»Unser Beitrag zur Lebendigkeit des Standorts Einbeck«

Mode- und Sporthaus Schünemann: Viel Lob bei offizieller Einweihungfeier des gelungenen Umbaus / »Leuchtturm« für die Region

Ein gutes Zeichen für die Stadt, ein mutiger Schritt, ein Fingerzeig in die Zukunft: Das Mode- und Sporthaus Schünemann hat sich verändert. Anlässlich der offiziellen Eröffnungsfeier gab es viel Beifall für das Projekt, das das Unternehmen die vergangenen Monate geprägt hat.

Einbeck. »Wir sind überzeugt, mit der Neugestaltung des Hauses Schünemann einen wertvollen Beitrag für die Strahlkraft Einbecks als mittelständiger Wirtschaftsstandort geschaffen zu haben«, hieß es in der Einladung von Waltraud und Walter Schmalzried. »Sechs stramme Monate liegen hinter uns«, stellte Waltraud Schmalzried in ihrer Begrüßung fest. Sie habe jeden Tag gebetet, dass das Werk in Gesundheit vollendet werden könne. »Jeden Tag ein neues Wunder« habe es gegeben, viele Überraschungen und die Gewissheit: »Alles wird gut.«

Nicht alles sei wie geplant gelaufen, aber letztlich wurde es besser als gedacht, knüpfte Walter Schmalzried an. Er freue sich über den guten Besuch der Eröffnungsfeier mit vielen Nachbarn: »Wir mühen uns alle um die Region.« »Plötzlich ist das Haus integriert«, staunte er über die jüngste Entwicklung. Schon 1967 hätte er das Haus Altendorfer Straße 14 gern gekauft und eine für damalige Verhältnisse stattliche Summe für 80 Quadratmeter Grundfläche geboten – zu wenig für den früheren Besitzer. »Damit war das gegessen«, wenngleich er noch zweimal einen Anlauf unternommen habe. Über die Bürgerstiftung sei es nun möglich gewesen, das Haus zu übernehmen, und der einstige »Pfahl im Fleisch« bereite viel Freude: »Wenn wir es schon damals umgebaut hätten, wäre es nicht so schön wie heute«, lachte er.

Ein Haus wie Schünemann, betonte er, wolle nicht zu den Sauriern gehören und aussterben. »Wir wollen leben, verkaufen ist unsere Leidenschaft, wir mögen unsere Kunden.«

Das nette 50-köpfige Team stehe für ehrliche Beratung im Stil des Hauses, hier werde Vertrauen gelebt, denn die Menschen wollten Begegnungen, trotz Internet-Einkauf. »Die Zukunft liegt in der menschlichen Qualität«, sagte er unter Beifall. Daneben stehe Schünemann zu Marken, die ihr Geld wert seien, denn Billiges sei auch billig. Man wolle eine Atmosphäre des Willkommens schaffen, mit Charme und Sympathiewerten, die Lust machten, Neues zu entdecken.

Auf Aha-Effekte habe man weitgehend verzichtet, abgesehen von einer »Lichtorgel«, sagte er augenzwinkernd. »Was Sie sich in Ihrem Alter noch antun«, diesen Satz habe er oft gehört, aber er und seine Frau lebten für das Unternehmen, wollten ihm eine Zukunft geben. Sie wollten etwas tun für die Ausstrahlung der Stadt, denn von Einbecker Kunden allein könne man nicht leben. Deshalb müsse man dafür sorgen, das Haus unverwechselbar zu machen. Viel Herzblut, Begeisterung und die Leidenschaft, gut zu sein, steckten dahinter. Ein solches Geschäft zu führen, sei täglich eine neue Herausforderung. Ein Symbol dafür sei der Schmetterling, der überall im Haus zu finden sei – ein Symbol für Erneuerung. »Dem steckt’s aber in den Genen, wir müssen viel dafür tun«, schmunzelte er. Man habe sich das Ziel gesetzt, mit dem Haus die eigene Zukunft zu stärken, aber auch etwas Attraktives für den Standort zu schaffen. »Dieser Umbau ist unser Beitrag dazu.«

Die Begeisterung, die Walter Schmalzried ausstrahle, zeige sich am Ergebnis, lobte Bürgermeister Ulrich Minkner. Die Strahlkraft wirke zugleich auf die Stadt als Mittelzentrum. Es sei faszinierend, dass Schmalzrieds dieses Projekt nach mehr als 40 Jahren angenommen hätten. Aus der Sicht der Innenstadt sei hier eine exzellente Lösung gefunden worden: »Das ist ein Bau, wie wir ihn uns wünschen.« Auch Belange der Denkmalpflege seien vorbildlich gelöst worden.

Die wichtigen Bausteine des Projekts listete der Leiter des Fachbereichs Bauen, Planen, Umwelt, Gerald Strohmeier, auf: Der Umbau sei ein Bekenntnis zur Innenstadt. Es gebe viele Konzepte, »Familie Schmalzried hat gehandelt.« Einzelhandel sei wichtig für die Lebendigkeit der Stadt. Ein Modehaus auf neuestem Stand ziehe Kunden aus der Region nach Einbeck, davon profitiere die Gesamtstadt. Hervorzuheben sei auch die architektonische Qualität, die besondere Baukultur zeige. Die Herausforderung sei gelungen, moderne und historische Bezüge wurden gewahrt. Zudem seien die behördlichen Auflagen angenommen worden. »Solche Bauherren haben wir nicht jeden Tag«, erkannte Strohmeier an. Dass hier Einzelhandel mit Herz betrieben werde, mit fachkundiger Beratung, Präsentation und Qualität, das binde Kunden, das werde gelebt und weitergegeben.

Das Lob, das Architekt Uwe Hilger immer wieder von Schmalzrieds erfahren hatte, gab er an die Planer und Handwerker weiter: Alles müsse sich, wie bei einem Motor, reibungslos miteinander drehen, wenn etwas gelingen solle, und das sei hier der Fall gewesen. Den Kran sieben Monate in der Nebenstraße zu sehen, sei auch ein wichtiges Zeichen gewesen, dass sich in der Innenstadt etwas tue, hob er hervor.

Für die »Initiative Einbeck« gratulierte Petra Reimann: Nichts sei beständiger als der Wandel, und so meisterten Schmalzrieds das Geschäftsleben. Fleiß, Schweiß, hervorragende Mitarbeiter und bewundernswerter Mut seien Elemente ihres Erfolgs, verschönert, vergrößert und verbessert wurde das Haus, lobte Christoph Bajohr, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Was man hier finde, sei top-aktuell, »absolutes Großstadt-Niveau.« So sei das Haus Schünemann ein Leuchtturm für die Region. Ein Haus dieser Kategorie sei wichtig für alle Geschäfte in Einbeck, es sei schön, wenn die Kunden regelmäßig einen solchen Magnet ansteuerten. Ein Stopp der Entwicklung sei hier nicht zu sehen. Hinzu kämen ein bewährtes Mitarbeiterteam und guter Führungsstil. Für Service, Beratung und optimale Kundenorientierung spreche er der gesamten Belegschaft ein dickes Lob aus, so Bajohr. Für die Idee, den Einkaufsstandort Einbeck weiter zu stärken, überreichte er einen »Einbecker Leuchtturm« – für die richtige Wegweisung in der Region.ek

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