Tradition und Begegnung beim Osterfeuer

Einbeck. Der Winter hat sich auch ohne die österlichen Traditionsfeuer, das ihm eigentlich »Beine machen« sollte, längst verabschiedet, aber schön ist es trotzdem immer wieder, in die lodernden Flammen zu schauen, sich wärmen zu lassen und beim Osterfeuer Freunde und Bekannte zu treffen. Das Einbecker Osterfeuer zwischen der Andershäuser Straße und dem »Hasenjäger« ist wie immer am Sonntagabend abgebrannt worden. Am Vortag hatte das Technische Hilfswerk, Ortsverband Einbeck, den Holzstapel errichtet.

Solide im Blockhaus-Stil war das Holz innen geschichtet. Außen formten lange Holzstangen eine Pyramide. Dazu waren kleinere Äste, Reißig und Stroh hineingesteckt worden – eine solide Konstruktion, die lange brannte. Gegen 19.45 Uhr hielt der dreijährige Julius Helmke mit Stadtförster Klaus Weinreis, seinem Großvater, und unter den wachsamen Augen von Mathias Schreckenbach vom zweiten Zug der Ortsfeuerwehr Einbeck die brennende Fackel ans Stroh, das sogleich Feuer fing.

Rasch breiteten sich die Flammen aus. Angesichts der Trockenheit in den vergangenen Tagen hatte die Feuerwehr, die mit 27 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort war, das Umfeld schon vorbeugend bespritzt, und immer wieder richteten die Feuerwehrleute die Löschschläuche an Rasenflächen, Bäume und Sträucher im Umfeld, um ein Entzünden durch Funkenflug zu vermeiden beziehungsweise gleich zu bekämpfen. Viele Kinder haben das »große« Feuer im Kleinen mit ihren Fackeln begleitet. Zahlreiche Besucher freuten sich am hellen Schein, und beim weiten Blick waren in der Umgebung einige Feuer der Ortschaften zu sehen.

Für das leibliche Wohl war von süß bis herzhaft sowie mit Getränken ebenfalls gesorgt. Das Osterfeuer ist als Brauchtum schon aus vorchristlicher Zeit bekannt und mit Aberglauben verbunden: So sollte der Feuerschein die Häuser, auf die er fiel, das Jahr über schützen, die Menschen sollten gesund bleiben, und für eine reiche Ernte sollte das Osterfeuer ebenfalls sorgen.ek

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