Weihnachtlich feiern mit Musik, Licht, Stimmung

»Lange Nacht der Marktkirche« am 23. Dezember mit Mister Me geplant | Zuschauer vor Ort, Streamen zu Hause

In der Marktkirche St. Jacobi soll es am 23. Dezember ein besonderes Konzert geben: Dafür planen (von links) John Deppe, Thomas Döhrel und Daniel Krümmel.

Einbeck. Weihnachten ist ein Fest, das für viele Menschen etwas Heimeliges bedeutet, es hat mit »nach Hause kommen« zu tun, mit Stimmung, Licht und auch Musik. Wie Weihnachten in diesem Jahr gefeiert werden darf, ist noch offen. Dass aber das Stimmungsvolle bei allen Einschränkungen, die die Pandemie bringt, nicht fehlen darf, das steht für ein Bündnis aus vier Einbecker Akteuren fest – und sie laden am 23. Dezember, dem Tag vor Heiligabend, ein zur »langen Nacht der Marktkirche«, zu einem Konzert in St. Jacobi, zu einem Genuss für das Ohr, aber auch für das Auge.

Zu Gast ist Mister Me, erfolgreicher Singer-Songwriter aus Berlin, ein ehemaliger Einbecker: Micha Meißner. Zuhörer dürfen hoffentlich live vor Ort dabei sein. Das Konzert wird aber auch gestreamt. Und ein Live-Erlebnis soll es auf jeden Fall geben: Bereits am Spätnachmittag wird St. Jacobi in Licht getaucht, als Einstimmung auf das Konzert und auf das Fest und vielleicht auch als Fotomotiv als Erinnerung an dieses herausfordernde Jahr.

Die »lange Nacht der Marktkirche« am 23. Dezember wird vorbereitet von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Einbeck, der Jugend- und Kulturkirche »marie«, vom Einbecker Stream und von Krümmel Event. Wenn Weihnachten in diesem Jahr anders wird als gewohnt, wie kann man trotzdem etwas machen für alle, die zum Fest hierherkommen, zu ihren Familien in der Heimatstadt, die sich einstimmen möchten, auch mit Gästen, die sich lange nicht gesehen haben? Der schon traditionelle knackig-volle Home-coming-Abend im Weihnachtsdorf wird es in diesem Jahr ganz sicher nicht sein, aber etwas, das die Besucher anzieht und für Staunen und Freude sorgt und auch in Erinnerung bleibt, soll es trotzdem geben.

Bereits ab 16 Uhr wird die Marktkirche von außen festlich beleuchtet. Ein Spaziergang lohnt sich also schon in den Nachmittags- und frühen Abendstunden, um, neben der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt, St. Jacobi in außergewöhnlichem Licht zu entdecken und zu genießen.

Im Stil eines Regionalfernsehens soll dann der Abend ablaufen: mit Weihnachtsansprachen und Interviews, bevor das Konzert um 20 Uhr beginnt. »Mister Me kommt dazu auch nach Hause zurück«, stellt John Deppe von der Jugendkirche »marie« fest. Als Künstler musste er in diesem Jahr alle Veranstaltungen absagen, unter anderem auch die für den Herbst geplante Tournee mit seinem neuen Album. Jetzt soll es möglich werden, dass er in Einbeck live spielt; dabei ist die Zahl der Zuschauer mit Blick auf die Abstandsregelungen in der Marktkirche allerdings begrenzt.

Für alle, die keinen Platz finden, wird das Konzert gestreamt. Sollte die Veranstaltung nicht wie geplant durchführbar sein, wird nur gestreamt. »Damit machen wir auch ein Angebot für diejenigen, die derzeit lieber im ›cocooning‹ sind, also möglichst wenig unterwegs sein wollen«, stellt John Deppe fest. Zugleich wolle man so die Möglichkeiten nutzen, die regional vorhanden seien.

Zum Konzert werde die Marktkirche auch innen in Licht getaucht, erläutert Daniel Krümmel, der mit Pepe Ziegler von der Stadtjugendpflege für die Umsetzung des technischen Teils des Abends verantwortlich ist. Es gibt eine Bühne, Kerzen brennen, und Mister Me spielt unplugged, wobei er den besonderen Reiz der Akustik in St. Jacobi nutzt. Begleitet wird er von Artur Kühfuß am Klavier. Das Repertoire umfasst Singer-Songwriter-Stücke und Pop – Mister Me singt übers Leben und dessen vielfältige Facetten.

Plätze können Interessierte für 30 Euro bestellen unter kg.einbeck@evlka.de. Wenn sich ausreichend Besucher anmelden, kann das Konzert stattfinden – falls nicht, können diejenigen, die schon gebucht haben, die Reservierungen zurückgeben. Wer nicht selbst dabei ist, sondern unter www.einstream.de zuschaut, wird um eine Spende gebeten. Die Eintritts­gelder gehen komplett an Mister Me, kündigt Thomas Döhrel vom Kirchenvorstand an. Das sei ein Beschluss des Gremiums: Damit sollten Kulturschaffende unterstützt werden.

Deshalb sehe man diese »lange Nacht der Marktkirche« auch als »Solidaritätskonzert«. Hauptziel aller ist es dabei darüber hinaus, gemeinsam Weihnachten zu feiern und eine Verbundenheit aufzubauen – trotz der Beschränkungen durch Corona.

Wer coronakonform von zuhause aus dabei sein möchte, kann das ebenso tun wie diejenigen, die die Live-Atmosphäre eines Konzertabends genießen wollen. »Kirche ist präsent«, das sei der Wunsch des Kirchenvorstands, so Thomas Döhrel. Für die Präsenzveranstaltung in St. Jacobi werde selbstverständlich ein Hygienekonzept umgesetzt.ek

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