Weltgebetstag: Gottes Schöpfung ist sehr gut!

Weltgebetstag im Pfarrverband Opperhausen / Gottesdienst in der Ahlshäuser St. Blasius-Kirche

Das Weltgebetstagsteam präsentierte in der Ahlshäuser Kirche, in einem eindrucksvollen Gottesdienst, das Land Surinam und seine Menschen. Ein Teil der traditionellen kreolischen Tracht, ein farbiges Umhängetuch, schuf eine besondere Atmosphäre.

Ahlshausen/Opperhausen. Rund um den Erdball fand am vergangenen Freitag der Weltgebetstag der Frauen aus dem südamerikanischen Land Surinam statt. Das Motto: »Gottes Schöpfung ist sehr gut!«. Beim Weltgebetstag engagieren sich Frauen über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg für Frieden, Gerechtigkeit und Würde für Frauen und Mädchen überall in der Welt: Und das seit 130 Jahren.

Für den Pfarrverband Opperhausen fand der Gottesdienst zum Weltgebetstag in der St. Blasius-Kirche in Ahlshausen statt. Ein Weltgebetstagsteam in teilweise landesüblicher Bekleidung hatte einen eindrucksvollen Gottesdienst vorbereitet.

Das Land Surinam

Zu Beginn zeichnete die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Ahlshausen/Sievershausen Christine Haken ein Bild vom Land Surinam, den Menschen und den Problemen. Bis 1975 war Surinam unter holländischer Verwaltung. Es werden 20 Sprachen gesprochen.
Surinam ist das kleinste Land Südamerikas nördlich von Brasilien aber eines der buntesten. Mehr als 90 Prozent des Landes sind von Regenwald mit 1000 verschiedenen Baumarten bewachsen. Zum Vergleich gibt es im deutschen Wald 30 Arten, betonte Christine Haken. Eine vielfältige Pflanzenwelt und viele tropische Früchte runden das Bild ab.

Im Land gibt es Bauxitvorkommen. Für die Goldgewinnung wird unter anderem Quecksilber eingesetzt, um das Gold vom Gestein zu trennen. Damit verbunden sind Schäden für die Umwelt aber auch für Beteiligte an der Goldgewinnung dieser Art.
Die SurinamerInnen bezeichnen sich selbst als »moksi«, als einen »Mischmasch« aus vielen verschiedenen Ethnien, die aus vier Kontinenten kommen. 48 Prozent sind Christen, 21 Prozent Hindus und 20 Prozent Moslems.

Der Gottesdienst setzte sich zusammen aus Texten und Liedern. Stellvertretend für sieben Frauen aus Surinam stellte das Weltgebetstagsteam deren Lebensbedingungen vor. So wurde auf die Bedeutung des Regenwaldes hingewiesen, der Nahrung und Heilpflanzen biete und als »Lunge der Erde« diene. Dankbar sei man für die großen Wasservorräte in Flüssen und Seen des Landes aber gleichzeitig beunruhige der Abbau von Gold und Bauxit, der das Wasser verseuche. Angesprochen wurden unter anderem auch Probleme im Bildungswesen, wo Schulen zum Teil nur über große Entfernungen zu erreichen seien.
Einen breiten Raum nahm die musikalisch vorgetragene Schöpfungsgeschichte ein. Wichtige Gedanken, unter anderem mit den Sätzen: »Wir machen oft Versprechungen, die wir nicht halten. Doch lasst uns endlich nicht länger zögern, sondern alles tun, was wir können, um die Erde für diejenigen zu erhalten, die nach uns kommen. Lasst uns auch andere überzeugen, dass wir alle verantwortlich sind für die Bewahrung unserer Umwelt. Auf Gott können wir vertrauen. Die Geistkraft Gottes bete mit und für uns«.

Nach dem Gottesdienst war die Gemeinde zu landesspezifischen Speisen aus Surinam eingeladen. So gab es unter anderem Bami Goreng, ein Gericht aus Nudeln und Hähnchenfleisch und eine Erdnusssuppe.

Eine gute Gelegenheit zu Gesprächen über die Präsentation eines besonderen Landes, ihrer Menschen und Lebenbedingungen.ic

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