzender des Einbecker Sportvereins. Die Teilnehmer bewegen sich, lernen ihre Stadt noch besser kennen und pflegen gesellschaftliche Kontakte. Stellen sie Hemmnisse oder Barrieren fest, mögen sie sie dem Seniorenrat melden, appellierte er.

Viele Personen nehmen jeden Mittwoch am Marsch durch die Stadt teil und leisten etwas für ihre Gesundheit. Zahlreiche ergänzende Angebote bietet der ESV mit Tanz, Wandern, Rückenschule, Nordic-Walking oder Gymnastik. Zu dem Besuch der Sportmöglichkeiten lud er ein und wünschte dem Projekt weiter viel Erfolg.

Voll des Lobes war Hubert Volkmer vom DRK Einbeck. Sport halte jung – wie man es an der Projektteilnehmern sehe. Gern begleite das DRK, das sich in weiter in Einbeck vergrößere, das gesundheitsfördernde Projekt. »Bleiben Sie gesund«, appellierte er.
3.000 Schritte wird es heute und zukünftig in Einbeck geben: Jeden Mittwoch ab 15 Uhr führt eine leicht zugängliche Spaziergangs-Route durch die Stadt Einbeck. Der Treffpunkt wird mittwochs in der Einbecker Morgenpost bekanntgegeben. Begleitet von Einbecker Lionsfreunden und eingewiesenen Helfern der Kooperationspartner gehen die Teilnehmer gemeinsam spazieren.

Nach dem Rundgang gibt es die wichtige soziale Komponente, die Gelegenheit, sich zwanglos auszutauschen. Keiner wird überfordert, nur die Bewegung zählt für die Gesundheit.mru

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