Sie haben sich um Einbeck verdient gemacht

Bürgermeisterin verleiht silberne Ehrennadel der Stadt an Adolf Everlien und Gerhard Haupt

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hat beim Sommerempfang im Alten Rathaus die Ehrennadel der Stadt in Silber an Adolf Everlien aus Wenzen (rechts) und an Gerhard Haupt aus Vogelbeck (links) verliehen.

Einbeck. Beide haben sich verdient gemacht um Einbeck. Für besondere Verdienste hat der Rat die Verleihung der Ehrennadel in Silber an Adolf Everlien aus Wenzen und Gerhard Haupt aus Vogelbeck beschlossen, und die Verleihung erfolgte jetzt durch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek beim Sommerempfang der Stadt Einbeck.

Allseits bekannt sei Adolf Everlien aus Wenzen, auf Festen, Jubiläen, Einweihungsfeiern und zu vielen weiteren Anlässen sei er präsent – in seinem Heimatort, in den anderen Ortschaften drum herum, im Stadtgebiet, aber auch darüber hinaus, stellte die Bürgermeisterin in ihrer Laudatio fest. Er sei als Wohltäter bekannt, Mitglied in zahlreichen Vereinen und Verbänden. Er tue Gutes für Vereine, caritative Einrichtungen, Schulen, Kindergärten und das Krankenhaus. Seit Jahrzehnten spende er regelmäßig namhafte Summen, und er sei immer ansprechbar, wenn es um Dekoration, Blumenschmuck oder Gartengestaltung gehe.

Zum 50. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Einbeck und Thiais habe er das Wilhelm-Bendow-Theater großzügig dekoriert, und die beiden Pyramideneichen vor der Marktkirche habe er der Stadt ebenfalls geschenkt.

Ob Großveranstaltung oder kleiner Verein nebenan, da mache er keinen Unterschied, alle habe er großherzig und großzügig im Blick. Am Waldrand im Hils gebe es, so die Bürgermeisterin weiter, seit 2008 die kleinste Kapelle Deutschlands in einem parkähnlichen Gelände, zugänglich für jedermann.

Sein Engagement wolle man auf einstimmigen Beschluss des Rates mit der Ehrennadel der Stadt Einbeck in Silber würdigen.

Vorgeschlagen wurde Adolf Everlien von Burghard Jablonski, der betonte, beide zu Ehrende hätten große Verdienste erworben. Mit Adolf Everlien zeichne man einen langjährigen Freund aus, der über viele Jahre zahlreiche Einrichtungen unterstützt habe. Und das Seelenheil könne man in der Kapelle außerdem reparieren, schmunzelte Jablonski.

Der einstimmige Ratsbeschluss ehre ihn besonders, hob Adolf Everlien hervor. Er sei in einer armen Familie geboren worden, und seine Wurzeln habe er nie vergessen. Deshalb helfe er gern, wo dies möglich sei. »Wenn ihr mich braucht, bin ich da. Bei den Weihnachtsbäumen muss ich einen Hektar mehr anpflanzen, ich verschenke so viel«, lachte er.

Er freue sich, dass er Not lindern könne. Er genieße es aber auch, dass er so bekannt sei, sagte er – und seine Kontakte reichten bis nach Berlin zur Bundeskanzlerin, die ihm verraten habe, dass sie sich mit Vorgänger Gerhard Schröder nicht so gut verstand: Kuchen gab’s da nicht, man habe Kekse gegessen, habe sie ihm verraten, und das gab er auf seine unvergleichliche Art als Anekdote zum Besten.

Aus dem Bereich des Sports kommt der zweite Geehrte: Gerhard Haupt sei nicht nur in der Stadt bekannt, sondern mit dem Fußball in Niedersachsen untrennbar verbunden. Als Jugendlicher spielte er zunächst Handball, bevor er 1959 zum Fußball wechselte. Aktiv war er bis 1985. Dem VfL Hannover gehörte er von 1955 bis 1972 an als Aktiver und auch zehn Jahre als Trainer und Teamleiter von Jugendmannschaften.

Im August 1968 kam er nach Vogelbeck, wo er in den TSV eintrat und schon im Folgejahr Funktionen im Vorstand übernahm – bis 2005. Er war unter anderem Vorsitzender, Teamleiter und Trainer von Herren- und Damenmannschaften. Für einige Jahre übernahm er bei der SVG Einbeck 05 Führungsaufgaben. Auf langjährige und zahlreiche Tätigkeiten blickt er zwischen 1972 und 2014 beim Niedersächsischen Fußballverband auf verschiedenen Ebenen zurück, unter anderem als Kreisvorsitzender.

Bis heute ist er stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit. Für dieses außer­gewöhnliche Engagement ist Gerhard Haupt bereits mehrfach auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene sowie vom DFB geehrt worden, er ist Ehrenmitglied beziehungsweise Ehrenvor­sitzender verschiedener Vereine – und nun erhielt er die Ehrennadel der Stadt Einbeck in Silber.

Die Idee, Gerhard Haupt zu ehren, hat der Vorsitzende des Kreissportbundes Northeim-Einbeck, Hans Jürgen Ehrlich, an die Bürgermeisterin herangetragen. Auch hier erfolgte das Votum des Rates einstimmig. Er habe sich, sagte Gerhard Haupt, über die Ehrung gefreut, wenngleich er sie nicht mehr erwartet habe.

Als eines der Projekte, die ihm am Herzen lagen, erinnerte er an den Bau der Sporthalle in Vogelbeck vor 20 Jahren: Weil der Bau auf seine Initiative hin auf privater Basis erfolgte, konnten die Kosten mehr als halbiert werden – es sei schön, wenn man so etwas bewirken könne.ek

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