Seniorenrat

Barrierefreiheit will man steigern

Sitzung des Seniorenrates mit Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek

Interessante Gespräche führte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek mit dem Seniorenrat. Über die das Projekt »Generationenfreundliches Einkaufen« berichtete Florian Geldmacher von Einbeck Marketing.

Einbeck. Über das Senioren- und Pflegezentrum Deinerlinde samt der Tagespflege informierte sich jetzt der Einbecker Seniorenrat. Zudem stellte sich Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek Fragen des Gremiums; Florian Geldmacher, Geschäftsführer von Einbeck Marketing, stellte den Stand der Rezertfizierung beim »Generationenfreundlichen Einkaufen« vor.

Weiter ging es über das Barrierekataster für öffentliche Gebäude, den Seniorenpreis sowie Info-Stände in Einbeck und Kreiensen. Thomas Koß-Merrettig, Geschäftsführer des Alten- und Pflegeheims, stellte den Ausschussmitgliedern die Einrichtung vor. Gut ausgelastet sei die Deinerlinde, es gebe aber noch Kapazitäten.

Vor allem, wenn man Pflegekräfte finde. Es herrsche überall ein großer Mangel, man steuere wegen der Unterversorgung in vielen Einrichtungen auf eine Katastrophe zu. Der Pflegeberuf müsse mehr anerkannt und honoriert werden, sagte Koß-Merrettig, dem stimmte auch Ilka Dirnberger, Vorsitzende des Landesseniorenrates zu. Weiter erklärte der Geschäftsführer der Deinerlinde, dass man verschiedene Wohngruppen anbiete.

Wichtig seien das Eingehen auf Aspekte wie individuelle Wünsche und Bedürfnisse, aber auch gemeinschaftliche Erlebnisse und Aktionen. Die seit einem Jahr bestehende Tagespflege in der Deinerlinde präsentierten Leiterin Sandra Eling und Stellvertreterin Ann-Kathrin Ristau.

Im März 2017 eröffnet, betreue man wochentags bis zu 15 Gäste. Angeboten werden individuelle und gemeinschaftliche Aktivitäten. Angetan waren die Mitglieder vom Seniorenrat beim Rundgang von der Einrichtung. Ernst-August Lühmann erklärte seinen Rücktritt aus dem Seniorenrat, was bedauert wurde. Jürgen Sörries folgt ihm als Gremiumsmitglied. Fragen des Seniorenrats stellte sich Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

Zum Wunsch, neben Sitzen in den Ausschüssen für Kinder, Jugend und Familie, Umwelt, Energie und Bau sowie Kultur und Tourismus in weiteren vertreten zu sein, sagte die Bürgermeisterin, dass dies schwer zu ändern sei. Der Seniorenrat müsse sich dazu an politische Vertreter wenden, ob sie es wünschten.

Durch den Kontakt zur Behindertenbeauftragten Renate Leuschner sei eine große Teilhabe in vielen Bereichen möglich. Laut kassenärztlicher Vereinigung liege im Landkreis eine Überversorgung an Ärzten vor. Einige haben jedoch in den vergangenen Jahren aufgehört, ein »Runder Tisch der Ärzte« kümmere sich um das Thema und um die Suche von Nachfolgern. Ähnliches schlug der Seniorenrat für Pflegepersonal.

Die SPD hat zum gleichen Thema einen Antrag eingereicht, sagte Dr. Michalek, der im Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales behandelt wird. Hein-Peter Balshüsemann wünschte sich ein vermehrtes Einbinden bei Baumaßnahmen. Über die Behindertenbeauftragte passiere das schon, sagte Dr. Michalek. Entdecke Bürger Mängel, könne sie diese an die Verwaltung melden. Ein weiteres Thema war der öffentliche Personennahverkehr.

Viele Ideen existieren, einiges wurde schon ausprobiert wie in Vardeilsen, das Mobilitätskonzept der Stadt Einbeck befasse sich mit unterschiedlichen Aspekten. Über das interessante Gespräch mit regem Austausch mit der Bürgermeisterin bedankten sich die Mitglieder des Seniorenrates.

Auf den nächsten Besuch von ihr freuten sie sich schon. Eltern mit Kinderwagen, Menschen im Rollstuhl oder Senioren - Einkaufen sollte für jeden bequem und barrierearm möglich sein, erklärte Jürgen Herbst. Zusammen mit Einbeck Marketing hat der Seniorenrat vor drei Jahren bei Einzelhändler die Zertifizierung zum »Generationenfreundlichen Einkaufen« durchgeführt.

Das Qualitätszeichen wurde 2009 von der Landesinitiative Niedersachsen generationengerechter Alltag (LINGA) gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, dem Einzelhandelsverband Niedersachsen-Bremen (HNB) sowie dem Landesseniorenrat Niedersachsen eingeführt. Kürzlich erfolgte die Rezertifizierung, teilte Florian Geldmacher von Einbeck Marketing mit, gute Ergebnisse gab es, die Verleihungsfeier findet Anfang Juli statt.

Gewünscht wurde, dass weitere Geschäfte an dem Projekt teilnehmen - im ganzen Stadtgebiet. Mehr als 175 öffentliche Gebäude und Kirchen in Einbeck und allen Ortsteilen begutachteten Jürgen Herbst und Klaus Fröchtenicht in Bezug auf Barrierefreiheit.

Dabei legten sie mehr als 300 Kilometer zurück und benötigten rund 80 Stunden. Eine Fotodokumentation wird erstellt, eine Präsentation soll folgen. Der Seniorenpreis wird wieder Ende November im Alter Rathaus vergeben. Die Planungen dazu haben begonnen. Gut angenommen wurde der Informationsstand auf dem Marktplatz, weiter folgen in Greene, Kreiensen und Einbeck.mru

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