Weihnachten in Einbeck Anfang der 60er Jahre

Einbeck. Weihnachtszeit im Einbeck des Jahres 1961: Der Schnappschuss zeigt einen von tiefen Schneespuren zerfurchten Marktplatz. Das Alte Rathaus steht malerisch im Hintergrund, auf dem Dach und den Turmhauben liegt Schnee. Der beleuchtete, aber sonst schlicht gehaltene Weihnachtsbaum steht am Bildrand. Auf dem Parkplatz sind zwei VW-Käfer zu sehen, die meistvertretenen Autos jener Zeit.

1961 war ein Jahr wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Globus-Teppich-Fabrik unter Walter Poser erlebte mit einem Stand von 850 Mitarbeitern ihre Blüte. In der Kommunalpolitik gab es einen Wechsel: Bei den Bürgermeisterwahlen wurde Auguste Jünemann von Wilhelm Dörge abgelöst.

Das Wirtschaftswunder der 1950er und 60er Jahre forderte aber auch seinen Tribut: Das Stadtbild begann sich zu verändern. So sprach dann auch der Geschichtsverein in seinem Jahresbericht für 1961 von einer »zunehmenden Verschandelung der Innenstadt Einbecks«. Dazu kam der bauliche Verfall einer der großen drei Kirchen der Altstadt. St. Marien war »in Folge der veränderten Bodenverhältnisse« durch den zunehmenden Lkw-Verkehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Man warnte vor »schweren Verfallserscheinungen«.

Heute weiß kaum noch jemand von den jüngeren Einbeckern, dass auf dem Platz an der Löwenkreuzung einmal eine große Kirche stand. – Ob es 2018 weiße Weihnachten gibt, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht seriös zu beantworten. Laut Wetterbericht sollen die Temperaturen in der kommenden Woche auf bis zu 14 Grad ansteigen.wk

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