Alle Weißstörche im Landkreis Northeim sind zurück

Region. In den vergangenen Wochen war ideales Flugwetter, alle Weißstörche im Landkreis Northeim sind wohlerhalten aus dem Winterquartier zurückgekommen, berichtet Storchenvater Bernd-Jürgen Schulz. Alle Horste – es sind 14 – sind wieder belegt. Im letzten Jahr war in Ellensen ein Partnerstorch nicht zurück gekommen, so dass dort keine Brut stattgefunden hat. Um so erfreulicher ist es in diesem Jahr, ein neues Storchenpaar hat sich auf dem dortigem Horst niedergelassen. Da das Paar nicht beringt ist, weiß man nicht, wie alt es ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass es in den nächsten Tagen dort zur Eiablage kommt und dass nach 32 Tagen Brutzeit Junge schlüpfen. Leider schaffen es in jedem Jahr nicht alle Störche, auf ihren angestammten Horst zurückzukommen und bleiben auf der Strecke. An fast allen Storchenhorsten wird fleißig gebrütet und die ersten Jungen werden bald schlüpfen. Horstkämpfe gab es an einigen Horsten, bedauerlicher Weise hat es am Storchenhorst zwischen Salzderhelden und Müllershausen am Gittermast der DB zum Verlust des gesammten Geleges ­geführt. Das dortige Storchenpaar hat nach zwölf Tagen erneut gelegt und seit einer Woche wird dort wieder gebrütet. In Ippensen wurde 2019 ein neuer Horst aufgestellt, der erfreulicherweise auch gleich von Störchen besetzt wurde, allerdings dann ohne Bruterfolg.

In diesem Frühjahr hat sich das Paar wieder eingefunden und hat am 6.04.2020 April das erste Ei gelegt. Viele Bürger des Dorfes nehmen großen Anteil am dortigem Geschehen im Storchennest. 2019 verstarb in Wolbrechtshausen das dortige Storchenmännchen. Nach kurzer Zeit hat sich dort ein neues Männchen angesiedelt. Die Überraschung war groß, es war am linken Bein beringt. Das bedeutet, es wurde in einem ungeraden Jahr 2017 in Immensen vom Storchenvater und Beringer Bernd-Jürgen Schulz selbst beringt. Rechts beringt bedeutet immer, der Storch wurde in einem geraden Jahr beringt.

In Salzderheldener Horst Nummer eins im Polder 1 und am Horst drei im Garten am alten Feuerwehrhaus wird fleißig gebrütet, ebenfalls in Immensen, Sülbeck, Hollenstedt, Wiebrechtshausen, Langenholtensen, Hevensen, Markoldendorf und Lindau bei Karlenburg. Nun bleibt noch zu hoffen, dass es bald Regen gibt – sonst könnte es mit der Futterbeschaffung knapp werden. Die Storchenküken benötigen in den ersten acht Tagen Regenwürmer und Kleintiere.oh

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