Schulwald für Artenvielfalt

Stiftung Zukunft Wald würdigt Engagement der Löns-Realschule

Ein Team der Landesforsten – Marie Krüger, Luca Spendemann und Marius Neumann – hat den Schulwald der Löns-Realschule besucht und eine Informationstafel neu aufgestellt. Hier wird erläutert, dass das Projekt es den Schülern ermöglicht, aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen, CO2 zu reduzieren und biologische Artenvielfalt zu fördern. Begleitet wurde die Aufstellung von Horst Bartels (rechts), Lehrer an der Löns-Realschule, und dem Naturschutzbeauftragten Gert Habermann (links).

Einbeck. Landesforsten, Schule und Unterstützer freuen sich über den Schulwald der Löns-Realschule. In den rund zweieinhalb Jahren seit der Pflanzung hat er sich gut entwickelt, und er wird von der Schule auch rege genutzt, etwa im Rahmen von Projektwochen.

Im März 2019 ist der Vertrag zwischen der Stadt Einbeck als Eigentümerin des Grundstücks am Krummen Wasser, der Löns-Realschule Einbeck und der Stiftung Zukunft Wald, einer Stiftung der Landesforsten, unterzeichnet worden. Ziel: Rund 800 Büsche und 200 Sträucher sollten innerhalb kurzer Zeit gepflanzt werden, der Grundstock für den Schulwald mit dem Motto »Schulwälder gegen Klimawandel«.

Die Löns-Realschule bringt sich im Rahmen unterschiedlicher Unterrichtseinheiten immer wieder dafür ein, etwa im Projektunterricht an diesem außerschulischen Lernort. Er ist auf 30 Jahre angelegt, auch künftige Schülergenerationen werden ihn also nutzen können. Die Schüler lernen bei ihren Aufenthalten im Schulwald die Funktionen des Waldes kennen, unter anderem als Wasserspeicher und Luftverbesserer. Anhand von Baumscheiben haben sie unter anderem die Jahresringe gezählt und sie mit ihrem eigenen Alter verglichen und besondere Daten markiert. Sie lernen Baumarten kennen, und sie haben die Fläche und das angrenzende Krumme Wasser im Sommer als erfrischendes »grünes Klassenzimmer« erleben und genießen dürfen, wie Horst Bartels berichtet, der, zusammen mit Kollegen die Unterrichtseinheiten vor Ort begleitet.

Die Stiftung Wald hat sich die Umweltbildung als ein Ziel gesetzt. Ein Schulwald soll ein Forschungs- und Experimentierfeld und Kreativlabor für viele Schülergenerationen sein. Biologische Vielfalt und Biotopvernetzung werden mit den Schulwäldern gefördert. Hier entstehen Rückzugsgebiete für Vögel, Insekten und Kleinsäuger – interessante Themen für die Schüler, genau wie das, was sie über die Verwendung des Holzes für unterschiedliche Zwecke erfahren.
Etwa 850 Bäume sind in diesem Schulwald gepflanzt worden: Stieleiche, Flatterulme, Spitz- und Bergahorn, Hainbuche, Traubenkirsche, Roterle, Winterlinde und Schwarzpappel, außerdem 200 Sträucher, beispielsweise Haselnuss, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Schlehe, Faulbaum, Schneeball, Korb- oder Saalweide.ek

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