Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung

Sanierungsblöcke zu attraktiven Vierteln machen

Sanierungsgebiet »Neustadt/Möncheplatz«: Untersuchungen zu den Blöcken 25 und 31 vorgestellt

Ideen für die Sanierungsblöcke 25 (Foto) und 31 sind im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung vorgestellt worden.

Einbeck. Städtebauliche Einzeluntersuchungen zum Sanierungsgebiet »Neustadt/Möncheplatz« sind bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung vorgestellt worden. Dabei ging es um die Sanierungsblöcke 25, er liegt zwischen Neuer Straße, Knochenhauerstraße, Altendorfer Straße und Breiter Stein, und 31, zwischen Benser Straße, Backofenstraße, Baustraße und Schäfergasse gelegen.

Für den Sanierungsblock 25 wird eine städtebaulich verträgliche und angezeigte Verdichtung und Nutzungsmischung vorgeschlagen. Frei- und Grünräume sollen erhalten bleiben und gestärkt werden. Holger Möller vom Büro für Architektur und Stadtplanung (BAS) aus Kassel hat die Einzeluntersuchung erläutert. Der Block ist ein Schlüsselquartier mit Aufwertungspotenzial. Das Quadrat befindet sich zentral in der Altstadt.

Es ist geprägt von zweigeschossiger Bebauung mit einer unbebauten Mitte. Vier Baudenkmäler wurden gezählt. Unterirdisch gibt es einige Gewölbekelleranlagen, die allerdings kein Hinderungsgrund für die Erschließung sein sollten. Teilweise sei der Leerstand erheblich, daneben habe man aber auch Einrichtungen wie die Senfmühle oder einen Pflegedienst. Die Grundstücke sind teilweise sehr groß, an anderer Stelle gibt es wieder verwinkelte Parzellen.

Dazwischen liegen kleine, aber wertvolle Grünflächen. Der unbebaute Innenbereich, so Rolf Möller, sei ein Problem, denn hier sehe man hohen Sanierungsbedarf. Auf den angrenzenden Grundstücken wurde in vielfältiger Weise zu- und angebaut - das sei eine »typische Problemstruktur für Altstädte«.

Der Planer schlug vor, in verschiedenen Abschnitten vorzugehen und Aktionsfelder zu durchdenken. Beginnen sollte man im Quartier I an der Ecke Neue Straße/Knochenhauerstraße, hier sehe er vordringlichen Handlungsbedarf. Ein Vorschlag sehe die Befreiung von Nebenanlagen vor, damit könne man mehr »grünes Wohnen« schaffen.

An der Altendorfer Straße könnte ein ergänzender Neubau entstehen. Angedacht ist hier beispielsweise eine Tiefgarage mit 27 Stellplätze. Aber auch im Innenbereich sollen Stellplätze geschaffen werden. Wichtig wäre eine Durchfahrtgelegenheit. Empfohlen wird eine Mischung aus Wohnen und Gastronomie.

Ein Architekt müsse eine geschickte Lösung für die Gesamterschließung des Geländes finden, stellte der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, Frithjof Look, fest. Es fehle allerdings häufig an Mut, in der Innenstadt zu investieren - das sei allerdings bei Fachwerkhäusern so. Mit jedem Eigentümer werde gesprochen, um ihn zu motivieren, etwas zu tun: »Das ist Klinkenutzen, das Schwarzbrot der Denkmalpflege.«

Er finde es erfreulich, dass hier etwas passieren solle, so Dr. Reinhard Binder, FDP. Er sehe dringenden Sanierungsbedarf, und die Vorschläge seien attraktiv. Die städtebauliche Einzeluntersuchung zum Sanierungsblock 25, die die Ziele der Sanierung ausformuliert, soll die Entscheidungsgrundlage für sanierungsrechtliche Genehmigungen sein. Die Untersuchung bestimmt als Ziel der Sanierung das weitere Vorgehen der Stadt Einbeck im Sanierungsblock. Zur Umsetzung der Sanierungsziele im Block 25 wird die Variante Wohnen und Gastronomie weiterverfolgt.

Dafür hat sich der Ausschuss einstimmig ausgesprochen. Auch für den Block 31, das Geviert südlich der Backofenstraße, gibt es eine detaillierte Untersuchung. Für den Sanierungsblock 31 wird im Inneren die Schaffung hochwertigen Wohnraumes mit optimaler Erschließung und die Anlage zusätzlicher Grünflächen vorgeschlagen. Die Planungen wurden den Eigentümern im Rahmen einer Versammlung schon vorgestellt, sie sollen mit ihnen Eigentümern weiterverfolgt werden.

Im Block gebe es viele zwei- und dreigeschossige Gebäude und im Innenbereich besonders viele (Fertig-)Garagen, daneben auch wenig Grün. Die Parzellen seien häufig klein, und es gebe kleine Ensemblestrukturen. Die Eigentümer wollten aktiv werden.

Wichtig in der Planung ist hier eine Quer-Erschließung der Fläche zwischen Benser Straße und Schäfergasse. Ein dominierendes Gebäude ist das Parkhaus mit 77 Stellplätzen, dem man, so der Planer, eine verbesserte Optik verschaffen könnte. Aus der Situation heraus sollte man gute Ideen entwickeln.

Für das Innere wurde die Schaffung hochwertigen Wohnraums mit optimaler Erschließung und mit Anlage zusätzlicher Grünflächen vorgeschlagen. Hier könne man Bauland zentral innerhalb der Altstadt schaffen - dafür sollte man die Werbetrommel rühren. Auch hier gab es Lob aus dem Ausschuss für die Vorschläge und die einstimmige Empfehlung, die Planungen weiter zu verfolgen.ek

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