Ausschuss für Umwelt, Energie und Bau

WC-Standort im Gebäude finden

Aber Übergangslösung mit Container am Bahnhof Kreiensen soll kommen

Für einen Toilettenstandort am Bahnhof Kreiensen wurde jetzt der Eingangsbereich der ehemaligen Gaststätte in die Diskussion gebracht.

Kreiensen. Ein politischer Dauerbrenner ist die Frage, wo Reisende auf dem Bahnhof Kreiensen zur Toilette gehen können, wenn es mal pressiert. Damit hat sich jetzt der Ausschuss für Umwelt, Energie und Bau beschäftigt. Grundlage der Beratungen war ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Situation für Reisende auf dem Bahnhof Kreiensen. Eine behindertengerechte Toilettenanlage im Gebäude soll kommen, so die Beschlussempfehlung, und für eine Übergangszeit wurde die Anschaffung eines Containers beziehungsweise Toilettenwagens empfohlen.

Wie Birgit Tatje, Leiterin des Sachgebiets Gebäude- und Liegenschaftsmanagement bei der Stadtverwaltung, dazu ausführte, habe es beim Bahnhofsgebäude Kreiensen einen Eigentümerwechsel gegeben. Zum neuen Betreiber habe die Stadt Kontakt aufgenommen, man habe sich bereits mehrfach getroffen und verschiedene Bereiche angeschaut mit Blick darauf, wo man eine Toilette installieren könne. Ein möglicher Platz wäre der Eingangsbereich der früheren Gaststätte. Allerdings habe sich beim Blick auf die Ver- und Entsorgungssituation kein klares Bild ergeben: »Das bereitet uns Bauchschmerzen.« Von der Lage her sei der Platz optimal, die künftige Nutzung müsste vertraglich geregelt werden, aber noch gebe es viele Unbekannte, so dass man noch nicht von einer Lösung sprechen könne.

Von gut angelaufenen Gesprächen berichtete auch Klaus-Reiner Schütte, SPD. Oberste Priorität müsse es haben, eine Toilette im Bahnhofsgebäude unterzubringen. Das sei besser als ein »Einzelbau irgendwo«. Die Integration ins Gebäude bringe wesentliche Vorteile. Die Verwaltung müsste die Gespräche dazu weiterführen. Das Thema Versorgungsleitungen sehe er nicht so kritisch, sagte er weiter: In der Nähe des jetzt angedachten Platzes befinde sich die Bahnhofsmission, die angeschlossen sei, da werde man eine Lösung finden. Bis es soweit sei, wäre eine kostengünstige Containerlösung das Richtige. Als Standort könnte man zwei Parkplätze nutzen, und einen Hersteller habe man ebenfalls schon ausgesucht, mit dem es bereits gute Erfahrungen gebe. Würde man den ausgewählten Container beziehungsweise Toilettenwagen für knapp 10.000 Euro kaufen, könnte man ihn anschließend bei Bedarf an anderer Stelle weiter nutzen. Die SPD wolle deshalb weitere Gespräche in Auftrag geben, für den Übergang den Container beschaffen und die notwendige Finanzierung in Höhe von 25.000 Euro für Kauf und Installation, etwa von Frisch- und Abwasser, im Nachtragshaushalt bereitstellen.

Unterstützung dafür gab es sowohl von der Behindertenbeauftragten Renate Leuschner als auch von Karsten Armbrecht, CDU: »So muss es passieren.« Angesichts der Kosten überlegte Dietmar Bartels, Grüne, ob man nicht zwei Container beschaffen und sie als Dauerlösung aufbauen sollte, wofür er aber keine Unterstützung fand. Eine Lösung im Gebäude sei sinnvoller und zentraler, betonte der Ausschussvorsitzende Willi Teutsch, CDU. Gerade für Behinderte würden somit längere Wege zum Containerstandort entfallen. Im Gebäude, ergänzte Christine Jordan, SPD, gebe es ver­mutlich auch besseren b Schutz vor Vandalismus.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss für den Container als Übergangslösung aus, und die Verwaltung bekam den Auftrag, mit dem Eigentümer des Bahnhofs in Kontakt zu bleiben, um geeignete Räume zu finden.ek

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