Storchennest in 46 Metern Höhe ist etwas Besonderes

Markoldendorf. Das Storchenjahr 2013 hat bedingt durch den langen Winter nicht ganz ohne Probleme begonnen, berichtet Storchenvater Bernd-Jürgen Schulz. So hat das Brutgeschäft bei allen Storchenhorsten verspätet begonnen, und es gab auch Storchen-kämpfe um einzelne Horste. Beim Storchenpaar in Salzderhelden wird erwartet, dass nun die Storchenküken schlüpfen werden. Das Storchenmännchen war dort am 30. Januar am Horst eingetroffen, ihm folgte seine Störchin am 14. Februar.

Der Immenser Storch kam am 8. März aus dem Winterquartier zurück, der Storchenhorst dort hat doch einige Sorgen bereitet. Der dortige Storch musste lange auf seine Storchendame warten. Aber am 15. April war es soweit, aber da hatte er sich schon eine andere Storchendame genommen. Um 15 Uhr besuchte noch eine fremde Störchin den Storchenhorst, und es kam zum erneuten Horstkampf mit nicht erfreulichem Ausgang: Alle wurden vertrieben bis auf die Neue. Seit dem 24. April wird dort nun gebrütet, die Storchenküken müssten, wenn alles reibungslos weiter verläuft, am 24. Mai schlüpfen. Der neue Storchenhorst in Hollenstedt wurde am 15. April von einer Störchin, die keinen Ring trägt, besetzt.  Diese Störchin hatte sich schon im vergangenen Jahr im Hollenstedter Gebiet und Immensen aufgehalten. Am 21. April flog ein fremder Storch den Horst an. Seit diesem Tag sind die beiden nun dort das neue Storchenpaar. Mit dem Nestbau wurde an den folgenden Tagen gleich begonnen. Am 29. April erfolgte dort die erste Eiablage, mit dem Schlüpfen der Küken ist um den 28. Mai zu rechnen.

In Markoldendorf auf der St. Martins-Kirche (Foto) hat sich in den letzten zehn Tagen ein Weißstorchenpaar in 46 Metern Höhe einen ganz besonderen Ort ausgesucht, um sein Storchennest zu bauen. Am vergangenen Freitag war es möglich, in der Höhe  den Ring des Storchenmännchens abzulesen. Der Ring DEH-HC 095 gehört dem Storch, der im Jahr 2011 im Storchennest von Görsbach im Kreis Nordhausen beringt wurde. Leider konnte das Alter der Störchin nicht ermittelt werden, denn sie trägt keinen Ring. Storchenvater Schulz denkt, dass es auch dort in den nächsten Tagen zur Eiablage kommen wird. Zurzeit werden Namen für das Storchenpaar gesucht. Der Nistplatz in Markoldendorf ist etwas ganz Besonderes, Gleichwertiges ist in Deutschland nicht bekannt. Lediglich 1965 hat es im Badischen  so ein Storchennest auf einer Kirche gegeben.oh

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