Vier Prozent Dividende für Mitglieder der Volksbank eG

Vertreterversammlung im Landhaus Greene durchgeführt

Am Dienstagabend fand im Landhaus Greene die Vertreterversammlung der Volksbank eG in Alfeld, Bad Gandersheim, Bockenem, Einbeck, Langelsheim, Leinebergland und Seesen statt – und das bei hochsommerlich warmen Temperaturen.

Greene. Die Welt wird immer digitaler und enger vernetzt. Diesem Trend darf man sich als Bank nicht verschließen, hieß es am Dienstagabend während der Vertreterversammlung der Volksbank eG in Alfeld, Bad Gandersheim, Bockenem, Einbeck, Langelsheim, Leinebergland und Seesen in Greene. Die Volksbank eG investiere daher verstärkt in digitale Produkte, Dienstleistungen und Kommunikationskanäle. Vorstandsmitglied Dr. Jörg Hahne stellte den neuesten Service der Volksbank eG vor: »Mein Unternehmen.Online«. Mit »Mein Unternehmen.Online« wendet sich die Volksbank eG an ihre Firmenkunden. »Wir möchten die Wirtschaft mit sinnvollen Leistungen stärken.« Mit »Mein Unternehmen.Online« startet die Volksbank eG in ihrer Region eine einzigartige Initiative und stellt Firmenkunden, die noch keine Online-Präsenz haben, eine Website inklusive Beratung sehr kostengünstig zur Verfügung. »Wir wollen unsere Firmenkunden dabei unterstützen, potenzielle Interessenten oder Neukunden im Netz noch viel leichter zu gewinnen. Zudem sollen die Firmen leichter und schneller digital im Netz gefunden werden.«

Zunächst hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Rüdiger Berkhan die Vertreter und die Repräsentanten der umliegenden Volksbanken sowie die Bürgermeister und Pressevertreter im vollbesetzen Landhaus willkommen geheißen. Berkhan stellte die Beschlussfähigkeit der Vertreterversammlung fest und übergab das Wort an die Vorstandsmitglieder, Dr. Jörg Hahne und Andreas Wobst. Berkhan entschuldigte Vorstandsmitglied Dieter Brinkmann, der krankheitsbedingt an der Vertreterversammlung nicht teilnehmen konnte.

Bevor Dr. Hahne bei hochsommerlich warmen Temperaturen draußen mit seinem Rückblick über das vergangene Geschäftsjahr begann, zeigte er einen kurzen Film, der die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2018 aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport zusammenfasste.

Anschließend sprach er über die fortschreitende Digitalisierung, die auch vor dem Bankgewerbe nicht halt macht. Er berichtete, dass sich die Quote der Deutschen, die ihre Bankgeschäfte ganz oder teilweise im Internet erledigen, zwischen 2003 und 2018 von 26 auf 50 Prozent gestiegen ist.

Im Anschluss an seine Ausführungen sprach Vorstandsmitglied Andreas Wobst über das vergangene Geschäftsjahr. Er zeigte sich mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2018 sehr zufrieden und ging auf einzelne Zahlen besonders ein. Beim Kreditgeschäft konnte ein Zuwachs von rund 23 Millionen Euro auf nunmehr 629 Millionen Euro verzeichnet werden. »Wir haben eine gute Streuung nach Größenklassen und Branchen«, berichtete Wobst.

Besonders die starke Nachfrage nach Darlehen für den Erwerb von Wohnimmobilien sowie deren Modernisierung führte zu der positiven Steigerung. Nach wie vor ist das Zinsniveau niedrig.

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren und Fonds verzeichnete die Volksbank eG einen leichten Anstieg von 320,7 Millionen Euro auf 346 Millionen Euro. »Die Eigenanlagenstrategie ist weiterhin als konservativ zu bezeichnen«, sagte Wobst, »auch hierbei achten wir auf die Bonität der Portfolios.«

Ein weiterer wesentlicher Posten in der Bilanz der Volksbank eG sind die Kundeneinlagen. »Diese Guthaben bei uns haben sich um 22 Millionen Euro auf 918 Millionen Euro erhöht«, erläuterte der Vorstand der Volksbank eG. Das stärkste Wachstum war bei den Sichteinlagen zu beobachten, was mit den weiterhin bestehenden Unsicherheiten am Kapitalmarkt zusammenhängt. »Dies ist ein Trend, der bei den anderen Banken im Genossenschaftsverband ebenfalls zu beobachten ist.«

