Lob für ehrenamtlichen Einsatz

Bürgermeisterin zur Flüchtlingsarbeit in Einbeck | Dezentrale Unterbringung

Einbeck. Die Integration der Menschen, die auf ihrer Flucht vor Krieg und Gewalt auch nach Einbeck kommen, ist derzeit eine wichtige Aufgabe in der Stadt. »Eine Aufgabe, die sich nicht für politische Auseinandersetzung eignet, sondern die wir vielmehr besonnen und vernünftig angehen müssen«, betont Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. »Die Menschen, die bisher zu uns gekommen sind, konnten dezentral untergebracht werden. Das ist auch weiterhin das Ziel. Denn nur so kann Integration gelingen«, stellt sie fest. Der Landkreis Northeim, der für Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist, der Fachbereich Bürgerdienste und Soziales der Stadt sowie das Einbecker Kinder- und Familienservicebüro und die Ortsbürgermeister arbeiten Hand in Hand. Aber auch der Kontakt zu den vielen Ehrenamtlichen ist mittlerweile eingespielt und funktioniert. »Ich danke herzlich allen hauptamtlichen Mitarbeitern, aber auch allen Freiwilligen, die sich für die Willkommenskultur und Integration in unserer Stadt einsetzen. Ohne ihr hohes ehrenamtliches Engagement in der Kernstadt und den Ortsteilen wäre eine Betreuung der Flüchtlinge nur schwer oder gar nicht möglich«, dankte die Bürgermeisterin für Hilfsbereitschaft und Unterstützung.

Der Landkreis Northeim sucht weiter Wohnraum. Ansprechpartnerin für Wohnungsangebote ist Andrea Schön, Telefon 05551/708-322, aschoen@landkreis-northeim.de. Kaltmiete, Nebenkosten und Heizung werden vom Landkreis direkt an die Vermieter gezahlt.

Das Projekt »Neue Nachbarn«, das von der Dia­koniestiftung initiiert wurde und von Zsuzsanna Bényei-Büttner koordiniert wird, organisiert die Ehrenamtlichenarbeit und stellt den Kontakt zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen her. Unter der Internetseite www.diakoniestiftung- einbeck.de, »Neue Nachbarn«, können nicht nur Sachspenden zur Verfügung gestellt werden, sondern sie dient Freiwilligen auch dazu, sich als Helfer, Betreuer oder Dolmetscher registrieren zu lassen. Ob Krabbelgruppe für Flüchtlingskinder, primäre Schwangerenbetreuung, Alphabetisierung oder Sprachförderung, der Bedarf an Unterstützung sei hoch, dies betonte Michael Büchting von der Diakoniestiftung.

Im Museumscafé des StadtMuseums Einbeck, erreichbar durch den Seiteneingang, bietet Frau Bényei-Büttner mittwochs und donnerstags von 13 bis 16 Uhr einen Treffpunkt für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe »Neue Nachbarn« sowie Interessierte an. Möglichkeiten zu weiteren Zusammenkünften sind vorhanden. Die Koordinatorin ist erreichbar unter Telefon 05561/3139277, buettner@diakoniestiftung-einbeck.de, www.diakoniestiftung-einbeck.de.

Der Förderverein Grundschule Kreiensen-Greene kümmert sich speziell um die »Neuen Nachbarn« im Raum Kreiensen und Greene. Ansprechpartner ist hier Roland Heimann, Telefon 0170/31008698, ifc.heimann@t-online.de. Dienstags und donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr findet der Deutsch-Kurs für alle im ehemaligen Rathaus in Kreiensen statt. Darüber hinaus bieten die Ehrenamtlichen Hilfestellungen bei allen sonstigen Angelegenheiten, etwa Arztbesuchen und Behördengängen, sie unterstützen bei Gesprächen mit Schule und anderen Institutionen oder vermitteln Sachspenden.

Auf der Homepage der Stadt ist seit längerem eine spezielle Seite zu »Migration« eingerichtet, integriert auf www.einbeck.de, im Menüpunkt »Soziales, Kultur, Freizeit«. Gliederungspunkte des Angebots sind »Hilfen im Alltag«, »Sprache, Schule, Bildung«, »Ausbildung und Beruf«, »Familie und Kinder«, »Kultur, Freizeit, Sport« und »Religion«. Es gibt Verlinkungen zu bestehenden Angeboten, und bewusst wurde eine klare Sprache gewählt. Über Verweise auf die Träger von Angeboten sind stets »frische« Informationen gewährleistet. Weitere Institutionen können sich melden, beispielsweise mit Angeboten zur Jugendarbeit.

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen und der begrenzten Erstaufnahmeeinrichtungen werden in den nächsten Wochen und Monaten weitere Migranten nach Einbeck und in die Ortsteile kommen. »Was bisher insbesondere von den Ehrenamtlichen vor Ort geleistet wurde, ist vorbildlich. Ich bitte alle Einbecker weiter um Unterstützung, damit wir unseren „Neuen Nachbarn“ das Ankommen und Einleben so leicht wie möglich machen«, appelliert Dr. Michalek an die Bürger.oh



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