Landesliga

SVG Einbeck 05: »Erste Hälfte Top – zweite Halbzeit Flop«

0:3-Heimniederlage gegen Hillerse / Zuschauer unzufrieden / Klassenerhalt in weite Ferne gerückt

Die SVG Einbeck 05 zeigte sich am Oster­sonnabend mit zwei Gesichtern. In der ersten Halbzeit gab sich die Bindewald-Elf top; im zweiten Durchgang aber ein Flop nach dem anderen und die 0:3(0:0)-Heimniederlage gegen den TSV Hillerse stand fest. Dabei war der Gast keine Übermannschaft, und die nur noch rund 100 ­Zu­schauer verließen unzufrieden das heimische Stadion.

Einbeck. Der Landesligist SVG Einbeck 05 hängt weiter ganz tief im Abstiegskampf. Am Ostersonnabend verlor das Team von Coach Rolf Bindewald das wichtige Spiel vor heimischem Publikum nach einer absolut enttäuschenden zweiten Halbzeit mit 0:3 (0:0). Man muss sich damit weiterhin ernste Sorgen um den Klassenerhalt machen, denn mit einer solchen Vorstellung wie in den zweiten 45 Minuten wird man dieses Ziel wohl unter keinen Umständen erreichen können. Hatte SVG 05-Keeper Chris Sudhoff in der ersten Halbzeit gleich mit drei Glanzparaden seinen Kasten sauber gehalten, so war er an den Gegentoren im zweiten Durchgang schuldlos.

Dabei begannen die Bindewald-Schützlinge die Partie recht viel versprechend. Man spielte schnell und zielstrebig nach vorn und hatte in den ersten 15 Spielminuten bereits drei gute Möglichkeiten, die zum Torerfolg hätten führen müssen. Zunächst war es Zimmermann, der aus sechs Metern den Ball über den Kasten drosch (6.). Dann war es Misch (10.), dessen Schuss vom Gäste-Keeper noch zur Ecke geklärt wurde, und die dritte Chance hatte Strzalla (12.), dessen Gewaltschuss ebenfalls nicht das Tor traf. Kurz da-rauf (16.) die erste Glanztat von SVG 05-Keeper Sudhoff, der seine Farben vor dem Rückstand be­wahrte, wie auch in der 26. und 34. Mi­nute. Nur eine Mi­nute später (35.) vergibt SVG 05-Spieler Breitenstein aus einem Meter die mögliche Führung. Auf der Gegenseite war Pribyl im Hillerser Tor erstmals zum Eingreifen ge­zwungen, als Misch die Möglichkeit hatte, doch in diesem Duell gegen Pribyl blieb Misch zweiter Sieger.

Mit diesem bis dahin gerechten 0:0 wurden die Seiten gewechselt. Was sich dann jedoch im zweiten Durchgang aus Einbecker Sicht ereignete, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. So wird die Mannschaft den Abstiegskampf nicht bestehen können. Sämtliche Vorgaben, die vom Trainerduo wohl in der Pause gemacht wurden, kamen nicht zur Umsetzung. Sicherlich spielte das frühe 0:1 (54.) dabei eine tragende Rolle, was den Verlauf der zweiten 45 Minuten aus SVG 05-Sicht vorzeichnen sollte.

Anstatt bei Freistoßausübungen am eigenen Starfraum eine geordnete Abwehr zu haben und den Ball nach vorn zu schlagen, darf man sich nicht wundern, wenn es dann im SVG 05-Gehäuse klingelt. Von da an ging bei den Gästen gar nichts mehr. In der Offensive setzte man keinerlei Akzente, auch nicht die eingewechselten SVG 05-Spieler von der Crone und Salfeld,  da diese mehr und mehr in der Luft hingen und kaum Unterstützung aus dem Mittelfeld zu sehen war.

Von Aggressivität in der zweiten Halbzeit in den Zweikämpfen, wie sie im Abstiegskampf nötig ist, oder zwingendem Offensivspiel war keine Spur. Man kam in den Zweikämpfen immer einen Schritt zu spät, so dass im Defen­sivbereich einige große Lücken nicht zu über­sehen waren und dies der Gast aus Hillerse in der 63. und 92. Minute nutzte und das Debakel mit einer 0:3-Niederlage seinen Lauf nahm.

Andreas Göhlich nach Spielschluss: »Ein völliger Leis­tungsabfall in der zweiten Halbzeit, welcher durch nichts zu erklären ist. Dennoch hat die Mannschaft es noch selbst in der Hand, die nötigen Punkte zum Klassenerhalt beizusteuern. Denn wer keine Tore erzielt, der kann auch nicht gewinnen und muss weiter um den Klassenerhalt bangen!«pk

Anders als bisher

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