Die Guthaben bei den Verbundpartnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe, dies sind die R+V Versicherung, die Union Investment und die Bausparkasse Schwäbisch Hall, haben sich positiv entwickelt. »Unter Hinzurechnung der Guthaben bei diesen Verbundunternehmen betreuen wir ein Kundenanlagevolumen von 1.555 Millionen Euro«, berichtete Wobst. »Eine beachtliche Größenordnung und eine Steigerung um 16 Millionen Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2017.«

Die Bilanzsumme wies 1,147 Milliarden Euro aus und konnte gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent gesteigert werden. Das bilanzielle Eigenkapital belief sich zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 auf 127,9 Millionen Euro. »Damit verfügen wir über eine gute Eigenkapitalausstattung«, fasste der Volksbank-Vorstand zusammen und ergänzte: »Wir sind auf gutem Kurs.«

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 wird ein Bilanzgewinn von 1.553 Millionen Euro ausgewiesen. »Damit konnten wir den Bilanzgewinn im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 leicht steigern.«

Die Ergebnissituation bezeichnete Wobst als stabil. Das Zinsergebnis stand auch im Geschäftsjahr 2018 unter dem Einfluss des anhaltend niedrigen Zinsniveaus. »Mit den Erträgen aus dem Vermittlungsgeschäft BSH, R+V Versicherung, Union Investment, Wertpapiergeschäft und dem Zahlungsverkehr sind wir zufrieden«, fuhr Wobst fort.

Im weiteren Verlauf sprach er über den Vorschlag zur Gewinnverwendung. Aufsichtsrat und Vorstand schlugen vor, aus dem Bilanzgewinn 1,1 Millionen Euro in die Rücklagen einzustellen. »Jeweils 550.000 Euro sollen in die gesetzliche Rücklage und in die anderen Ergebnisrücklagen fließen. Des Weiteren empfehlen wir, an unsere Mitglieder eine 4-prozentige Dividende auf die Geschäftsguthaben zu zahlen«, sagte Wobst. In der Summe macht dies 452.654,30 Euro. Mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 175,22 Euro ergeben sich insgesamt 1.552.829,52 Euro, was der Höhe des Bilanzgewinns entspricht.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte der Aufsichtsratsvorsitzende Rüdiger Berkhan diesen Antrag zur Abstimmung, dem die Vertreter einstimmig folgten. Die Verantwortlichen der Volksbank eG sind mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres sehr zufrieden. »Das Geschäftsmodell ‚Mehr Werte für Menschen‘ hat sich in der Region, in der die Volksbank eG seit mehr als 150 Jahren aktiv ist, sehr gut bewährt«, so Wobst.

Anschließend berichtete der Aufsichtsratsvorsitzende Rüdiger Berkhan über die Tätigkeiten des Aufsichtsrates aus dem Berichtsjahr 2018.

Zum Bericht des Aufsichtsrates über die gesetzliche Prüfung übergab Rüdiger Berkhan an den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Dierk Fingerhut. Die zusammenfassenden Schlussbemerkungen aufgrund der stattgefundenen Verbandsprüfungen wurden verlesen mit der Information, dass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde.

Rüdiger Berkhan stellte in den folgenden Tagesordnungspunkten die Feststellung des Jahresabschlusses 2018, die vorgeschlagene Gewinnverwendung sowie die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Abstimmung vor. Alle Punkte fanden die Zustimmung der Versammlung.

Der folgende Tagesordnungspunkt befasste sich mit den Wahlen zum Aufsichtsrat. Bettina Sander, Horst Ebbighausen, Christian Geries, Holger Kleimann und Norbert Luther schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Entsprechend der Satzung war bei allen eine Wiederwahl zulässig, bei der die Vertreter einstimmig für die Fortsetzung der aufsichtsrechtlichen Tätigkeit votierten. Altersbedingt ist Gerd Huchthausen aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Für seine langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat der Volksbank eG wurde er mit der Ehrenurkunde des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands zusammen mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.red/uk

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