»Wacken-Opa«: Lautstark gegen Krebs

Einbeck. Der 70-jährige Günter Jacobs, bekannt als »Wacken-Opa« Günter, der seit Jahrzehnten das Wacken-open-Air besucht, investiert einen Großteil seiner Zeit für das Charity-Projekt »Lautstark gegen Krebs«. In diesem Sommer setzt er Besonderes um: Er wird rund 450 Kilometer von Fritzlar in Hessen bis nach Wacken in Schleswig- Holstein in seinem Rollstuhl zurücklegen und unterwegs Spenden für den guten Zweck sammeln. Jetzt hat er in Einbeck Halt gemacht.

Basierend auf der Aktion »Stark gegen Krebs« mit der die Organisatoren des Charity-Events »Wattolümpiade« neue Strukturen für Krebsbetroffene der norddeutschen Westküste entwickelten, entstand beim Wacken Open Air 2018 die Initiative »Lautstark gegen Krebs«: Holger Hübner, Thomas Jensen, Jens Rusch und Günter Jacobs initiierten diese Solidaritäts-Aktion, bei der schwarze Armbänder mit der Prägung »Lautstark gegen Krebs« eine vermittelnde Rolle spielen. In diesem Sommer macht sich »Wacken-Opa« Günter nun vom Festival »Rock am Stück« in Fritzlar in Hessen bis nach Wacken in Schleswig Holstein auf – in seinem Rollstuhl, der sechs Stundenkilometer schnell ist.

Los ging es am 20. Juli, begleitet wird er während der 434 Kilometer von seinem Freund und Mitinitiator Ralf Deuter auf dem Fahrrad und Michael Schewe. Unterwegs machen die drei an 25 Stationen Halt, um dort über die Arbeit von »Lautstark gegen Krebs« zu informieren und Spenden zu sammeln. In Einbeck auf dem Marktplatz wurden sie begrüßt von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, die die Aktion mit einer Spende unterstützte.

128 Kilometer haben Günter und sein Team da bereits zurückgelegt, und dabei verschlug es ihn mit seinem »Rolli« sogar auf eine Bundesstraße, weil er den Radweg aufgrund eines Grabens nicht gleich erreichen konnte. Weitere Stationen sind Hildesheim, Sarstedt, Laatzen, Hannover, Celle, Soltau, Schneverdingen, Buchholz, Hamburg, Pinneberg, Elmshorn und Itzehoe.

Am 31. Juli wollen die drei dann in Wacken einrollen. Bis dahin hoffen sie auf zahlreiche Unterstützer während ihrer Tour, die von Einbeck nach Alfeld führte. Als Dank für einen Obolus ab fünf Euro verschenkt »Wacken-Opa« Günter Solidaritäts-Bändchen an die Spender. Allein beim Festival in Fritzlar habe er mehr als 5.000 Euro gesammelt, berichtet er.

Das Geld fließt in DKMS, die Deutsche Krebshilfe für die Einrichtung von Beratungszentren und zum kleinen Teil in die Wacken-Foundation. Im September wird der »Wacken-Opa« sein Spendenergebnis bekannt geben.sts

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