Zwischen Traum und Wirklichkeit

Traumtheater Salome begeistert im Bendow-Theater mit spektakulärer Akrobatik

Atemberaubende Akrobatik, beeindruckende Kunststücke und außergewöhnliche Choreographien – das Traumtheater Salome machte am vergangenen Freitag im Wilhelm-Bendow-Theater Halt und nahm das Publikum mit auf eine magische Reise durch die Welt der Artistik und Show.

Einbeck. »Lasst uns den Weg zwischen Traum und Wirklichkeit beschreiten«, forderte der Salome-Begründer Harry Owens als Geschichtenerzähler das Publikum anfangs auf, ihm ins Traumtheater zu folgen. Darin zogen die jungen Künstler das Publikum mit spektakulären Einlagen schnell in ihren Bann. Mit einem leichtfüßigen Balanceakt, bei dem die Protagonistin mit außergewöhnlicher Körper- und Gleichgewichtsbeherrschung über das gespannte Seil tänzelte, begann die zweistündige Show. Zeit zum Verschnaufen ließen auch die Seilakrobatinnen nicht, die sich, mal alleine oder zu zweit, bis unter das Bühnendach heraufschlängelten und von dort ihre teils halsbrecherischen Figuren zeigten.

Für die komischen Elemente sorgten ein herumtollender Narr sowie ein Stimmen-Künstler. Letzterer ahmte während der Umbaupausen zur Erheiterung der Zuschauer Vogelgezwitscher nach oder trug im alleinigen Wechselgesang eine Oper vor. Ein weiteres Showelement waren verschiedene Bodenakrobatikeinlagen, die mal tänzerisch und mal kraftvoll, dargeboten wurden. So stemmte sich ein Künstler mit seinen Händen am Rücken seiner zwei Begleiterinnen auf in die Luft zum Kopfstand oder begab sich mit nur einer Hand zur Absicherung in eine horizontale Position. Ebenfalls für Begeisterung sorgte ein Duo, das bei ihren kraftvollen und spektakulären Figuren jeglicher Schwerkraft trotzte. Für einen einarmigen Kopfstand auf dem Haupt seines Partners gab es vom Publikum einen Extra-Applaus. Bei den temporeichen Jonglier-Nummern mussten die Zuschauer meist zweimal hinsehen.

Während der Vorführungen, die große Geschicklichkeit erforderten, warfen sich die Jongleure ihre Bälle in allen möglichen Lagen zu oder ließen sie, während sie sich Rücken an Rücken von der Hocke in den Stand streckten, durch die Luft kreisen. Ebenfalls anspruchsvoll waren die Kunststücke des Diabolo-Artisten, der die Halbschalen hin und her schleuderte und diese schnell und präzise mittels einer Schnur wieder einfing.

Eine »Kreisel« Einlage, bei der sich der Künstler fast zehn Minuten ständig im Kreis drehte und dazu mit runden Deckeln balancierte, begeisterte die Zuschauer. Dabei schmiss er seinen Helfern die Gegenstände punktgenau zu und ließ anschließend seine vorher umgeschulterten kreisrunden Decken auf einem Finger »tanzen«. Eine gelungene tänzerische Vorstellung zeigte das Ensemble mit seiner Michael-Jackson-Hommage, die an das Musikvideo zum Lied »Smooth Criminal« angelehnt war. Eingehüllt in Kostüme der 30er-Jahre stellten sie eine aufregende Choreographie vor, bei der der Michael-Jackson-Darsteller im weißen Anzug beim berühmten »Moonwalk« über die Bühne schwebte. Am Ende der zweistündigen »Traumreise« bedankte sich das Einbecker Publikum mit langanhaltendem Applaus für eine gelungene Veranstaltung.thp

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