Steinrelief an der Münsterkirche zeigt Heilige Felizitas
Einbeck. In der Münsterkirche St. Alexandri befindet sich im südlichen Querhaus an der Ostwand zwischen der Heilig-Blut-Kapelle und dem Eingang der Krypta das Steinrelief der Heiligen Felizitas und ihrer sieben Söhne (auch: Felicitas).
Der Legende nach waren sie Christen, die im zweiten Jahrhundert wegen ihres Glaubens unter dem römischen Kaiser Marc Aurel und seinem Mitkaiser Lucius Verus (nach einer anderen Version unter Kaiser Antonius) angeklagt wurden. Felizitas blieb standhaft und ermahnte ihre Söhne immer wieder dazu, dem Christentum nicht abzuschwören.
Auch unter der Folter blieben sie beim christlichen Glauben, so dass »der Tyrann getobet und gedreuet und alle sieben nacheinander in Gegenwart der Mutter zum Tode gemartert« und schließlich enthauptet worden sind. Das sehr stark verwitterte Steindenkmal ist 1,35 Meter breit und 1,19 Meter hoch. Ganz links steht ein Mönch mit Kutte, der einen spitzen Behälter in der linken Hand hält. Darin befindet sich ein verzierter Kelch, aus dem ein runder Gegenstand herausragt. Einer der Söhne hält seine Hand an das Kultgerät.
Die heilige Felizitas (Bildmitte), umgeben von ihren Söhnen, zeigt ebenfalls darauf. Ihr Umhang mit Schließe hat eine dreieckige Musterung. Auf dem Kopf trägt sie eine »Gebende«, eine mittelalterliche Kopfbedeckung aus geschlungenem Tuch. »Unter den sieben Söhnen wurde im Laufe der Verehrungsgeschichte Alexander besonders hervorgehoben«. In der Einbecker Alexander-Kirche finden sich mehrere Darstellungen des Namenspatrons, so auch auf dem Felizitas-Relief: Rechts ist Alexander als römischer Legionär abgebildet.wk